Geschäftsmodell Menschlichkeit: Wie Werte ein Familienunternehmen transformieren
Shownotes
Nach Stationen in der Unternehmensberatung und der Gründung ihres eigenen Unternehmens, folgte Dr. Caroline von Kretschmann ihrem inneren Kompass und ging zurück zum Europäischen Hof in Heidelberg, das Fünf-Sterne-Hotel ihrer Familie mit über 150 Jahren Geschichte. Das Familienhotel wurde ihre Berufung und ihr Kraftplatz.
Mit einer selbst eingeschätzten Erfolgswahrscheinlichkeit von zehn Prozent wagte sie den Schritt in die Luxus Hotellerie und leitet erfolgreich seit 15 Jahren als geschäftsführende Gesellschafterin den Europäischen Hof mit einer klaren Vision von Servant Leadership: nicht der Gast, sondern das Team steht an erster Stelle.
Ihre revolutionäre Entscheidung nach diesen Werten zu leben und ihre Kolleginnen und Kollegen in den Mittelpunkt zu stellen ist bestechend einfach. Das Gasterlebnis kann niemals besser sein als das Erleben derjenigen, die es schaffen. Diese Erkenntnis klingt einfach, verändert aber alles. Die Herzlichkeit und der authentische Service der Mitarbeitenden sind heute der größte Unterschied und Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern. Diese Zugewandtheit gibt es schon seit Generationen im Europäischen Hof, doch heute ist es eine bewusste Ausrichtung und Entscheidung, Exzellenz mit Menschlichkeit zu verbinden.
Dr. Caroline von Kretschmann‘s Mission ist es, das herzlichste Hotel Deutschlands zu sein und einen Ort zu schaffen, an dem Menschen glücklich sind und glückliche Momente erleben. Sie definiert Luxus nicht über die materielle Ausstattung, sondern über menschliche Faktoren, wie Zeit, Präsenz, Vertrauen, Empathie und Interesse am Menschen. Jeder ist willkommen. Diese Faktoren sind die Grundlagen, um Gäste wirklich zu berühren. Statt Profite zu maximieren und in kurzfristigen Quartalsberichten zu denken, schafft hier werteorientierte Führung nachhaltigen, echten Erfolg.
Während der Corona Krise gab Dr. Caroline von Kretschmann eine Beschäftigungsgarantie für 165 Mitarbeiter, darunter 35 Auszubildende. Sie nahm sogar einen privaten Kredit auf, anstatt jemanden zu entlassen. Das schuf psychologische Sicherheit und extreme Loyalität. Nach der Krise konnte das Team sofort durchstarten, während Mitbewerber heute immer noch mit Personalaufbau kämpfen.
Doch auch Konflikte sind nicht zu vermeiden. Sie werden als transformative Ressourcen gesehen, die Wachstum ermöglichen. Empathische Gespräche zeigen Mitarbeitenden, welche Verhaltensweisen passen und welche nicht. Faire Behandlung und transparente Regeln, etwa bei der gerechten Verteilung von Wochenendschichten, motivieren die Mitarbeitenden. Werte werden gelebt und nutzen niemanden, wenn sie nur hohle Worthülsen sind.
Während der Covid Pandemie startete Dr. Caroline von Kretschmann Social Media Kanäle, um sich wirkungsvoll zu fühlen und positive Energie ins Team und in die Welt zu bringen. Heute erzielt sie als Social Media Star mit ihren humorvollen Inhalten - alles selbstgemacht, keine Agentur! - massive Resonanz und zieht 10-15 Prozent ihrer Gäste durch ihre digitalen Kanäle an. Spoiler: die Teilnahme der Kolleginnen und Kollegen an Social-Media-Inhalten ist freiwillig. Alle Mitarbeitenden, die möchten, werden unabhängig von ihrer Position, in die Kommunikation miteinbezogen.
Ein traditionsreiches Hotel zu führen bedeutet, intelligent zwischen Erbe und Innovation, bewährten Elementen zu bewahren und mutigen Veränderungen durch Dinge in Frage zu stellen, zu navigieren. Ihr Grand Hotel verkörpert als modernes Haus keine verstaubten Traditionen, sondern menschliche Begegnungen und Werteorientierung.
In unserem Gespräch zeigt Dr. Caroline von Kretschmann, wie dienende Führung, Menschlichkeit und wirtschaftlicher Erfolg zusammenpassen und wie Werte sich nicht nur in schwierigen Zeiten beweisen, sondern auch die Welt ein Stück besser machen.
In unserem Gespräch hörst Du:
durch welchen Auslöser Dr. Caroline von Kretschmann zurück ins Hotel nach Heidelberg gefunden hat,
wie sie Fairness, Feedback und Werte in der Mitarbeiterkommunikation jeden Tag umsetzt,
wie sie Social Media taktisch einsetzt und durch starkes Storytelling zum Businessfaktor macht,
welche Reaktionen ihre Kommunikation und Positionierung in ihrer Branche und in der Welt auslösen,
wie sie technische Expertise, psychologisches Verständnis und handwerkliche Kenntnisse zusammenbringen muss.
Viel Spaß und viel Inspiration!
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Mehr zu Dr. Caroline von Kretschmann findest Du hier: Hotel: www.europaeischerhof.com LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/caroline-von-kretschmann/ Instagram: https://www.instagram.com/carolinevonkretschmann/
Transkript anzeigen
00:00:13: Herzlich willkommen zum The Path of Purpose Podcast.
00:00:17: Dein Podcast für Leadership, große Visionen und Persönlichkeitsentwicklung!
00:00:22: Ich bin Simona Deckers, Leadership-Advisor und Gründerin von Shanti Company.
00:00:27: Meine Mission ist es Menschen mit zeitlosen Lebens- und Erfolgsprinzipien zu empowern ihre Visionen libendig werden zu lassen und ihre Leadershippotenziale zu entfalten.
00:00:39: Leadership und persönliche Weiterentwicklung sind die Fähigkeiten, die uns Sinn erschließen, uns privat- und beruflich weiterbringen – und erfüllen.
00:00:49: Das bringt dir dieser Podcast näher!
00:00:52: Du hörst faszinierende Interviews mit Fortledern, inspirierenden Menschen, die über ihre Visionen aber auch über ihre Erfahrungen und Herausforderung in ihrem Leben sprechen.
00:01:05: Du bekommst transformierende Impulse Hörst Diskussion, die den Nerv der Zeit treffen und bekommst Antworten auf die großen Themen und Fragen von Wirtschaft und Gesellschaft.
00:01:16: Es gibt auch Solo-Folgen mit mir zu aktuellen Leadershipthemen!
00:01:20: Mit diesem Podcast möchte ich dich inspirieren, mitreißen und motivieren für ein Leadership, Innovation und Entwicklung.
00:01:28: Mach dir Notizen und stell dich auf Aha-Momente ein.
00:01:32: Teile diesen Podcast mit deinen Freunden und Kollegen – Die Welt braucht mehr gutes Leadership Den Fokus auf Lösung und Positivität.
00:01:40: Los geht's!
00:02:16: Herzlich willkommen zum The Paths of Purpose Podcast, Dr.
00:02:19: Caroline von Kretschmann, geschäftsführende Gesellschaft darin des Europäischen Hofes in Heidelberg.
00:02:25: Herzlich Willkommen.
00:02:27: Guten Tag liebe Frau Deckers.
00:02:28: ich freue mich eingeladen waren zu sein.
00:02:30: Ja
00:02:31: und ich freu mich sehr auf das Gespräch mit Ihnen und starten wir doch mal sofort mit
00:02:37: Ihrem Weg
00:02:38: im Familienunternehmen.
00:02:40: Sie
00:02:41: Ganz anderen Weg erst eingeschlagen, hatten ihr eigenes Unternehmen in Berlin gegründet.
00:02:45: Was hat sie bewegt den Weg zurück nach Heidelberg zu finden?
00:02:50: In das Familienunternehmen zu gehen und auch andere Karrieren oder das, ich sag mal, ihr früheres Leben zurückzulassen?
00:03:00: also eigentlich müsste man da viel weiter vorne noch anfangen.
00:03:03: nämlich was hat mich eigentlich dazu bewegt nicht ins Familienunternehmung einzusteigen?
00:03:07: weil wir sind ja eines der wenigen privat geführten fünf Sterne-Hotels in Deutschland, die es noch gibt.
00:03:14: Und meine Eltern waren damals als ich sozusagen nach dem Abitur und meine Mutter wir uns fragten was machen wir jetzt schon die dritte Generation?
00:03:23: Und das ist ja häufig so dass dann Die Nachfolger schon vorbereitet werden auf den Einstieg ins Familienunternehmen.
00:03:29: und Wir hatten die besondere Situation Dass wir in einem sehr kompetitiven Markt sind mit einem Produkt Was hier eigentlich nicht hingehört nämlich ein fünf Sternerprodukt In eine Kleinstadt wie Heidelberg mit oder ist also mittelgroßen Stadt aber mit hundertsechzig tausend Einwohnern ohne internationalen Flughafen, ohne Messung, Kongresszentrum.
00:03:48: Ohne Einkaufsmöglichkeiten der großen Brands.
00:03:50: Also alles Dinge die eigentlich einen fünf Sterne Gast sich wünscht.
00:03:55: und wir konnten damals schon jedes Jahr scheitern mit dem Betrieb und deswegen haben meine Eltern meinen Bruder und mir nagelegt erst mal was Eigenes zu machen, was wir dann auch gemacht haben.
00:04:05: Also wir haben beide eine Bank Lehre gemacht, BWL studiert Und dann habe ich nach meinem Studium bei einer großen Unternehmensberatung angefangen in Münchendern.
00:04:16: Nach vier Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und war tatsächlich in meinem eigenen Unternehmen.
00:04:21: Jetzt komme ich zurück zu Ihrer Frage, was hat mich bewogen jetzt zurückzukehren?
00:04:26: Es war eine Phase, in der meine Eltern eben sich auch Gedanken gemacht haben über eine Nachfolge.
00:04:32: oder was macht man ... Die waren damals fünfundsechzig.
00:04:35: Was passiert mit dem Betrieb?
00:04:37: Und dann haben sie meine Lebensgefährtin mich gefragt, ob wir es machen wollten.
00:04:41: Wir waren aber beide in Berlin sehr glücklich, hatten dort beide unsere Aufgabe auch gefunden.
00:04:48: also ich hatte eben mit einer Kollegin damals eine eigene Unternehmensberatung gegründet die mittlerweile dann auch fünfzehn Kolleginnen und Kollegen hatte.
00:04:55: Meine Lebensgefärtin hat schon ihr eigenes Business aufgebaut, die systemische Beraterin und sehr erfolgreicher Coach und waren dort verbunden auch mit unseren Freunden in Berlin eben dieser Stadt und wir haben dann erst mal nein gesagt, was meine Eltern sehr gut aufgenommen haben.
00:05:14: So wie damals vor vierzig Jahren auch schon gesagt hat Hauptsache ihr seid glücklich!
00:05:18: Wir werden eine andere Lösung
00:05:18: finden.".
00:05:19: Und ich habe nach einem Jahr gemerkt dass sich diese Entscheidung gegen den Eintritt ins Familienunternehmen nicht gut angefühlt hat.
00:05:28: Es ist sehr beeindruckend welchen Sog oder welche Anziehungskraft-Familienunternehmen auf ihre Nachfolgerinnen ausüben können.
00:05:38: Und es war in unserem Betrieb eben auch so und ich habe dann meinen Eltern gesagt, ich möchte mir doch mal angucken.
00:05:44: Ich hab keine Verpflichtungen den Eltern gegenüber gespürt sondern dem Unternehmen.
00:05:51: Das war einfach ein Gefühl, ich muss mich wenigstens mal angucken.
00:05:56: Ich bin aber reingegangen mit einer Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent, habe ich auch sehr transparent gesagt Und dann habe ich mich aber auf den Schlag in dieses Unternehmen, das Team und auch in die Branche verliebt.
00:06:08: Und so bin ich jetzt seit über fünfzehn Jahren hier auch sehr glücklich.
00:06:13: Also das war dann dieser Moment?
00:06:15: Das ist meine Aufgabe, dieses tiefe Gefühl auf Amazon wie ein Flash-Stand.
00:06:19: Ja, das ist es dann also.
00:06:21: Obwohl das... War das so?
00:06:22: Muss man sich das so vorstellen oder hat das länger gedauert?
00:06:25: Oder war das wirklich der Moment?
00:06:28: Es ist doch etwas was mich ganz stark.
00:06:30: zieht so ein Anker, der mich immer wieder zurückholt oder...
00:06:34: Also es war schon vom ersten Moment ein sehr starkes Gefühl tatsächlich und Familienunternehmen sind ja sehr spezielle Konstruktionen.
00:06:41: Nämlich diese Verbindung von Unternehmen und Familie und ist das immer auch sehr stark emotional aufgeladen.
00:06:46: aber ich habe tatsächlich sofort
00:06:48: gespürt
00:06:49: dass hier was anders ist.
00:06:51: also irgendwie hab ich immer mehr Energie bekommen als ich gelassen habe und relativ schnell gespürt dass sich hier tatsächlich an meinem eigentlichen Kraftplatz bin.
00:07:01: Ich habe es mir natürlich auch nochmal erarbeitet.
00:07:03: Ich bin nicht sofort hierhergekommen und hab gesagt, ich bin jetzt hier die Chefin und hab alles sofort im Griff sondern hat mich sehr demütig in das Unternehmen, auch in die Branche eingearbeitet, habe aber immer mehr gemerkt
00:07:17: wie
00:07:18: sehr ich hier
00:07:19: aufgehe
00:07:20: und es ist wirklich sehr besonders... zu spüren, wenn man an seinem Kraftplatz ist und ich gehe hier jeden Morgen rein und freue mich auf die Arbeit.
00:07:30: Und freue mich auch das Team.
00:07:32: Freu mich auf das was ich mache und es ist nicht immer einfach.
00:07:34: also wir haben eine herausfordernde Aufgabe hier diesen Betrieb zu erhalten und es gibt auch mal wieder schwere Situationen.
00:07:42: Wir hatten auch schon Krisen Corona war jetzt die größte Die Ich Jetzt mit erlebt habe.
00:07:47: aber wir stecken auch aktuell wieder in einer sehr schwierigen Situation.
00:07:50: Das heißt Nicht dass Es Immer leichtes Aber eben eine sehr berührende und auch befriedigende und glücklich machende Situation, wenn man wirklich seinen Platz gefunden hat.
00:08:02: Und ich weiß dass das ein Großprivileg ist.
00:08:05: aber wir versuchen hier auch mit unserer Unternehmenskultur unsere Führungsansatz eben einen Ort zu schaffen an dem es nicht nur die Familie so spürt sondern eben auch die Kolleginnen und Kollegen, die mit uns hier arbeiten.
00:08:18: Interessant ist ja... Ich meine Sie sind da ja aufgewachsen!
00:08:20: Sie hätten ja auch sagen können Es war immer mein Kraftort.
00:08:22: Aber das haben sie dann später gesagt, als dann diese Nachfolge anstand.
00:08:26: Dann hat sich irgendwie ihr Blick oder Ihr Herz für das Unternehmen also das Hotel dann nochmal geändert.
00:08:34: So hört sich das jetzt
00:08:34: an ja?
00:08:35: Ja absolut!
00:08:36: Also ich hatte tatsächlich nie das Ziel hier mal im Familienmitglied zu enden sondern ich hatte wirklich die Möglichkeit mich ganz frei zu entwickeln und hatte diesen Freiraum was Eigenes zu machen.
00:08:52: und auf einer Ebene ist es auch kein weg gewesen vom Familienbetrieb, sondern dann... Es war wie eine Vorbereitung auf das, was dann kam.
00:09:01: Der Blick hat sich da nochmal geändert.
00:09:04: ich hatte schon immer auch Respekt davor diese Aufgabe zu übernehmen.
00:09:08: Das war wahrscheinlich auch einer der wesentlichen Gründe warum mich damals abgelehnt habe weil Ich in der vierten Generation nicht diejenige sein wollte die diesen Betrieb der über über hundertfünfzig Jahre erfolgreich von einer Generation zur nächsten übergeben wurde und sich Herr Mark gehalten hat, in den Ruin zu führen.
00:09:26: Und was eben bei uns immer auch eine realistische Möglichkeit ist.
00:09:29: Und dieser Respekt davor – ich will jetzt nicht Angst nennen, aber Respekt Davor hat mich auch zurückgehalten hierherzukommen.
00:09:38: Ich habe dann erst später eben den Blick öffnen können, was das alles bietet für mich und welches Entwicklungsfeld es für mich auch bietet Dann kam die Liebe tatsächlich erst später, glaube ich dazu.
00:09:54: Was hat Ihnen geholfen doch dann später in dieser sehr traditionsreichen Hotelleriebranche?
00:10:00: In diesem alteingesessenen Familienunternehmen auch anzukommen?
00:10:06: Geholfen habt mir bestimmt auch die Freiheit, die mir meine Eltern gelassen haben mich wirklich selber zu entscheiden.
00:10:13: also Ich habe keinen Druck gespürt von denen hier reinzukommen und man kann ja viel leichter zu etwas Ja sagen wenn man nicht dazu sozusagen bewogen wird jetzt, sondern wirklich es aus freien Schritten macht.
00:10:25: Geholfen hat mir bestimmt auch was ich von meinen Eltern schon von ganz früh mitbekommen habe als Kind in einem Familienunternehmen aufzuwachsen ist ja so dass man immer eigentlich ein zusätzliches Geschwisterteil hat das mit am Tisch sitzt, was auch sehr viel Aufmerksamkeit bekommt weil es natürlich vierundzwanzig Stunden am Tag, dreieinhalb bis sechszehn Tage im Jahr läuft.
00:10:47: und ich hab eben gesehen wie meine Eltern agiert haben hier im Betrieb, mit welchen Werten?
00:10:53: Mit welchem Führungsverständnis.
00:10:56: Und da habe ich mir bestimmt sehr viel abgeschaut was sich später auch in ganz anderen Branchen eingesetzt habe aber dann natürlich auch mir hier geholfen hat.
00:11:04: und natürlich hat mir auch alles geholpen das ich im Vorfeld auf ganz anderen Wegen gelernt habe also beispielsweise meine Tätigkeit in der Beratung.
00:11:14: zusätzlich habe ich noch mal eine Ausbildung gemacht zum systemischen Berater & Coach Anrat meiner Lebensgefährtin und das hat mir auch sehr viel geholfen.
00:11:22: Und alle diese Faktoren zusammen waren es, glaube ich, die mir dann den Mut gegeben haben wirklich reinzugehen und mich langsam in diese Verantwortung wirklich reinzuarbeiten.
00:11:36: und schließlich nach ein paar Jahren ... Ich habe mich ja erst mal als Leiterin Marketing- und Vertrieb hier reingearbeitet.
00:11:44: Erstmal Projektbasiert als Abteilungsleiterin.
00:11:47: zweieinhalb Jahre später in die Geschäftsführung bin ich gegangen und mich eben so nach der Zeit dann wirklich in den Sattel zu setzen.
00:11:55: Und zu sagen, jetzt bin ich verantwortlich für diesen Betrieb und nicht nur für diesem Betrieb sondern für die Hundertfünfundsechzig Kolleginnen und Kollegen, die in diesem Unternehmen arbeiten.
00:12:05: Die sich ja auch ganz reingeben.
00:12:07: also das merkt man ja auch einfach an ihrer Haltung aber auch an der Haltung ihrer Mitarbeiter über die Videos Über das Bild, was sie transportieren auch nach außen.
00:12:17: Das kommt definitiv an!
00:12:20: Sie stellen jetzt ganz bewusst... ...das Team die Mitarbeitenden, diese Betriebsfamilie über den Gast.
00:12:28: War das schon immer so?
00:12:29: Oder was hat sie zu dieser Perspektive geführt?
00:12:32: Weil ich mein
00:12:33: Fünf-Sternhotel
00:12:34: man denkt der Gast ist König.
00:12:36: Also da hat man ja nochmal so eine ganz andere... ...ein ganz anderen Blick, was der Gast haben muss.
00:12:44: Da sagen sie jetzt, nein.
00:12:45: Für uns ist das Team.
00:12:48: Ja also es war tatsächlich auch für viele haben das als revolutionär bezeichnet was wir da gemacht haben.
00:12:56: der Ausgangspunkt war dass ich eine Kollegin hatte die mich mal in einem Abteilungsleitermedien gefragt hat ganz am Anfang Ich bin im Jahr eingestiegen und im Jahr zwölf da war ich ganz frisch.
00:13:06: dann in der Geschäftsführung Hat sie mich gefragt wo wollen wir?
00:13:13: Und ich hatte nicht sofort eine Antwort und das war für mich als ehemalige Strategie- und Organisationsberaterin natürlich unfassbar peinlich, dass sich darauf keine Antwort hatte.
00:13:22: Sofort!
00:13:24: Wir haben dann einen Strategieorganisationen- und Visionsprozess gemacht intern der war ganz kurz und weil es so auf der Hand lag was uns ausmachte wohin wir wollen.
00:13:35: und da haben wir unseren Nordstern formuliert, also unsere Vision und die war wir wollen das herzlichste fünf Sterne Hotel Deutschlands werden.
00:13:44: Damals noch Stadthotel?
00:13:45: Wir haben es noch ein bisschen erweitert jetzt.
00:13:47: Und das war auch damals für viele schon etwas komisch dass wir diese dieses herzlichste Hotel zu werden in den Mittelpunkt gestellt haben.
00:13:54: Viele haben gesagt Das ist doch das spirituelle Humbug was ihr da macht und es ist Ihr seid Wirtschaftsunternehmen und ihr müsst Geld verdienen.
00:14:01: und wir haben gesagt Nein!
00:14:02: Das Beste was wir haben sind unsere Kolleginnen Kollegen die Art und Weise, wie sie mit unseren Gästen umgehen oder überhaupt mit Menschen umgehen.
00:14:10: Die das Haus betreten.
00:14:12: Und deswegen ist es eine stimmige Vision für uns weil das ist der Unterschied den wir machen.
00:14:18: Alle Hotels haben gute Infrastruktur in dem Segment alle haben auch bestimmte Tools und diese anwenden.
00:14:24: aber dass was uns ausmacht ist dieser unfassbar zugemahnte herzliche Service, den wird tatsächlich schon über Generationen auch hier praktizieren.
00:14:34: Und dann haben wir noch unsere Mission formuliert, nämlich einen Ort zu schaffen an dem Menschen glückliche Momente erleben.
00:14:40: Da war ganz schnell klar, dass wir gesagt haben das beginnt mit unseren Kolleginnen und Kollegen die für uns das Beste sind was wir haben und die stehen eben vor dem Gast und weit von den Unternehmen weil wir der Überzeugung sind, dass das Erlebnis des Gastes nie besser sein kann als das Erleben der Menschen die hier dieses Erlebnes schaffen.
00:15:02: Und ich sage es immer wieder und muss sagen, das hat nichts Transaktionales.
00:15:06: Also wir sind nicht nett zu unseren Kolleginnen und Kollegen die wir übrigens bewusst Kolleginnen und Kolleginnen nennen und nicht mitarbeiten um zu signalisieren dass wir mit ihnen auf Augenhöhe sind.
00:15:15: Wir sind nicht net zu denen damit die Netze zu den Gästen damit wir mehr Umsatz machen sondern ist uns als Herzensanliegen dass es denen wirklich gut geht.
00:15:24: Es ist irgendwie schlüssig dass wir von unseren Kolleginnen Kollegen nicht erwarten können zugewandt achtsam sind, wenn wir nicht intern genauso mit unseren Kolleginnen und Kollegen sind.
00:15:36: Und ich glaube das ist dann sehr schnell verständlich und die meisten Gäste haben das auch verstanden und als Gast spüren sie sofort wie die Stimmung in einem Betrieb ist oder auch als Klient oder egal wo man ist es Branchen.
00:15:49: übergreifend gilt es.
00:15:52: Ob da eine gute Stimmung ist ob die Kollegen sich mögen ob die gerne hierher kommen ob die Gerne Menschen glücklich machen wollen Und das ist eben unsere Aufgabe in der Führung, dass wir diese Rahmenbedehmungen schaffen.
00:16:03: Dass es unserem Team bei uns wirklich gut geht.
00:16:08: Sehr spannend!
00:16:09: Also, dass das der Nordstern auch ist für sie.
00:16:13: Diese Herzlichkeit des Glücklichseins verbindet man ja im ersten Moment nicht unbedingt mit einem fünf-Sterne-Hotel.
00:16:20: Das ist ein Weltklasse und Polyglott-Politik.
00:16:24: Da verbindet doch noch mal ganz andere Begrifflichkeiten Damit.
00:16:29: und wie gelingt es Ihnen dann, ich sag mal so das fünf Sterne Haus zu führen?
00:16:36: Was ja auch wo ja auch sehr viele Hierarchien sind in der Küche im Housekeeping.
00:16:43: Und dann gleichzeitig Ja auch diese Wärme zu transportieren also praktisch dieser Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und auch dieser Menschlichkeit.
00:16:56: Also ich glaube dass Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit kein Gegensatz sind, sondern Menschlichkeit ist eher die Voraussetzung dafür für uns wirtschaftlich zu arbeiten.
00:17:06: Das ist unser Ansatz und es ist auch unsere Erfahrung also unserer Erfahrung ist je mehr man gibt desto mehr kriegt man zurück.
00:17:13: Und diese zutiefst menschenfreundlichen zugewandte Haltung die wir haben Die stellt tatsächlich Menschen über den Profit.
00:17:22: und zugleich Es ist interessant dass diese vermeintlich soften Faktoren am Ende zu harten Fakten führen.
00:17:34: Sie sprechen zum Beispiel Hierarchien an, wir folgen ja dem Ansatz der dienenden Führung also Serbent-Leadership und wir erfahren eben dass es unheimlich kraftvoll ist sich in den Dienst von Menschen zu stellen und in deren Wachstum und Entwicklung.
00:17:49: Es bedeutet aber nicht das wir hier alles einfach nur möglich machen und jedem Wunsch erfüllen und keine Hierarchie haben klaren Regeln auch haben.
00:18:00: Also das schließt sich auch nicht aus, also wir sind hier keine Kultur in der Friedefreude Eierkultur praktiziert wird sondern wir balancieren eben Menschlichkeit mit einer Exzellenz.
00:18:15: und ich sage immer High Integrity und High Performance schließen sich nicht aus sondern bedingen sich.
00:18:22: Und wie schaffen wir das?
00:18:24: Indem einfach zunächst mal ein wirklich positives Menschenbild haben.
00:18:29: Also wir gehen jetzt erstmal davon aus, dass der Mensch gut ist.
00:18:33: Er ist nicht per se gut aber er wird das Gute gemacht und dieses positive Menschenbild kombiniert mit den Werten die wir hier im Haus leben wie Vertrauen, Integrität, Fairness, Großzügigkeit.
00:18:44: auf dieser Basis können wir dann entsprechend auch Leistungen erbringen, Exzellenz erbringen sag ich mal professionell sind und nur Exzellenz erbringen, ohne Menschlichkeit wird das häufig kalt und distanziert.
00:19:04: Und wenn sie auf der anderen Seite aber nur menschlich sind in Anführungszeichen dann wirkt es häufig dilettantisch und bemüht und es braucht beides.
00:19:15: Das heißt, wenn wir beispielsweise bei uns auch merken dass Dinge nicht funktionieren, dann sprechen wir das an.
00:19:21: also wir geben Feedback entwickeln Menschen auch und das bedeutet auch, dass wir kritische Dinge ansprechen.
00:19:30: Und dann sozusagen konstruktiv destabilisieren um Wachstum zu ermöglichen.
00:19:38: Es gehört eben beides zusammen und das funktioniert auch beides Zusammen.
00:19:44: Das ist der Grund.
00:19:45: Tenor von wirklicher Gastfreundschaft und wirklicher Hospitality ist die Kombination aus einer sehr professionellen Leistung aber kombiniert mit hohen Achtsamkeit, hohen Empathie, hohe Zugewandtheit.
00:19:58: Und dann berühren sie auch die Menschen.
00:20:01: und auf einer Ebene bin ich tatsächlich der Meinung dass in den Zeiten in denen wir uns im Moment bewegen und auf die wir auch zusteuern ist genau diese menschliche Komponente viel wichtiger als ein reiner Perfektionismus infrastrukturell beispielsweise
00:20:17: also.
00:20:18: Wir haben ein Haus es gibt seit hundertsechzig Jahren wir sind eines der wenigen Familien geführten Hotels ohne kapitalstarken Investor, das heißt wir haben natürlich einige Schwächen auch bei uns.
00:20:30: Weil wir keinen Menschen in unserem Rücken haben der uns mal zehn Millionen oder fünfzehn Millionen oder zwanzig Millionen gibt um einfach mal alles zu renovieren und wir haben andere Marktbegleiter die wir eben bewusst nicht Wettbewerber nennen haben diese Ressourcen rein kapitalmäßig.
00:20:47: aber den fehlt dann diesen diese innere Haltung dieser wertorientierte Ansatz und unsere Kolleginnen und Kollegen, die machen den echten Unterschied.
00:20:59: Und viele unserer Gäste sagen auch so einen einmaligen Service haben wir noch nie erlebt.
00:21:04: und vielleicht könnte man an der Stelle nochmal beim nächsten Mal etwas optimieren in Weltstruktur weil am Ende bleiben die Menschen wegen des Services und das finden sie eben in unserer sehr stark digitalisierten Welt immer weniger eine echte Zuwendung.
00:21:22: Und so interpretieren wir beispielsweise auch unseren Luxus.
00:21:26: Nicht als den goldenen Wasserhahn oder dem Band die von der Tür, sondern als Zeit und Aufmerksamkeit
00:21:32: wie wir
00:21:33: dem Gegenüber schenken.
00:21:34: Das beginnt bei uns in der Führung.
00:21:36: was schenkt denn wir unserem Gegenüber?
00:21:38: Als Kollege oder Kollegin echte Präsenz, echte Aufmerksamkeit echtes Interesse am Gegenüber.
00:21:46: Was schencken unsere Kolleginnen und Kollegen wieder dann unseren Gästen?
00:21:49: Und das ist sehr einzigartig!
00:21:52: Das ist auch einzigartig und das ist fantastisch, dass sie damit so erfolgreich
00:21:58: sind.
00:21:58: Weil
00:21:58: somit können Sie sich einmal Roll-Model und inspirieren.
00:22:03: aber man kann auch jedem Manager sagen der das irgendwie belächelt.
00:22:09: Hier schaut doch mal dahin es funktioniert!
00:22:11: Das ist nicht irgendwie wie die Freude Eierkuchen oder einen Kuschelkurs der vielleicht in ist.
00:22:18: Das sind wirklich harte Fakten und ich finde, das ist so toll.
00:22:23: Dass immer mehr Beispiele zu sehen
00:22:25: wo
00:22:26: Menschlichkeit die Voraussetzung
00:22:30: ist für wirklich
00:22:31: langfristigen nachhaltige Erfolge
00:22:33: und Zukunftsfähigkeit.
00:22:35: Ja als Familienunternehmen bezeichnet man ja dieses langefristige Denken und denken in Generationen als enkelfähiges Wirtschaft.
00:22:43: also wir denken eben nicht in Quartatsberichten Auch weil es ja unser eigenes Geld ist in Anführungszeichen, wir verzichten ja bewusst auf Ergebnis.
00:22:55: Weil wir sagen people over profit und das wird am Anfang belächelt.
00:23:00: Am Ende zahlt es sich dann meistens aus.
00:23:03: also ein Beispiel war auch während der Corona Pandemie Wir wurden ja von einer Stunde auf die andere von hundert auf null runter gefahren durften keine Gäste mehr aufnehmen Und wir haben am zweiten Tag Direkt eine Beschäftigungsgarantie für unsere hundertfünfundsechzig kolleginnen und Kollegen ausgesprochen.
00:23:20: Davon gibt es übrigens fünfundreißig Auszubildende, ne?
00:23:22: Und haben gesagt wir nehmen lieber privat noch ein Kredit auf weil wir hatten auch kein Geld mehr als einen von unseren Kolleginnen und Kollegen zu entlassen.
00:23:30: Das hat natürlich eine unfassbare Sicherheit im Team hervorgebracht und wirklich psychologische Sicherheit ist ja eine Grundvoraussetzung für Leistung.
00:23:39: Ja das war ein Faktor der hat unheimlich gewirkt.
00:23:44: Es kamen dann Eltern von Kolleginnen zu mir ins Büro und haben wirklich mit Tränen in den Augen gesagt, das werde ich ihr nie vergessen.
00:23:50: Wir haben auch alle in der Probezeit übernommen übrigens, was ja ein Leichtes gewesen wäre die nicht zu übernehmen.
00:23:56: Unsere Marktbegleiter hier in Heidelberg und auch anderswo haben am zweiten dritten Tag nichts Besseres zu tun gehabt als dreißig Prozent ihrer Kolleginnen Kollegen zu entlasten.
00:24:04: Das bleibt natürlich auch.
00:24:07: nach Corona hatten wir einen hoch motiviertes Hochloyalis
00:24:13: Team
00:24:14: Was sofort wieder gestartet ist und konnten alle die gescheiterte Nachfrage abbilden, werden die anderen sozusagen immer noch darauf warten dass sie wieder Kollegen bekommen in ihr Team?
00:24:23: was sich aber auch rum spricht.
00:24:25: Wenn es die richtige empathische werteorientierte Führung Die beweist sicher bei schönem Wetter Aber insbesondere wenn das Wetter nicht schön ist.
00:24:35: Und was tun Sie?
00:24:37: Wenn's wirklich eng wird?
00:24:38: bleiben sie dann bei ihren Werten oder kippten sie?
00:24:41: und nur die Werte die wirklich bleiben die sie auch in schwierigen Zeiten leben, sind...die wirklich tragfähig sind und Vertrauen schaffen.
00:24:50: Und das merken Sie auch heute?
00:24:53: Wie kann es sein, dass die ganzen amerikanischen oder viele amerikanische Großkonzerne kaum ändert sich der Wind ihre Diversity-Programme kippen?
00:25:01: Dann kann es nicht so viel gewesen sein um Diversity!
00:25:04: Weil wenn man wirklich an Diversity glaubt, kippe man es nicht nur weil gerade es opportun ist.
00:25:11: Das ist etwas an dem viele Scheitern, weil einige sagen uns auch ihr habt jetzt ja alles.
00:25:17: Wir sind ja sehr transparent wir sprechen über alles was wir hier machen und geben das auch weiter.
00:25:22: unsere Führungskultur, unsere Füllungsphilosophie, unsere Beschreibung der Werte... Wir sind wirklich sehr sehr offen mit dem was wir tun.
00:25:30: Und viele sagen auch Ja Mensch aber dann macht euch da jede alles nach und Dann habt ihr gar keinen Wettbewerbsvorteil mehr.
00:25:36: und dann sagen wir auch mal A, wäre es schön wenn viele das draufmachen würden?
00:25:39: Weil dann wäre die Welt ein bisschen besser.
00:25:42: Aber Es ist gar nicht so einfach nachzumachen, weil es setzt einen inneren Prozess der Führungskräfte voraus und da muss man sich erst mal mit sich selber auseinandersetzen.
00:25:54: Da muss man mit seinem Wertekonstrukt sich auseinander setzen.
00:25:57: Dann muss man dieses Wertekostrukt jeden Tag leben und dann muss man das eben auch Leben wenn's wirklich eng wird.
00:26:04: Und das ist etwas was nur wenige schaffen nämlich nur die, die sich wirklich durchgearbeitet haben und wirklich dahinter stehen Absolut.
00:26:13: Also die, die sich selber auch als Mensch verändert haben, sich dahin entwickelt haben und selber diese reife Führung leben können, diese selbst reflektierte Führungen leben können.
00:26:24: Definitiv!
00:26:26: Kommen wir doch nochmal auf ihre Kolleginnen und Kollegen zurück.
00:26:30: Sie haben jetzt hoch motivierte engagierte Hochloyale Kolleginnen und Kolleginnen durch die Haltung, durch die Kultur
00:26:38: im Haus.
00:26:40: aber Schauen Sie auch noch zu sehr auf bestimmte Kriterien.
00:26:44: Also
00:26:44: meine Frage ist,
00:26:47: werden die Menschen einfach so loyal indem sie zu ihnen kommen oder schauen sie auch noch auf bestimmten Kriterie?
00:26:54: Dass sie sagen unser Haus braucht bestimmte Leute, bestimmte Werte.
00:26:58: Da müssen wir schon drauf gucken.
00:26:59: Ja beides glaube ich.
00:27:01: Ich glaube interessanterweise dass wir meistens gefunden werden von den Kolleginnen und Kollegen die zu uns kommen.
00:27:07: also die sehen uns aus den Social Media Kanälen und sehen die Geschichten, wie wir erzählen über unser Haus.
00:27:15: Wir transportieren damit ja unsere Werte und wer wir sind, damit die Leute wissen für was wir stehen.
00:27:22: Und die erhoffen sich bei uns natürlich in einer Kultur zu arbeiten, indem sie gewertschätzt werden und entwickelt werden.
00:27:32: Das sind meistens Menschen, die genau diese Form der Führung gerne haben aber auch selber so agieren.
00:27:40: zugleich, entwickeln wir uns ja alle immer weiter.
00:27:43: Und das heißt auch nicht dass wir hier bei uns im Haus genauso Konflikte haben und genau so vor Herausforderungen stehen.
00:27:49: und meine Unternehmen sind soziale Systeme und da sind Menschen die miteinander kommunizieren und Kommunikation ist ja sowieso eine große Herausforderung, dass man sich wirklich versteht.
00:28:01: aber die Frage ist wie gehen wir damit um?
00:28:02: Ich glaube, dass sich Menschen bei uns dann auch entwickeln gemeinsam diesen Weg gehen.
00:28:09: Also ich entwickel mich auch jeden Tag weiter, ich hab mich unglaublich entwickelt seitdem ich hier in dem Betrieb bin weil ich einfach Dinge lernen musste damit ich hier gut durchkomme.
00:28:18: also beispielsweise war ich absolut ein harmoniebedürftiger Mensch der Konflikten aus den Weg gegangen ist und ich habe dann im Betrieb aber auch über diese Ausbildungen immer in der Reflexion meiner Lebensgefährtin die da auch in diesem Feld natürlich sehr tätig ist gemerkt Wie wichtig Konflikt auch ist als transformative Ressource.
00:28:42: Und wie wichtig es ist, da auch über seine eigenen blinden Flecken mal ein bisschen Rückmeldung zu kriegen und zu merken was sind meine Wahrnehmungsmuster?
00:28:53: Was sind meine Neigungstendenzen in der Beurteilung?
00:28:56: Und wie important ist es eben, Konflikte auszutragen?
00:29:01: Es ist ja nichts schlimmer als einen Betrieb wenn's keine Konflikte mehr gibt weil dann gibts auch keine Entwicklung mehr.
00:29:06: Und diese Refokussierung und auch Umdeutung, was ist eigentlich Konflikt?
00:29:09: Und wie wichtig ist es auch damit umzugehen.
00:29:13: Weil Unternehmen sind ja auch im Konflikte herumgebaut... ...und natürlich gibt es immer Zwischenabteilungen wie Küche- und Service, die haben einfach unterschiedliche Interessen oder Sales und Produktionen unterschiedlichen Interessen.
00:29:23: Wie geht man damit um?
00:29:24: Da musste ich mich unglaublich strecken, dass ich da jetzt bewusst reingehe und mich tatsächlich manchmal freue, dass es Konflikte gibt weil manchmal muss man sie ja auch bewusst schüren damit es wieder eine Entwicklung gibt.
00:29:37: Und so gibt es ganz viele Dinge, jeden Tag auch bei denen ich auch anhand anderer Kollegen lerne und mich weiterentwicke und mich strecken muss und außerhalb von meiner Komfortzone wieder was hinzunehmen muss.
00:29:52: So geht es ganz vielen Kolleginnen und Kollegen hier auch.
00:29:56: Das ist jetzt nicht so dass in einer Harmoniesülze alles vor sich hin in die richtige Richtung sich entwickelt, ja?
00:30:03: Ganz im Gegenteil.
00:30:05: Aber dennoch haben wir bestimmte Werte und die nehmen wir sehr, sehr ernst.
00:30:11: Und ... Die sind wirklich zutiefst in unserer DNA drin.
00:30:15: Also sowas wie Vertrauen beispielsweise.
00:30:18: Dass wir den Menschen erst mal vertrauen.
00:30:21: Und wer anderen vertraut, der schießt sie eigentlich auch in der Entwicklung.
00:30:27: Das setzt er wieder ein gewisses Selbstvertrauen voraus.
00:30:32: Unsere Erfahrung ist eben, wenn sie Menschen vertrauen entstehen unfassbare Dinge.
00:30:36: Die wachsen über sich hinaus.
00:30:39: oder ein Wert wie Integrität also Sich wirklich wie ein erbarer Kaufmann und eine Erbarkaufrau würde man früher sagen aber heute einfach moralisch sauber zu verhalten und zwar in jeder Situation.
00:30:52: Und es kommen täglich Situationen auf einen zu in denen könnte man kurzfristig wahrscheinlich profitieren auch ökonomisch.
00:31:00: Aber man hat ein deutliches Gefühl, das ist einfach nicht sauber.
00:31:04: Und manchmal kriegen wir auch sag ich mal unmoralische Angebote die wir dann einfach ablehnen und was dann auch erst einmal irritierend ist für das Gegenüber weil sie denken sind die so blöd die könnten jetzt ein wahnsinniges Geschäft machen und dann sagen wir nein!
00:31:18: Das machen wir nicht.
00:31:19: Dann verdienen wir lieber kein Geld als so.
00:31:23: Auf einer Ebene wird dann das agieren in WUKA-Zeiten, also mit einer hohen Volatilität, nach hohem Unsicherheit.
00:31:30: Nach hohem Komplexität und sehr
00:31:33: am biegen
00:31:34: Situationen ganz einfach weil ganz klar ist, in welche Richtung man jetzt gehen muss?
00:31:41: Und da stellt sich dann gar nicht diese große Frage geben wir jetzt rechts oder links und so, sondern das ist ganz klar.
00:31:46: Nee den Weg gehen wir nicht, weil der ist einfach nicht okay.
00:31:50: Das ist auch wieder ein Fundament auf dem wir als Betrieb aber auch wie jeder einzelne ganz gut agieren können.
00:31:57: Ja, und diese Werte sprechen sie da offen drüber oder werden die kommuniziert?
00:32:04: Oder gibt's da irgendwie Workshops zu?
00:32:07: also kommen die an bei den ihren Kolleginnen und Kollegen Und fragen Sie auch mal nach ne dass das dass sie sicher sind ja wir sind hier alle auf ein Auf der haben das gleiche Verständnis.
00:32:22: Also ich glaube es braucht da auch beides.
00:32:24: also wir haben angefangen in diesen Visions- und Strategieprozess.
00:32:29: Und als wir diese Unternehmensphilosophie dann auch explizit formuliert haben, haben wir die alle aufgeschrieben.
00:32:34: auch,
00:32:35: zugleich
00:32:37: verkommen sie schnell zu semanthischen Höfen wenn Sie auch rauf ganz poschierend draufstehen.
00:32:41: Und meine Erfahrung ist das Menschenwerte am besten über Bezugspersonen verinnerlichen.
00:32:50: Das heißt, wenn wir etwas vorleben Wenn wir etwas artikulieren, wenn wir merken zum Beispiel ein Kollege macht das und ist.
00:32:58: Und dann finden wir das passt aber nicht zu unserem Wert.
00:33:01: was weiß ich?
00:33:04: Herzlichkeit oder vertrauenswürdiges Arbeit.
00:33:06: Dann sagen wir wissen Sie, wenn sie das so machen, dann kommt es bei mir so und so an.
00:33:12: Ich nehme das jetzt einfach anders wahr.
00:33:14: Ich finde das als nicht fair weil... ...und ich wünsche mir einfach dass die's anders machen.
00:33:20: Dann kommt meistens sowas, ah ja stimmt!
00:33:22: Wollte ich gar nicht so auslösen, diese Reaktion.
00:33:24: Habe ich gar nichts gemerkt, dass das so rübergekommen ist?
00:33:28: Also beispielsweise hatte ich der Setznis empfangen, da hat ein Gast ... hatte irgendein Problem und hat sich dann beschwert.
00:33:35: Und dann war ich vorne mit dem Kollegen und diesem Gast und der Kollege hat mir die Situation nochmal geschildert, hat aber in dritter Person über den Gast gesprochen.
00:33:44: Er hat gesagt, das sind das!
00:33:46: Dann habe ich gesagt, was sind
00:33:47: das?!
00:33:47: Dann hat er gesagt und der Gast stand daneben.
00:33:49: Der hat die Situation dann geklärt.
00:33:51: Ich hab ihm dann nur nach dem Nachgang gesagt, da darf ich Ihnen kurz ein Feedback geben.
00:33:55: Wenn ich der Gast gewesen wäre, mich hätte das irritiert, dass Sie über mich gesprochen
00:33:58: haben.".
00:33:58: Sie hätten einfach sagen, Herr Müller hat ... Sie haben doch mir dann gesagt und ich hatte ihnen dann gesagt, Herr Mühler, und dann war es doch so und so.
00:34:08: Weil das könnte auch irgendwie komisch klingen und nicht respektvoll klingen wenn man über jemanden spricht.
00:34:12: Und dann hat er gesagt stimmt will ich auch immer nicht, dass jemand über mich spricht?
00:34:15: Das ist so ganz schnelles Abgleichen!
00:34:17: Und damit eine gute Erfahrung machen kann etabliert sich das.
00:34:23: Dieel ist eben auch, wenn man Menschen sagt wie hätten sie sich dann gefühlt?
00:34:28: Wie würde es dir gehen, wenn du einfach erst drei Stunden vorher bevor der Dienst anfängt deine Dienstzeiten bekommt?
00:34:34: Da würdest du aussagen nervt mich oder finde ich respektvoll.
00:34:38: Was würdest Du dir wünschen?
00:34:40: Ich würde mir wünscht, dass ich sieben Tage vorher mindestens mal einen Dienst habe, da kann ich nämlich planen.
00:34:44: Reih ja stimmt!
00:34:45: Also es sind so eigentlich ganz banale Dinge.
00:34:48: aber das ist tägliche Feedback geben, immer wieder.
00:34:53: Und damit kann man dann diese Werte eben sehr gut etablieren.
00:34:57: Man muss sie greifbar und spürbar machen.
00:35:01: Dann wird es auch gelebt.
00:35:04: Jetzt haben Sie ja einen Arbeitsumfeld was arbeitsintensiv ist.
00:35:09: das ist vierundzwanzig Stunden am Tag das sind sieben Tage die Woche.
00:35:12: Das ist an allen insbesondere den Feiertagen insbesondere zu den Urlaubszeiten
00:35:20: wie
00:35:21: Ja, wie nehmen Sie da die Kolleginnen und Kollegen mit?
00:35:26: Dass das... Da irgendwie keine falschen Vorstellungen gibt oder dass irgendwie klar ist ja hier wird ordentlich gearbeitet.
00:35:36: Also kann man auch mal zitieren, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.
00:35:40: Ja
00:35:40: also es ist.
00:35:42: meine Erfahrung ist, dass nichts Vertrauen mehr zerstört als Unsicherheit und Unklarheit Und die Menschen können mit klaren auch schwierigen Nachrichten ganz gut umgehen.
00:35:53: Nicht damit umgehen können sie, wenn Sie sie nicht gesagt bekommen und später
00:35:56: erfahren.".
00:35:57: Also das könnte man jetzt ins politische gehen.
00:36:00: ich glaube auch dass wir uns Bürgern eigentlich viel mehr Klarheit auch zuzumuten wäre und dann könnten noch bessere Schritte gegangen werden.
00:36:08: aber wir müssen ganz klar mit diesen Dingen umgehen und sie auch kommunizieren und zugleich eben auch sagen okay auf der einen Seite Wir haben ein vierundzwanzig Stunden Betrieb der drehnefünft sechs Tage im Jahr läuft.
00:36:19: Sie müssen nicht jedes Wochenende hier sein, weil sie haben ne fünf Tage wie jeder andere auch und wir verteilen dieses Wochenende eben auf breite Schultern.
00:36:28: Jeder ist mal dran!
00:36:30: Und
00:36:31: es geht glaube ich vielen
00:36:33: gar nicht einmal um das absolute Gehalt oder um die absoluten freien Tage sondern um eine Fairness.
00:36:40: ja und wenn man das Gefühl hat fair behandelt zu werden ist übrigens der dritte große Wert neben Vertrauen, Integrität is Fairness Also ein Kernwert bei uns, dann geht der ganz viel mit.
00:36:54: Und wenn er das Gefühl hat, dass der andere auch genau das Gleiche einbringt und die gleichen Rahmenbedingungen hat... ...und es gehört nun mal zu unserem Geschäft, dass wir an Feiertagen-Wochenenden immer, wenn alle anderen frei haben da sind.
00:37:06: Auf der anderen Seite haben wir natürlich ganz viele andere schöne Dinge, die die Hotellerie und Gastronomie zu bieten hat.
00:37:12: Stimmt!
00:37:15: Jetzt Sie sind in einem Sternehotel Grand Hotel, wie halten Sie das relevant für jüngere Menschen?
00:37:24: Also ich ... sie sagen ihrer... die Altersgruppe hauptsächlich ihrer Gäste ist so.
00:37:30: Vierzig, vierzig, fünfvierzig Wie halt ne?
00:37:34: Wie relevant ist das für diesen Grand Hotel?
00:37:39: Ich glaube es wird immer relevanter wieder.
00:37:41: also wir merken eindeutig dass wir ganz viele junge neue Menschen oder junge Menschen haben die neu zu uns kommen, so muss man das sagen.
00:37:50: Weil sie angezogen werden über die Social-Media-Kanäle weil Sie merken es ist kein verstaubtes Grand Hotel sondern da sind auch ganz coole Typen die da so rumtanzen und Musterbrechen und Humor haben und dass eben sehen wir keinen Haus hin indem er vor Erfurchter starren muss sondern das eine gewisse Haltung hat kann man auch junge Menschen in ein Grand Hotel ziehen.
00:38:21: und auf der anderen Seite gibt es gerade in dieser sehr entkörperlichen und manchmal seelenlosen Zeit den Wunsch danach an einen Ort zu gehen, an dem es eben noch anders ist.
00:38:32: An dem man noch einen persönlichen Kontakt hat, an denen man gesehen wird, auch als Gast und gewertschätzt
00:38:37: wird
00:38:38: und eine echte Beziehung also zumindest in der Kürze der Zeit eine echten Begegnung würde ich vielleicht nur sagen erleben kann.
00:38:48: Und es ist auch etwas, was jungen Menschen wichtig ist und jung Menschen ist sowieso meine Erfahrung jetzt auch bei den jungen menschen die zu uns kommen um bei uns zu arbeiten.
00:38:59: Den ist der klassische Firmenwagen nicht mehr so wichtig und das Eckbüro sondern die wollen ein Unternehmen für eine gewisse Wertorientierung steht, die einen Sinn vermitteln also zumindest Rahmenbedingung schaffen dass diese junge Menschen ihre Arbeitssinn verleihen können so muss man sagen Ein gewisse Gemeinwohlorientierung auch, die das Unternehmen hat und das zieht die an.
00:39:21: Und so ist sozusagen ein Hotel – auch ein Grandhotel – ein gewisser Ort der Stabilität und muss nicht angestaubt sein, sondern da ist eher so Tradition eben auch die Wurzel für vieles was neu dazu kommen kann.
00:39:40: Wann haben Sie gemerkt dass Social Media wo sie ja sehr aktiv und präsent sind?
00:39:45: ein unglaublicher Hebel ist für ihren Erfolg.
00:39:48: Dass sie gesagt hat, Mensch das macht ja was da draußen!
00:39:51: Also man ist ja immer vor seiner Kamera, man postet sogar mehr oder weniger alleine so für sich.
00:39:56: und wann haben Sie gemerkt wow der passiert ja was daraus wenn ich wenn wir da etwas zeigen?
00:40:02: So richtig angefangen als während der Corona-Zeit.
00:40:05: Da waren wir alle unglaublich digital, da hatte es auch angefangen mit digitalen Meetings und so... Und es hat angefangen damit dass wir selber was für uns tun wollten, dass wir Freude haben und ein bisschen wieder in eine Selbstwirksamkeit zu kommen.
00:40:20: Und dann haben wir plötzlich gemerkt wow das hat ja eine unfassbare Resonanz!
00:40:24: Ich glaube, dass tatsächlich auch dieses Gefühl von da ist ein Ort an dem Menschen gerne miteinander arbeiten.
00:40:33: Da ist es ein Ort die an den Menschen bestimmte Werte leben, bestimmte Haltung leben... Da gibt's ne Sehnsucht draussen in dieser Welt nach Genau diesem.
00:40:44: und da haben wir gemerkt, boah, wir kriegen unheimlich viel positive Rückmeldung.
00:40:48: Und dann kommt natürlich eins zum anderen.
00:40:50: und dann haben sie ein oder zwei so kleine Reals die wirklich unglaublich performenden Anführungszeichen in denen Sie wirklich viral gehen... ...und dann kommt eines zum anderen.
00:41:01: also wir haben mittlerweile wirklich zehn bis fünfzehn Prozent unserer Gäste kommen deshalb zu uns weil sie uns einfach mal erleben wollen und weil sie auch vielleicht mal checken wollen.
00:41:10: ist es wirklich so?
00:41:11: Da machen die dann nur irgendwie Marketing.
00:41:13: Für mich ist es immer das beruhigendste, wenn die Gäste herkommen und sagen Es war wirklich noch viel schöner als wir es uns vorgestellt haben.
00:41:20: Und es ist wirklich so es!
00:41:21: Und man kann das ja nicht halten.
00:41:23: Wenn man einfach nur Marketing als Vertriebsmittel sieht dann unter.
00:41:29: hinter steckt es nicht Dann wird es auch hohl-und leer und geht ganz schnell nach hinten los.
00:41:34: Das heißt was wir da draußen erzählen und sagen Das muss hier wirklich gelebt werden.
00:41:41: Sonst Wann wendet es sich ins totale Gegenteil?
00:41:45: Und als Mittel, um Kolleginnen und Kollegen für uns zu begeistern ist es sowieso mit das stärkste im Moment gerade.
00:41:52: Wir kriegen ganz viele Bewerbungen des Halbes.
00:41:55: Aber auch wirklich berührende, ganz viele zutiefst berührender Geschichten von Menschen die dann schreiben ihr habt mein Leben verändert oder dank ihnen habe ich wieder Hoffnung gefunden.
00:42:12: Ich war die letzten vier Monate in Quarantäne, weil ich eine Knochen-Spende bekommen habe und ich hab nur über eure TikToks und Insta Reels geschaut.
00:42:21: Ganz viele auch dir herkommen und sagen wir wollen nur einmal hier mit ihnen auf ein Foto.
00:42:27: Letztes Mal ne Schultlasse!
00:42:28: Wir haben ja dieses...ich weiß nicht ob Sie das mitbekommen haben, dieses Guten Morgen, gute Nacht!
00:42:33: Real was irgendwie jetzt mittlerweile zehn Komma eins Millionen mal auf Instagram geschaut wurde hat mir eine Dame aus Dänemark geschrieben dass sie eine Schulklasse, die ist der Lehrerin und dass sie mit ihrer Schulkasse das gesehen hat.
00:42:46: Und jetzt machen die jeden Freitagabend – es ist ja sozusagen fünf Tage schönes Wochenende –
00:42:51: in den Freitagen, wenn die Schule aufhört
00:42:53: wird dieses Lied gespielt!
00:42:55: Also wir haben es nach Dänemark in den Lehrplan geschaffen.
00:42:58: aber was ich damit nur sagen will... Es ist sehr berührend, was das mit den Menschen macht und dann wiederum auch mit uns.
00:43:09: Ich sage immer, wir nutzen dieses Haus ja nicht nur als Hotel sondern es ist ein Medium um diese zutiefst menschenfreundliche und zugewandte Haltung nach draußen zu tragen.
00:43:18: Und eben über diese Resonanz die dann entsteht wirklich einen Impuls zu geben.
00:43:24: und es gibt auch viele Betriebe die sagen Wir nehmen ganz viel von euch auf!
00:43:28: Wir machen jetzt ganz viel bei uns im Betrieb und wir versuchen das auch bei uns umzusetzen und das sind hier alles ganz wunderbare Dinge, die da passieren und das ist ja nun ganz klein.
00:43:41: Wir können ja die Welt nicht verändern aber wir können hier bei uns ein Ort schaffen an dem wir gerne leben wollen Und dadurch wird wenn wir im Unternehmen diese Haltung leben und die dann nach außen tragen Dann wird es ja sozusagen auch ein bisschen kollektiv und dann kann man wirklich was verändern.
00:43:58: Definitiv!
00:43:59: Das war sogar eine Frage über die ich nachgedacht hatte.
00:44:04: Gibt es da draußen Hotels?
00:44:05: Sie sagen Mensch
00:44:07: Das was
00:44:08: die Familie von Kretschmann macht, das müssen wir eigentlich auch mal machen.
00:44:12: Haben sie schon gemerkt so ein bisschen nicht ein Standard geworden aber irgendwie so einen Stern in der Hotellerie?
00:44:19: Gucken wir mal nach Heidelberg da machen tolle
00:44:21: Sachen.
00:44:22: Wir haben nur unsere
00:44:24: PR-Videos auf den Kanälen Aber die machen richtig coole
00:44:28: Sachen.
00:44:29: Ja!
00:44:29: Haben Sie sowas auch schon gesagt?
00:44:31: Absolut!
00:44:32: Also ich kriege immer wieder Artikel geschickt Hätte ich, könnte ich denken das habe ich selber gesagt.
00:44:39: Also das wird dann auch natürlich auf der einen Seite kopiert in Anführungszeichen.
00:44:44: aber ich finde es eher ein Kompliment wenn andere jetzt genau so machen und ist weit über die Hotellerie hinaus.
00:44:52: also wie ich halt sehr viel vorträge auch und mache das zum Beispiel auch bei Automobilproduzenten oder bei Banken.
00:45:04: Ich glaube, dieser Ansatz ist branchenübergreifend.
00:45:06: Der hat mit der Hotellerie... Da passt das natürlich besonders gut weil wir so viel mit Menschen zu tun haben.
00:45:11: aber ich glaube dass die echte gelebte Hospitality also jetzt nicht verstanden als klassischer Service denn nur effizient ist und prozessorientiert und kühlen anführend sein sondern wirklich als achtsam zugewandten Dienst am menschen der Erwartung übertrifft glaube ich, dass diese Hospitality-Ansatz auch zukünftig in anderen Branchen zum echten Differenzierungsgetämmen wird.
00:45:37: Also da bin ich ganz ihrer Meinung und ja, ich freue mich, dass es ihr Beispiel gibt und das sie da so viel in die Welt hinausstrahlen.
00:45:47: müssen ihre Azubis oder ihre Kolleginnen und Kollegen bereit sein Social Media Stars zu werden?
00:45:55: Oder
00:45:55: auf keinen Fall?
00:45:56: Bisschen
00:45:56: die offen sein.
00:45:57: steht das im Arbeitsvertrag?
00:45:59: Nein!
00:45:59: Ganz frei, ganz frei.
00:46:02: Nichts muss aber alles darf.
00:46:03: Wir haben natürlich ein paar, die gerne mitmachen.
00:46:05: Wichtig gerne mit machen!
00:46:07: Ich mache fast immer mit weil ich kann nicht... Ich mach mich ja auch meistens da manchmal zum Affen in Anführungszeichen also im positiven Sinne.
00:46:17: Ich mach jeden Spaß mit so würde ich es positiv ausdrucken.
00:46:20: anderen Seite balanciere ich das auch immer mit Post.
00:46:23: diese sehr viele Überwerte gehen und überinnert sich starke damit dass auch eine gute Balance da hat.
00:46:30: Wir haben ein paar, die sagen, da möchte ich auf keinen Fall mitmachen.
00:46:32: Das ist eine allige Team.
00:46:34: Ich habe gerade von meiner Kollegin einen Video aus der Küche bekommen, der hat sich doch tatsächlich die Küchencrew überzeugt was zu machen?
00:46:40: Von sich aus!
00:46:42: Das ist eher selten dass sie aus der Küche mitmachen aber das ist eben auch... ...das ist für die Kolleginnen und Kollegen auch schön, dass sie da in eine Sichtbarkeit kommen.
00:46:53: Ja kriegen natürlich auch unglaublich viel Resonanz von ihrer Familie, von ihren Freunden, von den Gästen, die Sie auf diesen Videos sehen Und das macht auch was mit denen.
00:47:02: Und die meisten sind eben wirklich sehr, sehr stolz hier zu sein und diesem Team zu sein.
00:47:08: Aber keiner muss, aber jeder darf!
00:47:10: Wenn einer sagt, ich möchte auch mal, dann überlegen wir uns so etwas wie wir den mit reinbringen – und die mit rein bringen.
00:47:15: Wichtig ist auch dass wir durch die Bank weg alle mit reinbringen.
00:47:19: Den Spüler, die Zimmerdame, den Handwerker, den Empfangsmitarbeiter... Also es gibt da keine Hierarchie oder keine ... Vorbühne und Hinterbühnen oder so, sondern wir zeigen einfach alles.
00:47:33: Gibt es eine Lieblingsplattform wo sie am besten zur Geltung kommen?
00:47:39: Also die ihrer weiter aufzuschleunigieren?
00:47:43: Ich würde sagen ne es sind alle ähnlich Und trotzdem mache ich den Fokus leg' ich ein bisschen anders.
00:47:52: also Auf LinkedIn poste ich ein Bisschen anders als auf TikTok.
00:47:58: Die sind auch sehr unterschiedlich, wie die sich entwickeln.
00:47:59: Am Anfang war LinkedIn der stärkste Kanal bei mir und dann Instagram und TikTok war relativ schwach.
00:48:06: jetzt ist TikTok ganz stark und Instagram relativ stark und LinkedIn nimmt so ein bisschen ab
00:48:11: aber ich ...
00:48:12: wir erzählen überall Geschichten und was uns bewegt, was wer wir sind Und am Ende sind die Geschichten doch sehr ähnlich.
00:48:25: Ja
00:48:28: Wie ist das?
00:48:29: Sie sind jetzt, sie mit ihrem Team.
00:48:33: Ich sag jetzt mal Social Media Stars.
00:48:35: gibt's da so einen Druck?
00:48:37: Wir müssen diese Resonanz oder wenn Leute immer wiederkommen und gucken, das müssen wir auch irgendwie bedienen können.
00:48:45: Gibt es da sowas, so ein Gefühl?
00:48:47: Oder einfach nee, wir machen was wozu wir Spaß
00:48:49: haben.
00:48:50: Also als ich verzeh' wahrscheinlich noch nicht sagen, dass die ein Social Media Star bin aber irgendwann muss man schon sagen... tatsächlich auf meinen privaten Kanälen mehr Traffic als auch den Unternehmenskanälen.
00:49:05: Also das liegt daran, dass wir auf Menschen folgen eher Menschen als Unternehmsmarkt.
00:49:13: Zugleich muss man eben auch aufpassen, reine Personenbezogenheit kann dann sehr selbst referenziell werden und reine Unternehnungsbezogenhalt wird dann häufig auch sehr distanziert und kühl.
00:49:26: Und die Kombination macht es aus.
00:49:28: Ich merke aber schon auch, ich habe jetzt beispielsweise auf TikTok, glaube ich, hundertzehntausend Follower und die wollen natürlich dann schon immer wieder Content haben.
00:49:38: Das muss man schon wirklich sagen!
00:49:40: Ich versuche mich aber da nicht unter Druck setzen zu lassen sondern es weiter fließen zu lassen.
00:49:45: und Gott sei Dank in diesem Haus ergeben sich sehr viele schöne Situationen und ninety-fünf Prozent des ganzen Contents wird tatsächlich mit meinem Handy gedreht Und da wird einfach drauf gehalten und dann wird eine gute Musik druntergelegt.
00:50:01: Was ich schon merke, ist beispielsweise wir haben so ne Serie die sehr gut ankommt, die nennt sich Hotel Vicky von Vicky.
00:50:10: Da haben wir mittlerweile siebenunddreißig Folgen.
00:50:12: also es ist ja sowieso ein Kniege und die Texte oder was ich da gemacht habe, das denke ich mir tatsächlich alles immer selber aus.
00:50:20: Und da hab' ich schon gemerkt am Anfang haben wir alle Woche einen gemacht.
00:50:23: Ich muss ja auch noch dieses Haus führen, ich kann ja nicht nur Social Media machen.
00:50:28: Aber dieser ganze social marketing Vertriebsbereich besteht bei uns wirklich aus zwei Personen.
00:50:31: das ist meine fantastische Marketing Vertriebesleiterin die Frau Joggers und ich und mehr gibt's dann auch nicht und dafür machen wir relativ viel Wind sag' ich mal für die zwei Personen.
00:50:42: aber da hab ich dann irgendwann gesagt wie geht es wird mir jetzt zu viel?
00:50:45: ich kann mich jede Woche ein Hotelviki machen weil es muss A muss über
00:50:48: B...
00:50:49: Muss es denn aufgenommen werden?
00:50:50: Und C muss es dann auch noch hochgeladen.
00:50:52: Deswegen haben wir gesagt, wir machen jetzt am ersten Freitag im Monat beispielsweise.
00:50:55: Das ist so was, wodurch ich mich hier glastet habe.
00:50:58: Also nur noch zwölf Folgen pro Monat.
00:51:01: Manchmal fällt mir natürlich auch... Was kann man doch alles machen?
00:51:03: Weil nach sieben und neunzig Folgen hab' ich fast alle O-Tos im Hotel.
00:51:08: Aber nun gut!
00:51:09: Man kriegt manchmal immer wieder Fragen von Gästen.
00:51:12: aber um ihre Frage zu beantworten es wäre schon da dass man unter Druck kommt eben es weiter locker zu nehmen und spontan.
00:51:24: Und es kommt immer noch genug, ne?
00:51:28: Und auf der anderen Seite muss man sich fragen.
00:51:30: ich merke schon auch dass die Plattformen sich in Teilen verändern und beispielsweise LinkedIn habe ich das Gefühl Das nimmt jetzt im Moment gerade ab weil so viel KI generierter Content da reinkommt, dass die Leute auch irgendwann fett absinnen sagen oh!
00:51:46: Das heißt dann lieber weniger aber interessant posten als Jede Woche einen Post oder zwei, nur weil der Algorithmus ist vielleicht braub.
00:51:55: Weil so geht es mir auch diese ganzen Posten irgendwie alle ähnlich klingen.
00:52:02: Sehr generisch genau und man erkennt dann sofort, oh nee.
00:52:06: Das
00:52:07: wird hier ordentlich mitgewirkt.
00:52:11: Und ich glaube da wird das dann auch wieder zu einer Entlastung kommen, weil es dann lieber weniger aber gut und immer so vieles.
00:52:21: Jetzt haben sie ja auch den Spagat zwischen Vergangenheit und Moderne.
00:52:25: Ihr Hotel gibt es seit hundertfünfzehntzig Jahren, Beständigkeit und Trends wie ich kann mir das auch sehr herausfordernd vorstellen
00:52:37: diese
00:52:38: Geschichte, diese Legacy des Erbes so zu bewahren und gleichzeitig in einer Zeit die sich ja unglaublich ändert durch Technologien, durch den Generationenwandel da auch unglaublich mithalten zu wollen, zu müssen.
00:52:52: Ist das ein
00:52:53: Spagat?
00:52:53: Also wie erleben Sie das?
00:52:55: und wie entscheiden sie da auch was Möbel angeht die Speisekarte oder ändert sich ja sehr viel?
00:53:03: also es ist bestimmt ein Spaghat.
00:53:06: wir leben ja seit hundertsechzig Jahren sind zwischen Tradition und Moderne wobei ich ein großer Fan bin von diesen Navigieren zwischen den Polen, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Lernen und Verlernen.
00:53:19: Zwischen Mut und Angst oder zwischen Form und Fluss oder zwischen Stabilität und Destabilisierung.
00:53:28: Das heißt wir müssen immer dazwischen navigieren und dieses Dazwischensein gibt uns eben auch eine Kraft.
00:53:34: das hat eine transformative Kraft und man bewegt sich mal mehr auf die eine Seite und mal mehr.
00:53:40: Zugleich sind diese Traditionen eben kein, sage ich mal hemmender Block.
00:53:47: Sondern es ist das Fundament was es weiter zu entwickeln gilt und da müssen wir immer entscheiden Was muss bewahrt werden?
00:53:53: Und was müssen wir loslassen und ändern?
00:53:57: Meine Eltern waren aber auch schon Musterbrecher und meine Uruseltern auch.
00:54:01: Das heißt Wir haben auch Mut Dinge zu verändern Loszulassen und gleichzeitig dürfen wir nicht alles loslassen was sich bewährt hat eben erhalten, weil es eben auch identitätsstiftend ist und
00:54:15: auch
00:54:15: Kraft gibt.
00:54:16: Und eine Stabilität.
00:54:19: Auf der anderen Seite muss man immer wieder den Mut haben, Dinge mal vollkommen in die Frage zu stellen und Dinge anders zu machen ausprobierend, also dass man wirklich auch spielerisch ein bisschen damit umgeht.
00:54:32: Aber es kann auch sein, dass man irgendwann sagt oh Mensch der Stuhl jetzt oder das ist einfach wirklich... Das geht gar nicht mehr und dann muss man was Neues hin.
00:54:38: da muss man auch mal mutig sein wirklich etwas zu brechen.
00:54:44: Denen kann bei uns sein das eben auch was sehr modernes.
00:54:46: zwischen was sehr traditionellem steht ja aber dass es insgesamt stimmig ist und das eben sehr achtsam auch zu machen.
00:54:56: Also man darf weder den Fehler machen, alles sozusagen in Frage zu stellen und über Bord zu werfen.
00:55:01: Und mit anderen Fehler ist gegenteil alles zu bewahren und nichts zu verändern.
00:55:05: Also
00:55:05: eine
00:55:06: gute Balance finden.
00:55:09: Sie haben mal gesagt das ist ne Hercules Aufgabe das Hotel zu leiten.
00:55:14: Worin besteht dieser Hercules Aspekt?
00:55:19: Das liegt für mich insbesondere darin dass wir eben eine ökonomisch herausfordernde Situation haben Verwalten eigentlich auch ökonomisch den Mangel.
00:55:32: Es gibt einen alten Spruch in der Hotellerie, man ist Millionär und kauft sich ein Fünf-Sternehaus, dann wird man das ganz schnell, weil es sein Fass ohne Boden.
00:55:41: In dieser Situation ist es so dass man schon viele schlaflose Nächte hat.
00:55:47: wenn eben jetzt beispielsweise wie in einer jetzigen Situation einfach mal die Nachfrage total ausbleibt Weil der ganze arabische markt weg bricht oder die amerikaner nicht mehr kommen so was dann ist es sehr schnell existenz bedrohnt, weil wir eine personalkostenquote von dreien fünfzig prozent haben das heißt dreienfünfzig Prozent des gesamten umsatzes von uns nur personal kosten und das sind quasi fix kosten.
00:56:11: Und diese aufgabe ist ne herkulesaufgabe.
00:56:14: da muss man immer gucken wie man das intelligent managed und der vorteil ist dass uns das Arial hier gehört, sozusagen wir müssen... Wir können ein bisschen mit der Pacht bzw.
00:56:25: Miete wie kommunizierende Röhren arbeiten und wir betreiben eigentlich Gewinnminimierung durch Investitionsmaximierung.
00:56:32: Wenn es uns gut geht investieren wir mehr, wenn es uns schlecht geht investiren wir weniger.
00:56:36: Es gibt einen gewissen Grundstock den wir immer investieren jedes Jahr, investieren müssen damit es bleibt das sind bei uns hundertausend Euro was aus dem laufenden Betrieb eben erwirtschaftet werden muss.
00:56:47: Das ist eine Herausforderung die mich insbesondere natürlich als vierte Generation schon umtreibt.
00:56:54: Ich habe meine Eltern immer noch und das ist dann auch geteiltes, leides Halbsleit.
00:56:59: aber da fragt man sich dass es schon sehr herausfordernd und das andere ist wir haben ja unterschiedlichste Themenfelder.
00:57:09: hier muss man auf der einen Seite Architekt sein Man muss Bauherr sein, man muss Psychologe sein.
00:57:15: Man muss gastronomisch auskennen.
00:57:18: Es sind ganz viele Gewerke, die hier in dieser kleinen Stadt immer am Laufen zu halten sind.
00:57:24: Und rein technisch ist es eine unfassbare Aufgabe.
00:57:29: Zwanzig Fahrstühle, zwanzig unterschiedliche Klimaanlagen, Heizungen... ...die ganze Digitalisierung und die ganzen Systeme, die da im Hintergrund laufen – das ist unglaublich!
00:57:43: was ich mir bevor ich in die Hotellerie eingestiegen bin, nicht vorgestellt habe.
00:57:48: Weil viele Menschen denken wir so ein Hotel kann ja jeder betreiben und wer nix wird wird wird.
00:57:52: also so schlimm kannst du natürlich sein Schnitzel zu braten.
00:57:55: aber die ganze Logistik die dahinter steht ganze Technik Die ganzen Abläufe das ist wirklich nicht ohne.
00:58:03: Und dann müssen sie die Sauberkeit hier in diesem ganzen Haus gewährleisten von den ganzen Vorschriften man abgesehen Arbeitssicherheit Brandschutz Also unglaublich.
00:58:14: Und das meine ich mit Hercules Aufgabe, man bräuchte eigentlich zehn verschiedene Personen im einen um das alles irgendwie gut hinzugehen.
00:58:23: Auf der anderen Seite haben wir ein fantastisches Team eine super Bereichsleitung und wir haben ja sowieso den Ansatz der Schwarmintelligenz.
00:58:31: also ich glaube sowieso nicht dass ich es alleine weiß sondern entscheidend ist, dass wir das als Team gut hinkriegen.
00:58:39: tolle Kolleginnen und Kollegen, die damit Verantwortung und Leidenschaft ihr Bestes geben in den unterschiedlichen Bereichen.
00:58:46: Und deswegen bin ich ganz zuversichtlich teuer-teuer-Teurichkopf zum Aufholz.
00:58:50: Das wird es auch... Auch in dieser Spiegelzeit wieder gut hinkriegen und auch in den nächsten Jahren gut hinken.
00:58:56: Letzte Frage für Sie?
00:58:58: Weshalb ist es Ihnen wichtig diese dienende Führung und diese werteorientierte Führungen weiter in die Welt, in die Wirtschaft zu tragen.
00:59:08: Sie hatten mal gesagt sie möchten dass das auch noch weiter da weiter auch diese Fackel tragen dieses ihre Vision auch wirklich in die welt in die wirtschaft in die gesellschaft tragen.
00:59:19: warum ist ihnen das wichtig?
00:59:21: weil meine erfahrung ist dass es einfach die welt ein bisschen besser macht wenn man nicht isst wenn man herzig ist wenn man zugewandt ist ehrlich fair integer wenn diese ganzen werte die wir leben wenn wir die wirklich im kleinen Leben und dann nach außen geben.
00:59:38: Und je mehr da mitmachen, bin ich zutiefst davon überzeugt dass es die Welt einfach ein bisschen besser machen würde.
00:59:43: Das ist auch das was wir wiedergespiegelt bekommen.
00:59:46: Ich glaube eben, dass wir durch diese kollektive Haltung, die man dann einnimmt wirklich etwas bewirben kann in seinem mehreren Umfeld vielleicht im branchenumfeld, vielleicht in der Gesellschaft und vielleicht auch in der Welt.
01:00:00: also Wir glauben an den Homo empathicus und nicht so sehr an den homo ökonomikus, das heißt also mehr Gutes zu tun als schlechtes und einfach ein altruistisches zugewandtes Leben zu führen.
01:00:15: Und es gibt jetzt einen alten Spruch des wahre Glück liegt im Geben und nicht im Nehmen.
01:00:21: Wenn man das verstanden hat wird man selber glücklich.
01:00:25: Je mehr das verstehen glaube ich, desto besser wäre's für uns für unsere Gesellschaft.
01:00:32: Ja, tolles Schlusswort!
01:00:34: Herzlichen Dank für diese Weisheit.
01:00:39: Du quartiert am Ende der große... Das ist das große Ende.
01:00:47: Ganz toll.
01:00:48: Frau Doktor von Kretschmann vielen herzlichen Dank.
01:00:50: Für ihre Zeit, für dieses tolle Gespräch, für die Inspiration und für diese wunderbare Visionen, die sie zum Leben erwecken und anderen zugänglich machen.
01:00:59: Frau Deckers, vielen Dank für das Gespräch und viel eher Interesse, dass wir darüber sprechen konnten.
01:01:04: Ordentlich!
01:01:12: Ich bin Simona Deckers und das ist der The Paths of Purpose Podcast.
01:01:17: Connecte mit mir auf LinkedIn und Instagram – auch dort findest du das neueste zu Leadership & Power pur.
01:01:25: Buche dir ein Beratungsgespräch mit mir wenn Du mehr über gute Führung und Leadership wissen möchtest.
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