Authentische Führung durch Stärkenorientierung: Wie Nicole Zätzsch ihr Burnout überwand

Shownotes

Wenn selbst diejenigen, die anderen bei der Stärkenarbeit helfen, ihre eigenen Stärken ignorieren, was sagt das über uns alle aus?

Nicole Zätzsch kannte das Thema Stärkenorientierung aus ihrer Arbeit bei KPMG als Juristin und Personalleiterin in- und auswendig. Trotzdem arbeitete sie jahrelang gegen ihre eigene Natur und funktionierte als fleißige Arbeitsbiene, ohne auf sich selbst zu hören. Erst die Geburt ihrer Töchter und ein folgendes Burnout zwangen sie, innezuhalten und wirklich hinzuschauen.

Sich selbst ehrlich zu begegnen, wurde zum entscheidenden Wendepunkt. Durch eine dreimonatige, selbst finanzierte Freistellung und später eine Coaching-Ausbildung begann sie zu genesen. Vor 14 Jahren machte sie sich schließlich als Stärken- und Business-Coach selbstständig.

In diesem Gespräch erklärt sie, warum Stärken wie Werkzeuge wirken, die wir unbewusst einsetzen, und warum sie (ähnlich einem Mischpult) bewusst dosiert werden müssen. Sie zeigt außerdem, wie Führungskräfte gerade unter Druck dazu neigen, alte Kontrollmuster zu aktivieren und dabei genau die Stärken übersehen, die jetzt gebraucht würden.

Hör jetzt rein und entdecke, wie bewusste Stärkenarbeit echte Erfüllung schafft.

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Website: https://nicolezaetzsch.de/

Informationen zu den Stärken-Ausbildungen von Nicole: https://nicolezaetzsch.de/akademie/

Transkript anzeigen

00:00:09: Herzlich willkommen zum The Passive Purpose Podcast.

00:00:11: Es geht um Leadership, große Visionen, cooles Business, Transformation, Innovation und reflektierte Führung!

00:00:18: Du hörst Thought-Lieder die Antworten haben

00:00:20: auf die großen

00:00:21: Themen von Wirtschaft und Gesellschaft mit Simona Deckers.

00:00:23: Los geht's!

00:00:44: Sehr gerne.

00:00:44: Ich freue mich total auf das Gespräch mit dir, Nicole und möchte so ganz zu deinem Anfang oder bei deinen Anfängen auch anfangen.

00:00:55: du hast viele Jahre Personalleiterin und Führungskraft.

00:00:59: heute bist du stärken.

00:01:00: Coach hat damals schon die Stärkenorientierung in deiner Welt in deine Arbeitswelt eine Rolle gespielt.

00:01:12: Eine schöne, sehr schöne Frage.

00:01:13: Da muss ich tatsächlich auch noch ein bisschen weiter zurückgehen weil in meiner jetzigen Rolle bin ich jetzt seit vierzehn Jahren und war vorher vierzehnt Jahre lang wie du sagst Personalleiterin Führungskraft bei der KPMG.

00:01:27: als Juristin war ich dort unterwegs Und die stärken Orientierung als solches hat sie damals schon eine Rolle gespielt.

00:01:35: Ich würde einerseits mal den Blick auf mich selber richten und da muss ich zu meiner Schande gestehen sehr fleißigen Arbeitsbeam, die immer nur den Job im Kopf hatte.

00:01:45: Viele der Entwicklungsmöglichkeiten gar nicht wahrgenommen hat, die mir diese tolle Firma damals auch geboten hat.

00:01:51: Das heißt das Thema Selbstführung war für mich gar nicht so präsent und damit auch weniger meine Stärken.

00:01:56: Ich habe halt einfach gemacht!

00:01:59: Als Personalleiterin selbst war ich für die Führungskräfte die oberen zuständig, die Partnerinnen und Partner in Deutschland weit bei KPMG.

00:02:06: Da spielte das durchaus eine Rolle.

00:02:07: Es wurde vieles angeboten, dass ihr eher dann über Learning and Development.

00:02:11: aber ich kam in meiner Rolle damit in Verbindung weil ich für diesen Schritt in die Partnerschaft praktisch das mit organisiert auch die Verfahren mit entwickelt habe und da war es natürlich wichtig neben dem eigentlichen Business Case was man wirtschaftlich praktisch mit an den Tisch bringt dieser Personal Case und da spielt die Stärken durchaus ne Rolle.

00:02:30: Ja okay super also da hattest du denn schon Kontakt mit den Stärken, aber für andere.

00:02:40: Also was hat dann für deinen Empfinden oder für deine Reflexion gar nicht so eine große Rolle gespielt?

00:02:51: Du warst damals sehr eng getaktet und du warst in einem high-performing Umfeld also high performing.

00:03:00: Wann hast du zum ersten Mal gespürt dass So dieses... Du sagst das, dass dies fleißige Arbeitsbienchen sein umsetzen, abarbeiten?

00:03:12: Nicht alles ist.

00:03:14: Wann hast du gemerkt?

00:03:17: Da muss ich aufpassen!

00:03:20: Ich glaube der Bruch oder die Veränderung fand bei mir tatsächlich mit dem ersten Kind statt.

00:03:24: Ich habe in der Zeit zwei Töchter bekommen und solange ich da noch solo unterwegs war also sozusagen ohne Familie ging das Ganze ziemlich gut, weil dieses Viehleisten eine hohe Qualität auch an den Tag zu legen gehört zu meinen Stärken wie ich mittlerweile weiß.

00:03:42: Und das heißt, ich war eigentlich voll in meinem Element.

00:03:45: Ich habe das gerne gemacht und habe auch gerne dieses High Performance Umfeld erlebt und gelebt und hab da weiter an mir geschliffen sozusagen, bin da weiter gewachsen und der erste Bruch oder die ersten Risse kamen tatsächlich dann als ich Mutter wurde.

00:04:03: Ich bin immer wieder sehr schnell in den Job zurückgekehrt, weil ich wie gesagt auch eine verantwortungsvollen Rolle war.

00:04:10: Auch immer gerne das weiterführen wollte teilweise dann auch an der Doppelspitze unterwegs war und da habe ich dann einfach gespürt.

00:04:16: irgendwie lässt sich das hier nicht mehr ganz so gut vereinbaren.

00:04:20: was einerseits an mir selbst wie später festgestellt hat bei meiner Persönlichkeit meinen Stärken lag halt immer alles perfekt machen zu wollen in beiden Bereichen Familie wir als auch im Job Und aber auch an dem Umfeld, weil das war nicht wirklich dafür gedacht.

00:04:34: Dass man frühen Nachmittag nach Hause geht die Kinder abholen und ja sich dann auf die Familie konzentriert.

00:04:41: Das war schwierig zu leben.

00:04:43: Ja kann ich mir vorstellen du sprichst auch sehr offen darüber dass du einen Burnout hattest.

00:04:49: was hat dir diese Krise beigebracht?

00:04:55: Zunächst, wie es so vielen wahrscheinlich geht ist ein Burnout erst mal ein richtiger Schlag ins Kontor.

00:05:02: Nicht nur physisch vor allen Dingen auch emotional mental gesehen.

00:05:07: da bin ich auch keine Ausnahme gewesen.

00:05:08: das heißt ich habe schon lange darauf rumgeknabbert lange mich damit auseinandersetzt.

00:05:13: im Nachgang bei mir hat es dazu geführt dass sich mein damals sehr geliebtes Umfeld einen sehr geliegten Job verlassen hab ganz bewusst und Weil ich mir bewusst gemacht habe, dass ich mit dem wie ich ticke und wie ich aufgestellt bin wahrscheinlich sehr schnell wieder in den selben Mustern landen würde.

00:05:30: Und bin deswegen damals rausgegangen.

00:05:32: Das hat mir die Möglichkeit gegeben, das wäre schwierig gewesen im selben Umfeld da nochmal anders drauf zu schauen.

00:05:40: Die Erkenntnis, die ich daraus erlangt hab war nicht nur das Umfeld in Anführungsstrichen-Schuld war so wie es mir damals ging, es hat das begünstigt aber dass das ganz viel mit mir selber, mit meiner Persönlichkeit zu tun hatte.

00:05:52: Auch mit meinen Stärken und den dadurch letztlich immer mehr an dieses Thema Selbstführung auch reingekommen, mit dem du dich ja auch sehr viel

00:05:58: beschäftigst.".

00:06:00: Ja, das stimmt absolut!

00:06:04: Und so hast du dann... wie kamen das?

00:06:06: Dass du die Festanstellungen diesen sehr festen Arbeitsweg, diesen Karriereweg verlassen hast.

00:06:17: Also war das eine eine Entwicklung dahin.

00:06:20: oder gab es da einen Moment, wo du gesagt hast so das war's jetzt.

00:06:26: Jetzt schicke ich die Kündigung ab?

00:06:28: Ja!

00:06:29: Ich konnte mir das ganz lange nicht vorstellen.

00:06:30: zu gehen vom Ablauf war es so dass tatsächlich der Burner sich schon viele Monate vorher angekündigt hat.

00:06:39: man selbst realisiert das ja nicht so.

00:06:40: da war auch sozusagen ein klassischer Fall ich habe Masken getragen ich hab das ganze versucht irgendwie zu überbrücken hab weiter durchgehalten und habe dann aber relativ schnell, irgendwie nicht relativ schnell sondern hab dann von einem auf dem anderen Tag irgendwann gespürt es geht nicht mehr.

00:06:55: Und hab dann vereinbart dass ich rausgehe für eine gewisse Zeit in der Freistellung die ich mir selber spannenderweise finanziert habe aus eigenen Gehaltsanteilen.

00:07:06: also soweit war ich selber aufgestellt das sich mich nicht ab krank schreiben lassen sondern meinte dieser leistungs geprägten Gesellschaft müsste ich mir meine Freistellung sozusagen selbst erkaufen.

00:07:18: Das war kein Vorwurf an meinen Arbeitgeber, sondern meine eigene Denke und bin dann erst mal raus für drei Monate so vereinbart um mich zu erholen und hab nach der Hälfte der Zeit gemerkt, das krieg' ich noch nicht hin.

00:07:29: in dieser Zeit die Zeigfluss mir durch die Finger und... Ich war immer noch nicht so richtig wiederhergestellt und musste dann realisieren dass sich eine längere Pause machen musste und habe Elternzeit genommen von einem Jahr Weil meine Kleine noch relativ klein war, das gab mir die Möglichkeit dann wirklich entspannt mal rauszutreten.

00:07:48: Los zu lassen andere machen zu lassen und selbst in dieser Zeit konnte ich mich eigentlich noch nicht vorstellen zu kündigen oder graus zu gehen.

00:07:57: Ich habe in derzeit aber eine Coaching Ausbildung gemacht Das heißt mir gegen Schritt für Schritt besser Dank einer Therapie und dank vieler anderer Maßnahmen und hat dann angefangen, eine Coaching-Ausbildung zu machen.

00:08:07: Und jeder der das selber schon erfahren hat, man arbeitet viel mit sich selbst in dieser Zeit.

00:08:12: Dann habe ich gemerkt, wow!

00:08:14: Das macht mir total Spaß was ich da mache und es gibt offensichtlich noch eine andere Möglichkeit, dass wofür ich stehe, wer ich bin einzusetzen und nicht nur in diesem Weg den ich bisher gemacht hab.

00:08:24: Und dann kam langsam öffnete sich so einen Fenster der Möglichkeiten und diese Gedanke auf rauszugehen.

00:08:31: aber das hat gebraucht Im Laufe dieser Freistellung, ziemlich zum Ende, dann habe ich die Entscheidung getroffen.

00:08:37: Ich gehe raus

00:08:38: und

00:08:39: beende das

00:08:39: Ganze.".

00:08:41: Ja schön!

00:08:42: Da hast du für dich gemerkt was es bedeutet in Bezug auf Lebensqualität?

00:08:49: In Bezug Auf Wahrnehmungen oder sich selber wiederfinden?

00:08:53: Was das mit einem macht.

00:08:55: Wenn man das selber mal erfahren hat ist das total erfüllend auch weiterzugeben

00:09:01: absolut.

00:09:02: Und was ich vor allen Dingen da sehr, glaube ich auch gespürt habe ist das es ein anderes Tempo war.

00:09:07: Also wie gesagt, ich hab dieses Umfeld geliebt und mich auch sehr wirksam gefühlt in dem Umfeld.

00:09:11: Ich war auch sehr wertgeschätzt, was glaube ich immer wichtig ist als Teil.

00:09:16: Das hat alles gestimmt aber das Tempo War brutal!

00:09:19: Und das Tempel war vor allem brutal.

00:09:21: ab Zeitpunkt dieser zwei Rollen Familie und Job Und das war, als ich dann raus war, habe ich gemerkt.

00:09:28: Ich kann nicht mehr diesen Speed aufnehmen.

00:09:30: Ich will nicht mehr so arbeiten und auch nicht mehr fremdbestimmt.

00:09:35: Die Selbstständigkeit winkte dann, wirkte attraktiv, war sie zum Glück auch und ist sie?

00:09:41: Aber das waren damals natürlich noch nicht so absehbar!

00:09:44: Das ist für mich der größte Gewinn, also dieses Eigenbestimmt zu schauen wie geschaltig meinen Tag was mache ich?

00:09:53: Ich bin selbst gut genug, da drinnen mir Druck zu machen.

00:09:55: Aber das mache ich dann selber und es macht nicht anders.

00:09:58: Ja ja ganz genau kann ich nachvollziehen auch als Unternehmerin.

00:10:05: Bin ja auch ein Unternehmer in derselben

00:10:07: nicht unterwegs.

00:10:09: Ganz genau.

00:10:11: Kommen wir doch zu den Führungskräften zurück zu dem Menschen mit denen du arbeitest?

00:10:17: Wie können denn Führungskräfte ja zu ihrer Stärke kommen oder finden, aus der Stärke herausführen.

00:10:28: Ohne sich zu sehr anzupassen oder ohne auch vielleicht in so einem Tempo unterzugehen

00:10:35: oder

00:10:36: in einer Kultur unterzugehnen wo sie vielleicht diese Stärke die Sie natürlich haben gar nicht einsetzen können?

00:10:42: also wie können Führungskräfte aus der stärke heraus führen?

00:10:47: Sehr schön und gleich eine sehr komplexe Frage Wenn du erlaubst, würde ich gerne für unsere Hörer und Hörern nochmal so ein bisschen aufdröseln sozusagen.

00:10:57: So ein bisschen Schritt-für-Schritt da reingehen.

00:11:00: Ganz ganz tolle Fragen!

00:11:01: Und gerne erstmal so dem Boden ein bisschen bereiten.

00:11:04: Genau was sind überhaupt Stärken?

00:11:06: Weil das ja auch so'n Basswort ist.

00:11:08: Was wir immer mehr hören man soll stärken, stärken.

00:11:10: Was meinen wir überhaupt

00:11:12: damit?!

00:11:13: Der Begriff kommt aus der positiven Psychologie.

00:11:15: Du hattest ja auch mal die Tolle Judith Mangelsdorf hier weil der ich auch lernen durfte vor vielen Jahren.

00:11:20: und stärken sind Muster, also Muster in unserem Verhalten Gedanken und Gefühlen.

00:11:25: Und diese Muster sind schon sehr früh angelegt, letztlich als Talent sind wir damit auf die Welt gekommen und je nachdem wie wir in unserer Kindheit beobachtet haben was wir in der Jugend erlebt haben oder als junge Erwachsener, sind daraus Muster am Gehirn entstanden.

00:11:38: Dadurch rufen wir relativ automatisch selbe Verhaltensweisen und auch Gedankengefühle ab.

00:11:45: Wenn man so wisst das sind wie Werkzeuge, die wir immer bei uns haben und machen das häufig ganz unbewusst.

00:11:51: Und deine schöne Frage, wie können Führungskräfte an diese Stärken rankommen in einem Umfeld-Buch?

00:11:57: Vielleicht ja auch dass gar nicht so gefragt ist, setzt tatsächlich voraus erst mal dieses Bewusstsein über die eigenen Stärkenden.

00:12:05: So wie ich selbst eingangs sagte, ich war mir nicht wirklich meiner eigenen Stärke bewusst.

00:12:10: Ich wusste ob meine fachlichen Kompetenzen... ...ich fühlte mich auch sicher Und gut, in dem was ich tat – also von daher habe ich offensichtlich auf Basis meiner Stärken durchaus gehandelt.

00:12:21: Aber ich hätte sie nie benennen können und um gut damit zu arbeiten und sie wirklich auch in den Alltag zum Glänzen zu bringen braucht das ein gewisses Bewusstsein als sozusagen aus diesem unbewussten Tun rauszukommen.

00:12:39: Dann können wir durchaus auch in Umfällen dann die vielleicht nicht ganz so dafür passen da noch anders mit umgehen, weil wir dann klarer aufgestellt sind.

00:12:49: Das heißt der erste Schritt wäre wirklich sich das bewusster zu machen.

00:12:52: dafür muss ich nicht zwingend eine Diagnostik machen.

00:12:54: Das kann ich machen.

00:12:55: es gibt viele tolle Stärkentests am Markt teilweise kostenfrei, teilweise kostenpflichtig.

00:13:00: damit kann man gut arbeiten.

00:13:02: oder aber sich auch Fragen stellen zu was mache ich besonders leicht?

00:13:06: Was geht mir leicht von der Hand?

00:13:08: Was sind Aufgaben die ich immer wieder gerne mache?

00:13:11: bekommen andere auf mich zu?

00:13:13: oder aber auch wofür bin ich bekannt.

00:13:15: Das sind der verschiedenste Themen, wo wir sozusagen wie mit so einer Taschenlampe mal drauf gucken können und unsere eigenen Stärken erkennen können.

00:13:24: Ja also wenn ich dir zuhöre dann macht es auf jeden Fall Sinn sich mit seinen Stärkten zu beschäftigen.

00:13:30: Ich mein gerade für Führungskräfte die ja Verantwortung tragen Verantwortung für andere übernehmen Verantwortung für anderen haben.

00:13:39: Und siehst du diese Beschäftigung?

00:13:43: mit den eigenen Stärken?

00:13:45: Teils, teils.

00:13:47: Ich habe den Eindruck das System von, profitiere ich natürlich auch als Coach und auch als Ausbilderin für Stärkenscoaches, profitier' ich sehr dass sich da momentan oder in letzten Jahren tatsächlich auch so der Blick ein bisschen drauf gewendet hat.

00:14:01: also ich hab den Eindruck ist es nicht mehr nur ein Buzzword sondern viele Unternehmen und Erführungskräfte verstehen den Wert dessen Das ist nicht nur nice to have, das es nicht nur so ein Motivationstag ist wenn man so einen starken Workshop macht sondern was da wirklich Potenzial drin steckt.

00:14:17: Man dadurch auch Leistung gesunde Leistungen heben kann und längerfristig auch innerhalb eines Teams wirklich leben und erleben kann.

00:14:26: weil auch mit Blick auf meine persönliche Geschichte und dass ist das was mich an Stärken von Anfang an so angefixt hat als ich mich damit beschäftigt habe für mich war das ein Schlüssel zu begreifen warum ich in die Erschöpfung gegangen bin Zu verstehen, das lag unter anderem vor allen Dingen auch in meiner Persönlichkeit.

00:14:41: Dass ich das was ich richtig gut kann übertrieben habe zu viel des Guten gemacht hab Also in die Übertreibung meiner leistungsorientierten Vielschaffen immer dran bleiben schlecht abschalten können als Schattenseite aber halt auch eine hohe Qualität abrufen zu wollen Das sind Stärken Aber die haben halt auch ne Schatten-Seite und sich damit auseinanderzusetzen hat einen hohen Wert.

00:15:02: Und da ist mein Eindruck Ich profitiere nicht nur davon, sondern ich bin ja eine der Botschafterinnen dafür.

00:15:09: Und es treibt mich auch total an als Vision wirklich immer mehr diese Stärkenbewusstsein in die Unternehmen und an den Einzelnen, an die Einzelne zu bringen.

00:15:20: Verändert sich die Persönlichkeit oder das Führungsverhalten wenn jemand seine Stärke ganz bewusst einsetzt?

00:15:28: Hast du das schon gesehen?

00:15:30: Ja

00:15:31: definitiv also.

00:15:33: für mich Öffnet die Stärkenarbeit sei es jetzt, du machst das individuell auf Basis eines solchen Profils vielleicht oder aber auch innerhalb des Teams in der Auseinandersetzung.

00:15:44: Für mich öffnet Die stärken Arbeit zwei Ebenen.

00:15:47: Einerseits wirklich diesen Aspekt der Selbstführung, Self-Leadership wo Du ja auch ganz viel zu machst.

00:15:52: praktisch da ein besseres Verständnis für die eigenen Antreiber, für die eigene Bedürfnisse, für den eigenen stärkenden Werte an dieser Stelle auch zu bekommen.

00:16:00: und aber auch Wenn ich mich mit meinen eigenen Stärken auseinandersetze, setze ich automatisch auch die stärken Brille auf und schaue anders auf andere Wertschätzen.

00:16:11: Ich kann mehr sozusagen den Wertbeitrag des anderen erkennen und kann vielleicht auch besser damit umgehen, dass jemand eine andere Art hat, die Themen zu lösen.

00:16:20: Es geht immer um das Wies, es geht nicht ums Was sondern wie wir Dinge machen.

00:16:23: Und es steigert die Wertschätzung und es steigt für eine Führungskraft auch die Möglichkeit, die einen Leute besser langfristig gesünder einzusetzen.

00:16:35: Ja, also eine unglaubliche Qualität für Führung.

00:16:46: Wie ist das heute?

00:16:47: Ich meine wir hatten früher einen sehr starken Fokus auf Defizite.

00:16:53: konzentrieren sich Führungskräfte heute immer noch mehr auf Fehler als auf Potenziale?

00:17:02: Wie siehst du das?

00:17:03: Ist das irgendwie immer noch, ich sag mal so ein bisschen alte Welt oder verändert sich das.

00:17:07: Oder sind wir schon in einer neuen Welt?

00:17:10: Wie siehst du da?

00:17:12: Also dem Grunde nach ist erstmal wichtig aufzuzeigen dass bei uns allen im Gehirn letztlich angelegt ist, dass wir ja eher auf die Defizite schauen.

00:17:22: Dann nennt man wissenschaftlich auch den sogenannten Negativity-Bias Das heißt, allein auf Basis unserer Vorfahren evolutionär bedingt.

00:17:30: Wenn unsere Vorfahren aus der Höhle kamen, haben die nicht geschaut.

00:17:33: Himmel ist so blau, Sonne scheint und hier haben geguckt wo es die Gefahr ist des Risiko.

00:17:37: Wenn die eine unbekannte Nahrung vor sich also überhaupt erst mal ein unbekantes Ding kann ich das essen oder falle ich tot um Negativitibias.

00:17:45: Also erstmal Risikopraktisch abchecken sonst wäre unsere Spieze überhaupt noch da wo sie ist.

00:17:51: Und das haben wir spannenderweise immer noch.

00:17:53: im Gehirn ist so ein bisschen Grundvoraussetzung, dass wir per se aufs Defizit gucken und nicht gleich jede Stärke begrüßen und bejubeln uns sagen boah die Möglichkeiten.

00:18:03: Und alles super!

00:18:04: Sondern wir checken das Risiko ab.

00:18:07: Spannenderweise hat sich in den letzten Jahren denke ich schon mehr in Richtung stärken gedreht.

00:18:12: also wie gesagt dieses Bewusstsein ist mehr da.

00:18:15: Menschen, die da selber mit gearbeitet haben spüren die Qualität, spülen die Kraft darin und können sich dem auch anschließen.

00:18:21: Und was ich aber ganz aktuell beobachte, und da freue ich mich auch auf den Austausch nochmal mit dir.

00:18:26: Simone dann vor allen Dingen auch in meinem Podcast Windegas-Vest weil du viel mit Transformation ja auch arbeitest und modernen Leadership... Ich beobache gerade auch so eine Art Backlash im Sinne von die Zeiten werden unsicherer man muss als Führungskraft durch diese Unsicherheit anleiten und plötzlich wird wieder alles sehr eng, plötzlich wird mehr festgehalten weniger delegiert, mehr kontrolliert Und dadurch automatisch verengt sich der Blick auf wieder mehr, auf Defizite anstatt auf die Möglichkeiten und die Sterben.

00:18:57: Dabei bräuchten wir genau das Gegenteil.

00:18:59: Ja absolut!

00:19:01: Also...

00:19:01: Die alten

00:19:03: Muster unter hohem Druck brechen dann doch noch wieder durch

00:19:07: und halten.

00:19:08: Das ist fast akkarsch ne?

00:19:09: Also diese was wir alle kennen mit Flight of Freeze.

00:19:13: na klar also in Stresssituation greifen wir auch so ein Grundprogramm wieder auf so ein automatisches Programm zurück Und das bedeutet leider auch, dass – wir kennen es alle bei Transformationenveränderungen – wir nicht hinstellen und sagen, ach was für eine tolle Chance.

00:19:27: Und jetzt gucken wir doch mal, welche ich mich da weiterentwickeln kann, sondern wir halten erst einmal fest und sichern erstmal.

00:19:34: Das passiert leider auch beim Umgang mit Stärken versus Defizite, dass zunächst der Impuls wieder ist.

00:19:43: Was muss ich ausgleichen?

00:19:44: Wie muss ich mich sicher aufstellen um vermeintlich resilient

00:19:47: durchzukommen?".

00:19:48: Dabei steigert die Resilienz eher dieses Bewusstsein der eigenen Stärken, weil ich dadurch eine Fülle habe.

00:19:54: Dadurch weiß ich an was ich rankomme.

00:19:56: Ja

00:19:57: absolut!

00:19:59: Ich höre das häufig so im HR-Umfeld, ja wir möchten eine stärkenorientierte Kultur haben.

00:20:06: Siehst du da Maßnahmen oder hast du da auch, ich sage mal, so eine Toolkiste an Maßnahmen?

00:20:15: Wie man Stärkungorientierung als Kultur verankern kann.

00:20:21: Also ähnlich wie bei einer Werteorientierung ist es ganz wichtig, dass das nicht nur auf Posten steht sondern, dass es tatsächlich gelebt wird weil ansonsten verpufft ist und wird auch leider die Glaubwürdigkeit runter Und tatsächlich geleb.

00:20:36: damit meine ich, dass jeder Einzelne da mit im Büro rumkommt, dass jede einzelne weiß Unterstützung erfährt was in meiner eigenen Stärken und dass sich das wie so ein roter Faden auch durch die vorgesehenen Routinen, also Mitarbeitergespräche, zielvereinbaren Ziel-Reichungsgesprächen, da sozusagen Leitplanken geschaffen wird.

00:20:58: Weil ansonsten stärkenorientierte Führung wieder nur zum Buzzword verkommt.

00:21:02: Das heißt sinnvoll ist sowas dann tatsächlich anzubieten als Teamworkshots, dass die Teams untereinander entsprechend sich ausstellen, dass sie im Bewusstsein einzeln darüber bekommen.

00:21:12: und da muss man nicht zwingend mit teuren Tests arbeiten Da kann man auch mit Unterstützung, das würde ich schon immer empfehlen.

00:21:18: Mit guten kompetenten professionellen Kollegen und Kolleginnen von uns entsprechend daran arbeiten um da praktisch das Licht drauf zu richten.

00:21:27: was macht mich denn aus?

00:21:28: Was mache ich besonders gerne?

00:21:30: warum kommen andere auf mich zu?

00:21:32: Um diese Blick zu trainieren dieses Bewusstsein zu trainiren Und dann ganz individuell in dem Unternehmen auch zu schauen was können wir jetzt hier etabliert in eurem Alltag damit ihr damit weiter arbeitet Ritros, Injur Fix damit das auch ein Thema bleibt und nicht wieder in der Schublade verschwendet.

00:21:50: Ja spannend also relativ... Also man sagt es hier, man relativ einfach umzusetzen hört sich sehr einfach an könnte einfach sein.

00:22:00: die Umsetzung hat dann oft Haken und dann doch gewisse Schwierigkeiten.

00:22:08: Die Führungskräfte, die Teams leiten wie können sie Ihre Mitarbeiter fördern in ihren Stärken.

00:22:18: Zum Beispiel, jemand war bei dir im Coaching oder jemand hat auch aus persönlichem Interesse eine stärken Coach-Ausbildung bei dir gemacht?

00:22:28: Was können die für ihre Mitarbeiter tun?

00:22:31: Also sozusagen erst mal der kleine Schritt wenn jemand im Coachin selber erlebt hat welche Kraft das hat auf die eigenen Stärkungen zu gucken da ist schon viel passiert Da wird wirklich schon so ein Hebel umgelegt nämlich tatsächlich von dieser eher angelegten Defizitorientierung, so dieses Sorry, save my ass.

00:22:49: Also ein bisschen diese Mentalität hinzu, ah okay da ist etwas, da kann ich mir investieren, dann kann auch darauf zurückgreifen.

00:22:56: und das haben meine Leute auch, da gucke ich doch mal ganz anders drauf.

00:23:00: Da ist schon eine sehr schöne Basis für gegeben.

00:23:03: Und da muss man nicht zwingend mit dem Team einen starken Workshop machen was natürlich schön wäre.

00:23:08: Man kann auch als Führungskraft in Einzelgesprächen anders draufgehen.

00:23:11: Ich ermutige die Führungskraft Feedback zu geben, also wirklich stärkenbezogenes Feedback.

00:23:16: Nicht so im Sinne von, naja Projektergebnis ist ja fein hast du gut gemacht, Haken dran?

00:23:22: Sondern beobachtend!

00:23:24: Also was habe ich beobachte?

00:23:25: wie hast du das gemacht?

00:23:27: Was schätze ich daran besonders?

00:23:29: Wir sind anhand von konkreten Beispielen, stärken bezogenes Feed back zu geben.

00:23:35: wir sagen auch gerne in der positiven Psychologie Strength Spoting dazu, also praktisch wirklich därken im Alltag zu beobachten herauszufinden, vielleicht auch als Führungskraft.

00:23:46: Das ist dann schon ganz vorne an sich da wie so ein Journal zu führen nicht nur über sich selbst sondern vor allen Dingen aus dem Beobachtungen der eigenen Mitarbeitenden welche Situation damit man da auch konkrete Beispiele hat und das rückzumelden.

00:23:59: Es bestärkt die Leute es hilft einem auch sie anders einzusetzen also wirklich entsprechend ihrer Stärken.

00:24:05: davon profitiert das Unternehmen selbst weil ja die Produktivität einfach weit aus besser.

00:24:13: Vielleicht als konkretes Beispiel meine eigene Persönlichkeit, mein eigenes Tun.

00:24:18: Ich war damals hier Personalleiterin und habe über dieses starken Profil erst später erfahren, dass ich die Stärke Analyse ganz weit hinten hab.

00:24:26: Analysel steht für Zahlen Daten Fakten wo es der Beweis in die Tiefe gehen zu wollen.

00:24:31: Ich bin eher strategisch, guck von oben auf die Themen rauf!

00:24:34: Ich gehe nicht so gerne die Gritty tief.

00:24:37: Als Personalleitern war ich verantwortlich für die Tantiemer runter alljährlich das zwölf Jahre lang hintereinander weg.

00:24:43: Ich hatte zum Glück einen Controller an meiner Seite, der hat mir immer sozusagen mich gerettet.

00:24:48: Aber es waren die schlimmsten Momente im Jahr, wenn ich in die Vorstandssitzung musste – Wirtschaftsprüfung, Steuerberatungsgesellschaft vollgemerkt – da stand kurz mit kleinen Hemd so ungefähr und eigentlich keine Ahnung von Zahlen hatte.

00:25:00: Analyse war nicht meins!

00:25:01: Das heißt, ich habe gelitten, das waren die schrecklichste Monate im Jahr.

00:25:05: Wogegen, wenn man eine Strategie einsetzen konnte?

00:25:08: Und sowas wie Aufführungsvertragsgespräche, die ja auch Teil meiner Arbeit waren….

00:25:13: Da war ich in meinen Stärken, so komisch sich das bei dem Thema anhört.

00:25:17: Aber da war ich sozusagen im Vollbesitz meiner Kräfte und da auch besser zu gucken wen setzt man wie ein?

00:25:24: Jetzt war das Teil meines Jobs.

00:25:25: aber dazu sagen okay dann schickt man die Zetsch halt mit jemandem mit ihrem Controller zusammen in die Vorstandssitzung weil die muss ja nicht alles können.

00:25:31: Die verantwortet den Prozess ist doch gut!

00:25:35: Aber da entsprechend draufzuschauen

00:25:38: Ja, also es ist praktisch ein Perspektivwechsel.

00:25:41: Also von den Defisiten oder der Beschwerde über Mitarbeitenden zu sagen hey du machst einen tollen Job und das brauchst du nicht machen?

00:25:53: Dann kommt jemand anders dann dafür rein und dann wirklich die Stärken dazu heben und in den Fokus zu setzen finde ich super!

00:26:01: Da

00:26:02: kann natürlich das Gegenargument manchmal sein ist doch nicht hier wünscht dir was.

00:26:07: Wir haben doch nur mal irgendwie ein Reparatur, da muss man halt ja klar.

00:26:11: Aber wenn du größeres Team hast kannst du trotzdem bisschen draufschauen wer macht was besser und dann auch ins Gespräch gehen darüber.

00:26:19: Ja, hast Du das schonmal Rückmeldung bekommen was sich dann verändert hat in den Teams?

00:26:23: Wenn sie so geführt wurden oder wenn diese Art von Führungskultur so alltäglich wurde?

00:26:33: Also das ist ganz ganz spannend.

00:26:35: Ich darf häufiger mit den Teams der Füllungskräfte, mit denen ich schon länger sozusagen in einer Einzelarbeit bin.

00:26:41: Dann auch Teamworkshops machen und was sich da immer sehr schätze ist das dann einzelne Mitarbeiter auch auf mich zukommen und sagen wir haben schon gemerkt dass er mit ihnen gearbeitet hat oder dass er etwas tut oder sie.

00:26:52: aber in dem Fall waren es tatsächlich Herren.

00:26:56: Okay woran denn?

00:26:58: Na ja er hat schon nochmal bewusst dazugehört Es gab jetzt mehr Möglichkeiten ins Gespräch geht, also wirklich dieses one-to-one auch mal nicht für Fachlichkeit sondern für Feedback für Individuelles zu nutzen oder auch mal nachzufragen um solche Aspekte.

00:27:13: Und das Schöne ist natürlich wenn ich dann die Möglichkeit habe mit so einem Team zusammenzuarbeiten und später nochmal zu hören was hat sich verändert?

00:27:20: Und diese Möglichkeit gibt es auch immer wieder.

00:27:23: und da erlebe ich vor allen Dingen dass die Leute sagen, dass es ganz viel mit ihnen gemacht haben an diesem Tag mitzukriegen wertigt wie Und dass diese, unsere vielzitierte psychologische Sicherheit dadurch halt wirklich nochmal gestärkt wurde.

00:27:39: Weil man einfach spürt dann darf unterschiedlich sein es ist sogar eine Bereicherung und besser zu verstehen wo stehe ich auch innerhalb des Teams?

00:27:47: Ja das ist richtig ja das ist sehr gut!

00:27:50: Das stärkt den Zusammenhalt

00:27:52: total total und die Wertschätzung für einander und auch für die Unterschiedlichkeit

00:27:57: super.

00:28:00: Also ist das schon mal ein sehr, sehr guter Ansatz um eine Kultur rumzudrehen.

00:28:08: Und ich habe das bei einigen Unternehmen erleben dürfen die das wirklich ernst gemeint haben und dann halt nicht nur als netten Tag mal einem Team geschenkt haben sozusagen sondern die das grundlegend angegangen sind unter anderem spannenderweise mein alter Arbeitgeber.

00:28:23: Die machen das seit vielen Jahren.

00:28:26: Coach ist praktisch ausgebildet auch mit entsprechender, also mit der entsprechenden Diagnostik und es kann dort jeder diese Diagnostic diesen Stärkentest machen.

00:28:36: Es werden entsprechende Teamworkshops angeboten und das macht was mit einer, also das macht etwas mit einer Organisation tatsächlich.

00:28:44: Glaub ich.

00:28:46: Das glaube ich auf jeden Fall finde ich toll.

00:28:48: Super!

00:28:53: Wie geht man oder wie gehen Führungskräfte um?

00:28:57: Wenn Du hast eben gesagt, es ist ja kein Wunschkonzert.

00:29:03: Arbeitsleben ist kein Bonnirov.

00:29:06: Wenn die Stärke der Mitarbeit wirklich gar nicht zum Job passt?

00:29:11: Was machen die da?

00:29:14: Hört man sagen dann ist von vornherein ein bisschen was

00:29:17: schiefgelaufen.

00:29:20: Aber passiert habe ich auch schon erlebt.

00:29:22: selbst sogar als Führerskraft hab' ich's erlebt dass ich nachgang dachte shit Da hast du wohl im Bewerbungsgespräch nicht so ganz deinem Bauchgefühl gefolgt, sondern das war wohl Wunschdenken.

00:29:33: Das heißt, dass kann natürlich passieren und wichtig finde ich aus der Coaching-Perspektive da so ran zu gehen, dass man den Menschen dem Mitarbeiter dann nicht verurteilt abwertet, sondern grundsätzlich – das kriegt man mit dieser starken Betrachtung über sich selbst auch mit.

00:29:53: Grundsätzlich ist jeder in seinem Angebot, in seinem stärken Set erstmal einzigartig individuell und großartig letztlich.

00:30:00: In seiner Anzeigartigkeit.

00:30:02: aber es kann natürlich ein Missmatch sein wenn der Job nicht zu dem passt was ich anzubieten habe.

00:30:08: Und dann ist es letztlich eine Führungsaufgabe zu schauen.

00:30:10: Kann ich diese Person innerhalb des Teams anders aufsetzen?

00:30:14: also gibt das Team andere Aufgaben her die dann entsprechend dumm verteilt werden können.

00:30:20: Und wenn nicht, dann halte ich es für die Führungsaufgabe darüber zu sprechen.

00:30:24: Das tatsächlich auf eine gute Art und Weise rückzumelden also nicht abwerten, du kannst es nicht, du taugst nicht sondern ich sehe deine Stärken in anderen Bereichen nämlich und dann hoffentlich ein paar Beispiele zu haben und das passt schlichtweg nicht zu den Anforderungen hier.

00:30:39: Also müsste ich zum Beispiel keine Ahnung einen Steuerberatungsbüro arbeiten unter dem lieben langen Tag irgendwelche Zahlen eindatteln und nur solche ... ja, auch da ... Flausibilitätsrechnung machen.

00:30:54: Ich wär verloren!

00:30:55: Und ich würde eingehen wie eine Prieme.

00:30:57: Wenn mir das dann jemand rückmeldet kann das doch auch total erleichtern sein?

00:31:03: Genau.

00:31:04: Dann mit dem hilfreichen Hinweis aber ich sehe deine Stärken meinetwegen eher im Kommunikativen.

00:31:09: oder wenn du hier was vorstellst, du stellst dich da einfach vor die anderen und kannst reden also dann hoffentlich noch mit dem Geschenk eine weitere Stärke aufzuzeigen.

00:31:19: Und vielleicht, ich finde die Frage sehr schön, wie man da mit dem Umfeld ... Da kennen viele diesen und wer es nicht kennt kann ich's dir empfehlen dieses kleine Filmchen von dem Eckart von Hirschhausen.

00:31:31: Er erzählt dann eine kleine Geschichte, wie er in den Zoo geht und am Pinguin gehiege steht und praktisch die Pinguine beobachtet und der Pinguinen am ... Am... Auf der Erde also am Land Denkt er so, oh Mensch was für ein paar mal kleiner Kerl.

00:31:47: Da hat der liebe Gott doch einiges vergessen.

00:31:49: ja kurze Hals, kurze Beene also da läuft es ja irgendwie nicht kürzer Ärmeltchen sozusagen kaum Flügel.

00:31:55: Was ist das denn?

00:31:56: Und dann beschreibt der springt der Pinguin ins Wasser und gleitet mit einer Eleganz dadurch Robacke Also anders umfällt und die Stärken können sich entfalten und dieser Pinguina ist immer ein wunderschönes Beispiel dafür.

00:32:10: Ja ganz genau Man kann es gerade an diesen Bildern gut festmachen.

00:32:15: Ja,

00:32:16: gerade an den Tierbildern.

00:32:22: Wir haben eben schon mal darüber gesprochen, dass so dieser gute Fokus

00:32:27: oder

00:32:28: der gute Vorsatz sich auf Stärken zu konzentrieren auch unter Druck sehr schnell flöten gehen kann.

00:32:36: Wie können Führungskräfte das denn noch schützen?

00:32:40: Hast du das auch schon einmal gehabt, dass sie sagen Mensch wie bleibe ich denn da drin?

00:32:43: okay die Die Anforderungen werden mehr.

00:32:46: Der Druck nimmt zu, ich möchte da nicht rausfallen.

00:32:50: Ich finde den Begriff Schutz schon mal sehr schön und würde denen gerne aufgreifen.

00:32:57: Tatsächlich so ein Schutzmechanismus eine Schutzschicht sich selber zu bauen Und auch da geht es wieder über das Bewusstsein bei Selbstführung.

00:33:08: wie wir wissen fängt ja so viel mit diesem Bewusstsein an.

00:33:11: der erste Schritt ist sich dessen überhaupt bewusst zu sein, aus der Automatek rausgekommen.

00:33:16: Aus dem Automatismus und ... Der Automatismus ist halt zwischen Reizreaktionen liegt der Raum ne?

00:33:22: Und wir gehen schnell hup zur Reaktion rüber Muster alles klar hier wird es eng.

00:33:28: also möchte ich wieder kontrollieren Sich dessen bewusst zu seien und diesen Raum zwischen Reize und Reaktions zu nutzen um sich deutlich zu machen.

00:33:36: ah!

00:33:37: Ich wusste doch Wenn es eng wird, dann fange ich wieder an zu kontrollieren und das spüre ich auch im Körper.

00:33:43: Weil meist merken wir dann, da wird's auch hier irgendwo eng, vielleicht in der Brust, im Bauch, im Nacken.

00:33:49: Das heißt, im Coaching würde ich immer mit einer Führungskraft daran arbeiten.

00:33:53: was sind die Signale?

00:33:55: Nicht nur im Außen was kannst du beobachten sondern bei dir selber!

00:33:58: Was sind so genannte somatische Signale also körperliche Signale wo du spürst hier wirds grad eng.

00:34:05: Und Achtung wenn es eng Wie agierst du dann übrigerweise?

00:34:09: Und dann stichwort Schutzschicht, praktisch anders zu reagieren und diesen Raum zum Nutzen der Zwischenreizendreaktion liegen kann wenn wir ihn nennen uns nehmen.

00:34:19: Ja sehr schön!

00:34:20: Du sprichst von diesem Raum den wir uns nehmen sollen, den Frühungskräften sich bewahren sollen.

00:34:28: aber wie können sie diesen Freiraum sich schaffen in einem sehr getakteten Umfeld oder in einem sehr straffen Tagesablauf, so wie du ihn ja auch kanntest.

00:34:37: Weil das ist die Krux!

00:34:42: Das ist absolut die Kluxte was ich selber erfahren habe und da bin ich froh drum weil ich dadurch immer das Gefühl hab ich weiß ein bisschen wovon ich spreche und war sie letztlich auch.

00:34:51: Begleit mit Führungskräften und mein Tipp ist tatsächlich auch basierend auf meiner eigenen Erfahrung schafft euch Rahmenbedingungen schafft Euch Routinen.

00:35:01: Und jetzt ist nicht jeder ein Fan von Routinen.

00:35:03: Ich hab die Disziplin, die dafür steht in dieser Stärkendiagnostik auch ganz weit hinten und ich sag's so trotz spüre ich das gewisse Routine für mich wirkliche Leitplanken sind.

00:35:12: Das heißt zu schauen wie gestalte ich die Zeit unmittelbar nach dem Aufstehen?

00:35:17: Der Wecker klingelt.

00:35:17: wenn ich noch kleine Kinder habe bin ich sehr fremdbestimmt.

00:35:20: Ich weiß werde ich vielleicht durch die Kinder geweckt.

00:35:23: Ich habe das früher so gelöst dass ich vor der ganzen Familie aufgestanden bin.

00:35:26: Das waren dann zwar arg früh Aber um wirklich bewusst mir diese Umstände zu schaffen, wo ich nochmal kurz bei mir einchecke.

00:35:33: Kurz nochmal gucke.

00:35:34: Das ist mir heute wichtig.

00:35:35: Möchte ich vielleicht auch noch mal ein bisschen Stretching oder irgendwas machen?

00:35:38: Trinken rohen Kaffee oder whatever!

00:35:40: Also kleine Routinen sich zu schaffen die machbar sind... Es geht jetzt nicht gleich wieder um eineinhalb Stunden Yoga im Yoga-Studium.

00:35:48: Studio was auch toll ist aber kleine Machbare Routinnen in den Alltag zu integrieren Und die nach Möglichkeit auch zu Non-negotiables machen.

00:35:57: Also wirklich zu etwas, was seinen stattfinden muss.

00:36:01: und wenn es dann vielleicht noch die kurze Abendspaziergang ist um den Blog alleine oder mit einem Partner um nochmal runterzukommen und nochmal kurz es wirken zu lassen.

00:36:10: Wichtig ist dieser aus meiner Erfahrung dieser Check in bei sich selbst weil denen habe ich Monate, wenn nicht sogar Jahre vor meinem Burnout vernachlässigten hatte dadurch überhaupt gar keine Antenne mehr zu mir selbst und zu meinen eigenen Bedürfnissen.

00:36:26: Genau, dieses sich verlieren.

00:36:29: Und wenn man sich einmal verloren hat dann hat man auch gar keine Planken mehr.

00:36:33: Dann ist das wirklich im Wild, im luftleeren Raum.

00:36:41: Oder kann es in jedes Extrem reingehen?

00:36:43: Total!

00:36:44: Und dann kommen wir ins Funktionieren.

00:36:45: Das funktionieren kann ja auch eine Zeit lang zur Friedenstellen sein weil man auch Ergebnisse hat.

00:36:51: Aber wenn das funktionieren, damit einen hergeht und dass es meist so, dass wir kein Bewusstsein mehr für uns selbst um unsere eigenen Bedürfnisse haben.

00:36:58: Dann recht sich das irgendwann.

00:37:00: also es braucht wirklich diese Es wird auch Empathie genannt mit dem großen i nicht mit dem e praktisch dieser Antenne zu sich selbst immer wieder die nachzuschärfen Und da helfen diese kleinen kleinen Routinen bei und das kann dann auch einfach.

00:37:13: ich nennst die Stopptaste.

00:37:15: Wenn man ein paar mal am Tag kurz mal innehält es dauert nicht lang und sich fragt wie geht's mir grad Was brauche ich?

00:37:21: Und habe ich eine Bitte an mich oder jemanden anderen Fenster öffnen, Kaffee trinken.

00:37:26: Noch mal einen Gang um Block oder was auch immer so dieses sich selber wichtig genügend nehmen.

00:37:32: Ja absolut.

00:37:34: Gibt es etwas, was du auch schon damals während deiner Konzernkarriere gerne gewusst hättest?

00:37:45: Da bin ich moment ruhiger.

00:37:49: Was du heute weißt wo du sagst Wenn ich das damals gewusst hätte, wäre mir auch viel erspart

00:37:56: gewesen.

00:37:57: Ich glaube, ich bin weswegen moment ruhiger weil dieses Wissen noch nicht das Verstehen sozusagen gewesen wäre und ich glaube ich wusste schon vieles aber ich hatte es noch nicht verstanden und dafür brauchte es dann die eigene Erfahrung.

00:38:11: und mein wichtigster Schlüssel in meinem Erleben und der mir damals glaube ich sehr geholfen hat, hatte... Das hatte ich damals aber noch nicht.

00:38:19: so ist das Thema Selbstmitgefühl, es ist ein komisches Wort im Englischen Self-Compassion und heißt letztlich nichts anderes als sich selbst liebevoll mit am Bord zu haben.

00:38:29: Sich selber sozubegegnen wie wir nach guten Freundinnen begegnen.

00:38:33: Und ich war häufig sehr hart zu mir selber.

00:38:36: Ich habe häufig mir viel abverlangt und hatte wenig Verständnis für Schwäche oder für... Es geht mal nicht!

00:38:43: Und ich glaube dieser liebevolle Umgang mit mir selbst, das hätte ich gerne vorher gewusst und verstanden

00:38:50: Ja, stimmt.

00:38:52: Jetzt hast du dich... jetzt bist du sehr selbstbestimmt und erfüllt zufrieden in deiner Selbstständigkeit, hast aber auch eine anspruchsvolle Selbstständigkei, ne?

00:39:03: Du hast eine Akademie aufgebaut!

00:39:05: Das ist ja auch schon eine ordentliche Struktur.

00:39:08: Absolut.

00:39:09: Und da erlebst du wieder eine meiner Stärken die ich beständig händeln darf weil ich nicht nur eine Vielleisterin ein Gernleistern bin sondern jemand, der gerne immer wieder Neues erschafft.

00:39:21: Also in dieser Stärkendiagnostik mit der ich viel arbeite, der Cliftonstrength von Gallop nennt sich das die Höchstleistung und die steht für euch, nennt es liebevoll den Diamantenschleifer also tatsächlich was in die Hände zu bekommen.

00:39:34: du bist da auch glaube ich auch so ein Typ wenn ich das mir so angucke was du alles in die Welt bringst da immer wieder zu gucken weiter dran zu feilen und was ja auch neue Themen in die welt zu bringen und das stimmt dass ist Auch anspruchsvoll, also viele sagen mir auch immer was du noch alles machst und podcast.

00:39:52: Und eigene Akademie jetzt seit fünf Jahren aber es ist etwas das mich zutiefst erfüllt.

00:39:57: Also was einfach auf meinen Lebenssinn einzahlt weil ich damit das Gefühl habe wirklich wirksam zu sein.

00:40:05: Es ist weniger dieses Jetzt muss ich mir noch irgendwas anheften oder noch was erreichen als Ich bin getrieben von der Wirksamkeit Und ich spüre, dass sich über diese Wege eine höhere Wirksamkeit erreichen kann.

00:40:18: Und irgendwann hat das eins zu eins Coaching halt nicht mehr ausgereicht.

00:40:21: auch wenn mein Mann mir immer wieder sagt macht doch mal nur Coaching weil er denkt so ein spannter für ihn glaube ich.

00:40:30: Ja ja toll aber es erfüllt dich man.

00:40:32: das ist ja das wichtigste.

00:40:33: also wenn das erfüllt dann ja ja dann ist das hier auch nicht.

00:40:37: dann empfindet man das auch nicht als wer weiß wie anstrengt oder wer weiß die schwierig oder wer weiss was finde.

00:40:44: Ja, das ist ein Nummer.

00:40:45: Obwohl es natürlich schon komplex oder eine Hausnummer ist aber... Es fordert allen dann positiv, ne?

00:40:52: Total!

00:40:53: Also was ich allein anstrengend empfinde und ich glaube dass geht vielen Selbstständigen so ist dafür Werbung zu machen.

00:40:59: Ich kann das wahr also auch diese LinkedIn-Geschichten und so.

00:41:02: Das geht mir schon von der Hand.

00:41:04: Aber ich finde immer so, warum muss ich da für Werbung?

00:41:06: Ist doch klar, dass es gut ist Und das find' ich anstrendend.

00:41:17: Was ist für dich der größte Vorteil, jetzt so selber zu gestalten?

00:41:22: Also vorher im Angestellten da sein.

00:41:26: Da hat man so eine Jobdescription und man hat die Ziele... was ist jetzt der große Vorteil?

00:41:37: Ich würde es mal so packen ich spüre mich selbst.

00:41:40: Ich glaube, ich habe mich vorher in vielen Momenten auch gespürt.

00:41:42: Weil ich wahnsinnig gerne das gemacht hab und was ich gemacht hab.

00:41:45: In vielen Momenten war ich voll in meinen Stärken und dann kommen ja diese Flohmomente.

00:41:49: Dann fühlen wir uns ganz eins mit dem, was wir tun.

00:41:52: Das hatte ich punktuell damals auch.

00:41:54: Und trotzdem war ich massiv fremdbestimmt häufig im Funktionieren um überhaupt die Masse zu schaffen.

00:42:01: So wie es mir jetzt aufgestellt hat, dass er nicht vom Himmel gefallen ist, sondern man hat sich selber über Jahre hinweg aufgebaut... Wusst du damals oder noch nicht, wo es hingeht?

00:42:10: Aber es fühlt sich eines zum anderen.

00:42:13: Das fühlt mich einfach total nach mir an richtig an und ich spüre mich selbst und das fühlt dich gut an.

00:42:20: Und das hört sich jetzt vielleicht so ein bisschen egozentriert an, so meine ich's wirklich nichts sondern ich glaube ist hat einfach was von Erfüllung.

00:42:27: Sehr schön!

00:42:27: Ja dann ist der richtige Weg.

00:42:29: ja dass ist das.

00:42:30: das ist er das Gefühl was bestätigt.

00:42:32: na Es ist das richtig gerne absolut.

00:42:37: Letzte Frage, Nicole.

00:42:38: Welche Botschaft ist dir heute am wichtigsten?

00:42:41: Was möchtest du unbedingt

00:42:43: weitergeben?".

00:42:46: Ich möchte tatsächlich diese Botschaft weitergeben!

00:42:49: Leute, schaut euch mal mit Unterstützung eures Stärken an – damit meine ich nicht zwingend einen Coach, es kann auch so einer am marktüblichen Testsverfahren sein, da gibt es viele und die haben alle ihren Wert.

00:43:03: aber beschäftigt euch einmal wirklich damit Und macht euch deutlich mit was ihr automatisch eher am Start seid, was ihr der Welt bietet und wo ihr aber manchmal vielleicht auch drüber strauchelt.

00:43:17: Weil da fängt für mich die Magier der Stärkenarbeit an sich das nicht nur an zu heften wie irgendwelche Labels ich kann das dass das sondern tatsächlich zu gucken okay und wie setze ich das jetzt ein?

00:43:28: Wie dosiere ich das vielleicht auch?

00:43:30: Am eigenen Beispiel von mir habe ich das ja immer wieder reingebracht da tatsächlich auch zu gucken mit diesem Mischpult, mit diesen Reglern zu spielen und dadurch voll in die eigene Kraft zu kommen.

00:43:39: Es lohnt sich!

00:43:40: Also das kann ich einfach nur jedem ans Herz legen.

00:43:43: Sehr schön sehr inspirierend, sehr wohltuend und sehr positiv.

00:43:48: Vielen lieben Dank Nikol für die Zeit, für das tolle Gespräch.

00:43:52: Das hat mich sehr gefreut, sehr spannend.

00:43:55: Wunderbare Message und wunderbare Arbeit, die du machst ganz toll.

00:43:58: Danke sehr.

00:43:59: Danke dir Simone für die wundervollen Fragen, danke schön.

00:44:09: Ich bin Simona Deckers und das ist der The Paths of Purpose Podcast.

00:44:15: Connecte mit mir auf LinkedIn und Instagram, auch dort findest du das neueste zu Leadership & Power pur!

00:44:22: Buche dir ein Beratungsgespräch mit mir wenn Du mehr über gute Führung und Leadership wissen möchtest.

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