Vertrauen statt Kontrolle: Die Zukunft der Führung - Interview mit Karin Lausch
Shownotes
Stell dir vor, 77 Prozent der deutschen Arbeitnehmer leisten nur noch Dienst nach Vorschrift. Dieses erschreckende Bild steht im Mittelpunkt dieser Folge, und Karin Lausch zeigt, warum Vertrauen kein weiches Konzept ist, sondern ein harter Wirtschaftsfaktor.
Lausch, Leadership-Expertin und Autorin von "Trust Me" sowie "Feel Safe, Be Brave", erkannte vor vier Jahren bewusst, dass nahezu alle Führungsfragen auf eine einzige Frage zurückführen: die Vertrauensfrage. Vertrauen ist dabei keine unveränderliche Persönlichkeitseigenschaft, sondern eine bewusste Entscheidung, ähnlich einer Kapitalinvestition ohne Sicherheitsgarantie.
Besonders eindrücklich beschreibt sie eine Situation in der Kita ihrer Tochter, die zeigte, wie früh wir lernen, unsere Gefühle zu unterdrücken. Diese Prägung, sie bleibt oft lebenslang wirksam, erklärt später das passive Schweigen in Meetings.
Warum fällt so vielen Führungskräften Verletzlichkeit so schwer? (Die Antwort liegt in einer patriarchalischen Sozialisation, die Führung mit dem Haben aller Antworten gleichsetzt.) Lausch plädiert stattdessen für offene Kommunikation, Transparenz und kleine tägliche Mikro-Entscheidungen.
Wer mehr Menschlichkeit in seine Führungsarbeit bringen möchte, sollte unbedingt reinhören.
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Transkript anzeigen
00:00:13: Herzlich willkommen zum The Path of Purpose Podcast.
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00:00:22: Ich bin Simona Deckers, Leadership-Advisor und Gründerin
00:00:25: von
00:00:25: Shanti
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00:00:27: Meine Mission ist es Menschen mit zeitlosen Lebens- und Erfolgsprinzipien zu empowern ihre Visionen libendig werden zu lassen und ihre Leadershippotenziale zu entfalten.
00:00:39: Leadership und persönliche Weiterentwicklung sind die Fähigkeiten, die uns Sinn erschließen, uns privat- und beruflich weiterbringen – und erfüllen.
00:00:49: Das bringt dir dieser Podcast näher!
00:00:52: Du hörst faszinierende Interviews mit Fortledern, inspirierenden Menschen, die über ihre Visionen aber auch über ihre Erfahrungen und Herausforderung in ihrem Leben sprechen.
00:01:05: Du bekommst transformierende Impulse Hörst Diskussion, die den Nerv der Zeit treffen und bekommst Antworten auf die großen Themen und Fragen von Wirtschaft und Gesellschaft.
00:01:16: Es gibt auch Solo-Folgen mit mir zu aktuellen Leadershipthemen!
00:01:20: Mit diesem Podcast möchte ich dich inspirieren, mitreißen und motivieren für ein Leadership, Innovation und Entwicklung.
00:01:28: Mach dir Notizen und stell dich auf Aha-Momente ein.
00:01:32: Teile diesen Podcast mit deinen Freunden und Kollegen – Die Welt braucht mehr gutes Leadership Den Fokus auf Lösung und Positivität.
00:01:40: Los geht's!
00:02:41: glaublich spannende und interessante Persönlichkeit.
00:02:44: Und
00:02:46: du sagst, Führung mit psychologischer Sicherheit ist einer der größten Hebel für eine bessere Arbeitswelt!
00:02:54: Dafür stehst Du ja auch.
00:02:55: psychologische Sicherheit vertrauen.
00:02:57: Wann hast Du das erkannt?
00:02:59: Dass das ein Thema ist... dass das Thema eigentlich is in der Führungen heute.
00:03:06: Das ist ne super gute Frage.
00:03:09: Ich glaube bis ich das so benennen konnte hat es etwas gedauert.
00:03:14: Also, ich würde sagen das war vor vier Jahren als ich mit der ersten Buchidee auch reingestartet bin.
00:03:22: Ich glaube da war ich soweit dass sich das benennen konnte weil dann viele Fäden letztendlich irgendwie zu einem Punkt zusammengeführt.
00:03:30: aber implizit wusste ich das schon deutlich früher weil die letzten wirklich viele Jahre also jetzt Um und bei sechzehn, siebzehn Jahre auch Führungskräfte im Coaching Begleite, Teamsbegleite in Teamentwicklung.
00:03:44: Und auch Veränderungen, Organisationen-Begleite... ...und wenn man so will dann führen die meisten Themen, die uns bewegen und die meisten Fragen immer zur Vertrauensfrage zurück.
00:03:56: also am Ende geht es im Kern oft um traurig oder vertraue ich nicht muss sich kontrollieren oder kann ich loslassen?
00:04:08: ist der Kern meiner Arbeit.
00:04:10: Und das habe ich intuitiv sehr, sehr lange gemacht und dann irgendwann auch benennen können.
00:04:16: was es im Kern ist und ich glaube was auch passt ist dass ich am eigenen Leib dafür stehe ja auch sehr und hab das auch in beiden Büchern thematisiert dass sich am eigenen leib auch erzählen kann wie es ist wenn man eben nicht von Natur aus mit einem großen Vertrauen und einer tollen Vertrauensfähigkeit oder einem Urvertrauen ausgestattet ist, sondern sich das erarbeitet hat.
00:04:41: Und warum deiner Meinung nach ist Vertrauen so ein riesiges Thema heute?
00:04:46: Also jetzt nicht nur für dich, sondern generell wird viel darüber gesprochen.
00:04:52: Warum poppt Vertrauen heute überall auf an allen Führungsecken und Enden... kommt ja nicht dran vorbei an dem Begriff, aber auch am Konzept.
00:05:07: Ja.
00:05:08: Warum?
00:05:08: Deiner Meinung nach ist das heute
00:05:10: so
00:05:11: wichtig geworden oder so im Mittelpunkt der Debatten und der Diskussion?
00:05:17: Ja da gibt es unterschiedliche Gründe.
00:05:20: wenn wir jetzt mal historisch auf die Arbeitswelt gucken auf den Arbeitskontext dann hat es zum einen ganz klar nachvollziehbare Gründe in den Strukturen, wie wir arbeiten.
00:05:29: Also wenn wir noch mal gucken ein bisschen paar Jahre zurück, zähleristische Zeit, Industriegesellschaft... Da ging es sehr im Zählerismus ja auch darum Prozesse zu optimieren, Prozessstraßen zu optimiren und ich habe gesehen wer arbeitet und wie die arbeiten und alles ging um Stückzahlen.
00:05:46: Es wurde linear produziert und die Produktionsbänder mussten am Laufen gehalten werden.
00:05:51: Ich könnte jetzt ganz Spitz finde ich sagen, Vertrauen brauchte es gar nicht so viel.
00:05:55: Weil das war einfach alles linear und klar und eindimensional Und es war relativ gut überschaubar.
00:06:05: Heute haben wir eine ganz andere Art zu arbeiten.
00:06:09: Wir arbeiten nicht mehr linear, sondern wenn man so will multidimensional Also auf allen Ebenen, die können gar nicht mehr sagen was eigentlich direkt auf unsere Arbeit einzahlt, sondern es gibt ganz viel was indirekt auf unserer Arbeit einzahlt.
00:06:25: Social Media ist das beste Beispiel dafür.
00:06:29: Wir haben heute ganz viel Wissensarbeit
00:06:32: d.h.,
00:06:33: wir laufen mit unserem Gehirn rum.
00:06:35: Das hat ja nicht Feierabend nur weil wir uns vielleicht irgendwo ausgestempelt haben.
00:06:38: Sondern Arbeit passiert heute ganz anders Und die Anforderungen sind massiv gestiegen und dann kommen auch noch neue Technologien dazu.
00:06:47: Wir haben eine hohe Arbeitsverdichtung Und wir haben ganz, ganz viele veränderte Anforderungen an das was wir leisten müssen.
00:06:53: Und heute können wir in der Führung beispielsweise nicht mehr auf unsere Prozessstraße gucken aus dem oberen Glaskasten und sagen Was passiert da gerade?
00:07:01: Wie produktiv sind wir denn?
00:07:03: Wem geht es denn wie und wer arbeitet wie?
00:07:06: Sondern Wir können das gar nicht mehr überblicken!
00:07:08: Das führt dazu dass wir das auch nicht mehr kontrollieren können.
00:07:12: Also wir sind gar nicht mehr in der Lage, dieses Volumen und die Anforderungen und die Komplexität zu kontrollieren.
00:07:19: Wir würden das aber sehr, sehr gern!
00:07:22: Und weil Komplexitet uns fertig macht, reagieren wir auf die erhöhte Komplexkeit mit noch mehr Komplexheit.
00:07:27: Wir bürokratisieren, wir tracken... ...und wir versuchen die Leute wieder ins Büro zu holen und wir versuchen alles irgendwie zu kontrolliern.
00:07:35: Das wird spürbar, dieser Knoten wird spörbar und die Menschen merken Das funktioniert einfach gar nicht und die sehnen sich jetzt nach dem Vertrauen der Freiheit, Dinge so zu tun wie sie sie tun möchten um der Komplexität gerecht zu werden.
00:07:50: Um Vereinbarkeit herzustellen zwischen unseren Lebensherausforderungen und der Arbeit.
00:07:57: Um
00:07:57: so zu arbeiten wie es ihnen gut tut und nicht krank zu werden usw.. Das heißt, dieser Nied-Vertrauen zu spüren.
00:08:06: Das ist ein Grundbedürfnis der Menschen weil sie merken ich brauche das für meine Arbeit und Vertrauen ist das einzige was wirklich Komplexität reduziert.
00:08:16: Das heißt nur wenn wir letztendlich akzeptieren dass wir das Ganze gar nicht mehr kontrollieren können und loslassen und andere Menschen lassen dann reduziert sich auf allen Ebenen die Komplexidät.
00:08:28: glaube ich, wirtschaftlich ein ganz wichtiger Faktor warum Vertrauen jetzt so wichtig ist.
00:08:32: und der zweite Punkt ist dass wir in den letzten Jahren wahnsinnig viele Krisen erleben.
00:08:38: Und die hören auch nicht mehr auf würde ich sagen.
00:08:41: also es entwickeln sich einfach schneller sehr viel spürbare Krisen zum einen weil wir viel besser informiert sind und viel schneller informiert und zum anderen weil wir einfach auch einschneidende Dinge gerade erleben.
00:08:54: also Corona war ein Beispiel.
00:08:57: Und das führt dazu, dass wir Menschen uns auch wiederum ganz stark nach Vertrauen sehnen.
00:09:04: Weil in Krisen die äußeren Sicherheiten wegbrechen und dann reduziert sich das was wir haben sehr schnell auf die Lebensnotwendigkeiten und die innere Stabilität.
00:09:16: Wenn wir merken, die Innere Stability wackelt auch weil da ist gar nicht so viel Verbindung und Vertrauen ja dann was haben wir noch?
00:09:23: Das heißt Wenn man so will, könnte man sagen je mehr äußere Sicherheit wegbricht desto mehr Sicherheit brauchen wir miteinander und die bekommen wir indem wir Vertrauen spüren.
00:09:34: Sowohl in andere als auch voneinander Und ich glaube das sind zwei Dinge die sehr deutlich machen warum dieser Begriff gerade überall ist.
00:09:42: Ja spannend sehr gut!
00:09:46: Was hat dich persönlich bewegt?
00:09:48: Du hast ja eben schon angesprochen dass es auch aus deiner Biografie herauskommt auf Vertrauen und psychologische Sicherheit so zu fokussieren.
00:10:01: Ja, also ich glaube man kann dem Ganzen auch noch eine andere Überschrift geben.
00:10:05: Also es ist ja immer Vertrauen in psychologischer Sicherheit im Bezug auf Führung und vor allem ist das auch die unsicheren Zeiten.
00:10:15: Was brauchen Menschen in diesen unsicherem Zeiten?
00:10:18: Und dann kommen wir wieder zu Vertrauen sagte, weil das dann so relevant wird.
00:10:25: Weil es noch viel spürbarer und sicher sichtbarer wird – und damit auch sicherer wird!
00:10:32: Und ich habe selber die Erfahrung gemacht wie's ist wenn du nicht ausgestattet bist mit einem großen Urvertrauen.
00:10:39: Also es gibt ja erstmal von Natur aus Menschen, die können leichter vertrauen und sehen mehr Chancen als Risiken und gehen sie dann auch eher ein, können besser loslassen machen sich gar nicht so viele Gedanken.
00:10:54: Ich beschreib das jetzt mal ganz pauschal.
00:10:58: und dann gibt es Menschen, die wundersamerweise schlecht loslassen können, die gerne Kontrolle haben einfach von Natur aus und die auch eher die Risiken sehen und gerne gut vorbereitet sind.
00:11:10: Und das hat erst einmal ganz viel mit dem persönlichen Urvertrauen zu tun.
00:11:14: Das können wir gar nicht beeinflussen weil das passiert im ersten bis zweiten Lebensjahr und hat ganz viel damit zu tun, ob wir uns schon in ganz, ganz jungen Jahren sicher gebunden fühlen an unsere Bezugspersonen.
00:11:26: Und ich habe lange gedacht im meinem Leben dass das jetzt so wäre und das könnte man auch nicht mehr ändern.
00:11:31: und so bin ich eben.
00:11:32: also dieser Satz so ja so ist es eben.
00:11:36: Bis ich verstanden hab und das war auch mein Glück bis ich in meiner eigenen Coaching-Ausbildung durch meine Arbeit die mich immer wieder mit mir selbst konfrontiert verstanden habe, dass man das durchaus entwickeln kann und dass Vertrauen kein Persönlichkeitsmerkmal ist sondern eine Fähigkeit.
00:11:57: Und dann hab ich selbst gemerkt wie wichtig es ist, wenn wir nicht so gut sind im Vertrauen – gerade wenn man jetzt aktuellen Zahlen folgt, die meisten nicht sehr gut im Vertauen – dann ist es umso wichtiger, dass wir diese Fähigkeiten ausbauen weil wir sie eben so dringend brauchen.
00:12:16: Und die Welt ist schlecht und der Mensch auch, ich kann hier sowieso niemanden vertrauen.
00:12:23: Das ist gerade sehr verbreitet genau das, ne?
00:12:24: Ich kann eh niemandem vertrauen und deswegen setze ich mich sehr dafür ein vor allem in der Führung also dann wenn wir Verantwortung haben für andere Menschen dass wir den Schwerpunkt darin legen miteinander zu lernen,einander auch zu vertrauen.
00:12:40: Ja, das finde ich schön, dass du das betontest dass Vertrauen nicht
00:12:47: festgesetzt
00:12:49: ist, sondern veränderbar ist und das wir was dafür tun können.
00:12:53: Dass nachnähren können auch diese Urvertrauen, das finde ich sehr tröstlich, dass egal wie man geboren wurde oder in welcher Familie man zu welchen Bezugspersonen gekommen ist, dass man sein Leben auch dahin gehen verändern kann.
00:13:09: Ich find' das sehr schön!
00:13:10: Ich find es sehr schön, dass da auch Verantwortung übernehmen kann sein eigenes Leben auch gestalten kann und Einfluss nehmen kann, egal wie der Anfang war durch die Ursprungsfamilien.
00:13:24: Ja und das finde ich auch so wichtig um wieder Möglichkeiten zu schaffen weil wir geraten ja wirklich in eine Unmacht.
00:13:32: so ging es mir auch ne Zeit lang dass ich wirklich dachte Ich bin dem ausgeliefert Und das kann ich kann das gar nicht ändern.
00:13:39: und dann aber uns ich glaube das kennen wir alle in ganz vielen unterschiedlichen Bereichen.
00:13:45: Ich habe dann irgendwann gelernt, Vertrauen ist eigentlich auch wissenschaftlich gesehen.
00:13:51: Ist eine Entscheidung!
00:13:52: Ich kann jederzeit entscheiden ob ich jemandem vertrauen möchte.
00:13:56: Das wie eine Risikoeinschätzung – ich hab das mal mit Risikkokapital verglichen und das ist genau das Gleiche letztendlich auch wenn es eine relativ sachliche Beschreibung ist für etwas so Menschliches.
00:14:09: aber es hilft um das zu verstehen weil Risikokapitel Da müssen wir auch erst mal was geben.
00:14:14: Wir müssen uns dafür entscheiden, bevor wir Sicherheiten haben.
00:14:17: Wir wissen das Risiko einschätzen und wir wissen ja da ist ein Risiko aber da ist eben auch eine Chance und wenn wir nicht investieren dann wird definitiv nichts daraus.
00:14:28: also wenn man nicht vertrauen kann ich eigentlich gleich sagen dann wird es auch nix.
00:14:32: Aber wenn wir vertrauen dann bekommen wir meistens viel mehr zurück als wir investiert haben.
00:14:38: Du sprichst davon dass Teams nicht an mangelnden Ideenscheiter, sondern an der Angst und dem fehlenden Vertrauen.
00:14:48: Wie zeigt sich das?
00:14:49: Du hast viel mit Teams gearbeitet!
00:14:53: Wie zeigt es sich?
00:14:57: Das zeigt sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen.
00:15:00: Es hat viel natürlich mit den Persönlichkeiten und der Kultur zu tun aber es gibt so Dinge.
00:15:05: die sind wahrscheinlich überall relativ ähnlich wenn Menschen in einem Termin in einem Meeting, beispielsweise wenn wir jetzt mal in der Wissensarbeit vielleicht sind und da ist jetzt ein Meeting.
00:15:17: Dann ist so eine klassische Situation die Führungskraft fragt was, fragt vielleicht nach neuen Ideen und alle gucken irgendwie betreten und niemand sagt so richtig etwas.
00:15:30: oder das kann auch sein es gibt zwei Ideen aber sie sind eben nicht innovativ.
00:15:34: also die sind relativ sicher und dann ist da auch kein Potenzial.
00:15:40: Ich weiß nicht, ob du das so kennst.
00:15:41: Aber du sitzt dann da und du spürst richtig die Zurückhaltung der Menschen!
00:15:47: Du spürste dich ohr wie unangenehm.
00:15:49: Also wir Menschen sind ja total gut darin diese Schwingungen zu fühlen... Und wenn dann Menschen danach nach dem Meeting miteinander in kleinen gefühlt sicheren kleineren Gruppen in so Schattenorganisationen darüber sprechen?
00:16:08: Und dann vielleicht so Dinge sagen wie Ja, das Meeting machte irgendwie gar keinen Sinn.
00:16:13: Oder sagen na ich hätt ja eine Idee gehabt aber ne?
00:16:17: Dann weißt du auf jeden Fall dass da Zurückhaltung stattfindet und nicht Ideenlosigkeit.
00:16:24: Und das ist...und ich glaube das lässt sich sehr gut rausfinden und spüren.
00:16:28: Also einmal diese Zurückhaltung in Termin weil wenn wir keine Idee haben wirklich keine Idee Wir haben einfach keine Idee dann sind wir nicht zurückhaltend Sondern dann reden wir ja trotzdem.
00:16:39: Dann sagen wir vielleicht, ich hab überhaupt keine Idee!
00:16:41: Ich weiß auch nicht... Was können wir denn jetzt machen um auf eine Idee zu kommen?
00:16:45: Aber wenn ich einfach nicht will weil ich mich gar nicht erst auf dieses Terrain begeben möchte Weil ich es für Reskanteilte mit meiner Idee zeigen halte ich eben lieber den Mund.
00:16:56: Das ist ein großer Unterschied.
00:16:57: Ja
00:16:57: absolut.
00:16:58: Was zerstört Vertrauen in Teams oder in Organisationen?
00:17:05: Und was baut Vertrauen auf?
00:17:08: Also wie können Kulturen und Führungskräfte oder auch Top-Entscheider das lenken und steuern.
00:17:15: Was zerstört Vertrauen, und was zahlt auch Vertrauen ein und baut es auf?
00:17:22: Gibt es unheimlich viel, wahnsinnig viele sehr kontextbezogene Dinge die so situativ sind.
00:17:30: Deswegen suche ich mir mal zwei drei raus.
00:17:32: Eine Sache, die Vertrauen immer zerstört ist Widersprüchlichkeit.
00:17:37: Also du tust etwas was nicht zu dem passt, was du sagst oder du sagest etwas aber wie du das sagst passt nicht dazu.
00:17:47: also ich höre irgendwie ihn unter Ton oder so.
00:17:50: Also überall da wo wir Widersprüchlichkeit wahrnehmen entsteht relativ schnell Misstrauen.
00:17:59: und dass es ja auch erst mal eine Schutzfunktion Das hat auch eine Funktion.
00:18:03: Es ist wichtig, das zu betonen.
00:18:04: Das ist ja gut, weil wir Menschen sind supergut darin, evolutionär bedingt zu gucken, lauert hier irgendwo Gefahr?
00:18:12: Und es ist wichtig zu wissen, wenn diese evolutionären Prozesse erst mal losgetreten sind, dann sind die relativ schwer wieder einzufangen.
00:18:19: Wenn ich schon glaube du bist ein Sebelzahn-Tiger, dann ist es relativ schwer mich davon zu überzeugen, dass du doch keiner bist.
00:18:24: so könnte man das jetzt sagen!
00:18:26: Deswegen ist es superwichtig... ...dass wir in Tega handeln.
00:18:33: Also das wäre jetzt vielleicht ein gutes Gegenteil von Widersprüchlichkeit, Integrität also die Übereinstimmung von dem was ich sage mit dem was Ich tue
00:18:42: und
00:18:42: dem wofür ich stehe Und was ich predige?
00:18:46: Also Das wäre sehr sehr wichtig und es lässt sich natürlich nicht immer zu ein hundert Prozent gewährleisten.
00:18:54: Jetzt kommt das zweite was Vertrauen mindern oder stärken kann.
00:19:00: und dann habe ich noch ein drittes.
00:19:02: Das Zweite ist, wenn das nicht klappt dann offen darüber zu reden.
00:19:05: Also Offenheit, offene Kommunikation auch über Wenn es nicht klappt, wenn ich gerade nicht integer war, wenn Ich selber in einem werte Konflikt bin und genau weiß ich handel eigentlich grade Nicht so wie die leute das von mir erwarten.
00:19:18: aber ich habe auch Grund Dann offen und transparent zu kommunizieren.
00:19:23: Intransparenz Schürt Misstrauen weil wir Menschen eigentlich immer wissen da Ist noch was im Busch.
00:19:30: Wir spüren auch dass Und viele Menschen denken ja, dass hohe Transparenz Flohfunk erzeugt.
00:19:36: Aber eigentlich erzeugte in Transparens-Flohfung.
00:19:39: also wenn wir merken da war irgendwas aber man hat nichts gesagt.
00:19:42: das heißt eine hohe Offenheit und Transparents ist auch immer vertrauensbildend.
00:19:47: Das dritte ist Dass die Bereitschaft das Risiko einzugehen sich verletzlich zu zeigen auch massiv Vertrauen bildet es einer der vertrauungsbildenden Maßnahmen die man so hat als Mensch etwas von sich geben, also in Vorleistung gehen.
00:20:05: Sich verletzlich zeigen will heißen es sind ja schon kleine Sachen.
00:20:09: also ich habe überhaupt keine Ahnung was was jetzt der nächste Schritt wäre.
00:20:13: Ich weiß das einfach nicht als Führungskraft.
00:20:16: so ich weiß es einfach nicht ich brauche eure Hilfe ist ein Akt der Verletzlichkeit.
00:20:23: da fängt er schon an.
00:20:24: Also ich muss nicht gleich über meine persönliche Krise reden oder meine Kindheitsgeschichte erzählen sondern es reicht eine Unvollkommenheit, eine Unzulänglichkeit offen zu kommunizieren.
00:20:35: Die muss natürlich ehrlich sein.
00:20:36: das ist wichtig.
00:20:38: Während wenn ich
00:20:40: mich
00:20:42: in Deckung bringe also meine Verletzlichkeit nicht nur nicht zeige sondern vielleicht sogar so tue als würde es völlig an mir vorbei gehen.
00:20:53: auch da spüren Menschen und auch dass erzeugt dann wieder Misstrauen.
00:20:56: Ich glaube das sind so drei der wichtigsten Dinge, die man kennen sollt wenn es um Vertrauen oder Misstrauen geht.
00:21:05: Das ist sehr spannend.
00:21:06: und weshalb denkst du fällt es vielen Führungskräften so schwer sich verletzlich zu zeigen?
00:21:14: Weil wenn Autorität oder für starke superrene Führungen sehr Sympathie und Einfluss ne und beides geht so zu Lasten des anderen.
00:21:28: und da einen guten Mittelweg zu finden.
00:21:30: Und dennoch ist irgendwie sich verletzlich zu zeigen, sowas scheinbar ganz schweres für Führungskräfter, ne?
00:21:37: Ja.
00:21:37: Woher kommt das deiner Meinung
00:21:39: nach?
00:21:41: Das ist vor allem weil wir so sozialisiert worden sind, dass Führungen – und das kommt jetzt auch noch sehr stark aus einfach einer anderen Zeit von Arbeit.
00:21:51: Und das kommt auch aus dem Patriarchat, das muss man auch sagen.
00:21:54: also Führung grundsätzlich ist noch in vielen Köpfen sehr patriarchalisch.
00:22:00: Das heißt, das Familienoberhaupt weiß Bescheid – es die starke Säule der Familie in Anführungszeichen kennt den Weg und sagt uns was wir jetzt tun müssen.
00:22:13: Und das ist noch sehr verankert in unserem System und deswegen gerade Männer tun sich tatsächlich schwer dann eine ganz andere Form von Führung zuzulassen, nämlich eher auch weibliche Anteile in der Führungen zuzulesen.
00:22:30: Die gar nicht so diesen patriarchalischen entsprechen sondern die wirklich eher sind.
00:22:35: ich hole mir das Wissen aus meinem Team Ich lass' die Leute partizipieren wir entscheiden gemeinsam weil ich weiß doch nicht die beste Lösung!
00:22:43: Ich habe doch selber keine Ahnung dafür hab ich doch euch Das ist ja ein ganz anderer Weg.
00:22:48: und dass es eben nicht...ich bin stark und ich kenne die Antwort An mir könnt ihr euch orientieren, sondern das ist eher... Ich weiß es auch nicht besser als ihr.
00:23:00: Aber gemeinsam sind wir also... Das fällt vielen sehr schwer weil sie natürlich genau das gelernt haben dass die als Führungskraft Ansagen machen müssen Die Antworten müssen Sie müssen Sicherheit geben was ja auch Quatsch isst.
00:23:20: Wir können ja niemanden Sicherheit geben Aber so haben wir es eben gelernt und wenn dann, wenn sie das Gegenteil davon machen sollen, dann fühlt sich das sehr riskant an.
00:23:29: Sehr gefährlich!
00:23:30: Und das ist auch erstmal ganz natürlich.
00:23:32: Ja
00:23:33: ja absolut.
00:23:34: Kommen wir doch zu deinen Büchern Karin.
00:23:37: du bist zweifache Autorin Spiegelbestseller-Autorin und in deinen beiden Bücheren geht es um Vertrauen, um psychologische Sicherheit.
00:23:46: und siehst du deine beiden Bücher als Bände die zusammengehören oder die aufeinander aufbauen, oder sind das für dich so das erste und das zweite so separate Werke?
00:23:59: Ich sehe sie tatsächlich als separate Werka.
00:24:01: Man kann sie völlig losgelöst voneinander lesen und gleichzeitig haben Sie natürlich eine ganz große Verwandtschaft miteinander und Menschen, die sich für das Eine interessieren werden, sich wahrscheinlich auch für das Andere interessieren.
00:24:16: aber es ist völlig los gelöst vomeinander Und der Anwendungsbereich ist tatsächlich auch noch mal ein anderer.
00:24:24: Also das würde sagen trust me, das erste Buch ist sehr organisationspsychologisch.
00:24:30: also da geht es wirklich auch viel um die grundsätzliche Vertrauensfähigkeit in Organisationen um diese herzustellen.
00:24:38: und hier safe be brave.
00:24:41: des zweite buch geht sehr rein in die alltägliche Situation.
00:24:46: da gibt's wirklich viel Führungshandwerk, da geht's ganz viel um konkrete Situationen und Dinge die nicht förderlich sind.
00:24:55: Und dann zeige ich eben wie könnte es besser gehen?
00:24:59: Und da gehts viel um Teamentwicklung und um die ganz konkreten spürbaren kleinen Dinge im Alltag, die wir tun können.
00:25:14: Mhm!
00:25:18: Also trust me zu schreiben.
00:25:21: Das erzähle ich immer total gern, weil es ist auch wieder so eine schöne Geschichte!
00:25:27: Ich hatte eigentlich nur im Sinn einen Artikel zu schreiben über das Thema Vertrauen, weil das eben in meiner Arbeit so allgegenwärtig war.
00:25:36: aber ich habe noch gar nicht so groß gedacht sondern ich hab zu der Zeit damals schon Verhaufel geschrieben und dann gesagt hey der nächste Artikel das wäre doch ein Thema.
00:25:46: und die gesagt ja super mach mal mir angefangen Gedanken zu machen und hab relativ schnell gemerkt, das ist zu viel.
00:25:52: Das krieg ich gar nicht in so ein
00:25:53: Artikel.".
00:25:55: Und es war mehr oder weniger so ... Ich könnte auch einen Buch darüber schreiben.
00:26:00: Daraus ist das dann entstanden aus dieser flapsigen Idee.
00:26:06: Und ich habe tatsächlich erst im Buchprozess, ich weiß noch genau, ich bin eines Tages mitten im Schreiben, bin aufgestanden und runtergegangen zu meinem Mann in die Küche.
00:26:19: Natürlich schreibe ich ein Buch über Vertrauen.
00:26:22: Und da hatte, glaube ich das erste Mal selber die Erkenntnis und es meine ich mit Das hätte ich erst viel später benennen können dass das eigentlich das Thema meines Lebens ist.
00:26:32: also Dass das kein Zufall ist sondern natürlich mache Ich das Das heißt das war auch sehr persönlich geprägt und natürlich gepräg durch diesen nie den ich in meiner Arbeit tagtäglich wahrnehme Tatsächlich nach dem ersten Buch gedacht, das war's.
00:26:53: Ich schreib kein Buch mehr.
00:26:54: Das ... ich hab ein Buch geschrieben, super!
00:26:58: Und da ist jetzt alles drin was ich weiß und mehr weiß ich auch nicht.
00:27:01: so war ein bisschen mein Gefühl ne?
00:27:03: Und...und ..ich habe mich sehr leer gefühlt..nach dem ersten buch aber auf eine gute Weise.
00:27:10: also ich hatte so das Gefühl guck mal ich bin alles los geworden was ich sagen wollte super und.
00:27:16: und es war auch erstmal okay.
00:27:17: und dann hat tatsächlich der Verlag irgendwann gefragt ob ich nicht mal Lust hätte nachzulegen und ein zweites Buch zu schreiben.
00:27:24: Und ich war erst mal so, ja okay... aber dann erstmal habe ich so gedacht, vielleicht geht es irgendwie generell um Führung?
00:27:32: Und das war eine Findungsphase bestimmt auch noch einmal von einem halben Jahr bis ich irgendwann gesagt hab jetzt habe ich's!
00:27:39: Ich glaube der Ausschlag war tatsächlich dass ich eine Situation hatte über die ich auch im Buch schreibe Ein ganz persönliches Erlebnis, nämlich meine Tochter.
00:27:52: Die eines Tages nach Hause kamen, da war sie noch in der Kita und die ... In der Kita-Probleme erlebt hat mit anderen Kindern Und sie war jetzt gar nicht im Mittelpunkt dieser ganzen Probleme.
00:28:06: Aber die Kinder miteinander konnten alle nicht so und haben auch sehr viel Grenzen ausgetestet Und die Erzieherinnen haben diese Situation nicht richtig den Griff bekommen.
00:28:14: Dann eskalierte das an einem Tag und der Freundin meiner Tochter wurde ziemlich doll weh getan.
00:28:19: Und das Schlimmere war aber, dass die Erzieherinnen an diesem Tag dann noch einen Kreis gebildet haben und den Kindern gesagt haben also jetzt ist Schluss mit diesen ganzen Theater hier.
00:28:31: Und ihr müsst euch jetzt wieder liebhaben!
00:28:34: Darüber habe ich dann mit meiner Tochter geredet und ich hab darüber danach auch mit dem Kita-Personal geredeht weil... Das ist mir ganz wichtig zu sagen da hat ja alle haben ja das Beste getan was sie hätten tun können und das meint auch niemand böse sondern auch das Kita-Personal hat natürlich ein begründetes Interesse daran, ganz schnell diese Situation ja tatsächlich in den Griff zu bekommen.
00:28:57: Und ich glaube, dass beschreibt ganz gut diese Not, in der Menschen dann sind, weil sie müssen alles irgendwie wieder zum Laufen kriegen.
00:29:04: Sie müssen die Störung beseitigen und dann liegt es erst mal nahezu sagen jetzt habt euch wieder lieb!
00:29:09: Ich glaube, es kennen auch viele Eltern von Geschwisterstreiterin und so... Aber an diesem Tag ist mir diese Kernbotschaft so hängen geblieben und auch was das mit meiner Tochter gemacht hat, weil die hat gar nicht verstanden warum die jemanden lieb haben soll den sie wirklich absolut nicht liebt.
00:29:29: Und dass es mir so hängengeblieben war, das kennen glaube ich ganz viele von uns entweder von unseren Kindern oder als wir noch Kinder waren.
00:29:39: Wir lernen sehr sehr früh, dass wir's anderen bequem machen müssen damit der Laden weiterlaufen kann und dass wir uns anderen nicht zumuten können.
00:29:49: Also, dass wir andere lieb haben müssen – obwohl wir es gar nicht tun -, dass wir schön nicken sollen, obwohl uns was missfällt, das wir nicht stören sollen, damit irgendwie alles weitergehen kann, weil wir eben immer noch sehr in diesen Prozessstraßen leben.
00:30:02: Ja?
00:30:03: Wir wollen also das Ding gefertigt werden!
00:30:07: Und das heißt, wir lernen sehr früh, dass der störungsfreie Ablauf viel wichtiger ist als das, was wir zu sagen haben.
00:30:13: Und dann später bei der Arbeit wundern wir uns, warum alle im Meeting sitzen und niemand eine Idee teilt oder mutig ist und ein Konflikt anspricht.
00:30:22: Oder das Meeting infrage stellt – weil es gar keinen Sinn mehr macht dieses Meeting!
00:30:28: Ja aber wo soll das herkommen wenn wir das gar nicht gelernt haben?
00:30:31: Und vor allem wie stellen wir das her in einer Welt, in der wir das alle gar nicht gelernt
00:30:36: haben?!
00:30:37: Und daraus ist die Idee für das Buch entstanden.
00:30:40: Toll super!
00:30:41: Genau das brauchen wir auch diese Mutigung vor Menschen sich einzubringen und mitzumachen, nicht zurückzuhalten.
00:30:49: Und genau das ist ein toller Ansatzpunkt!
00:30:54: Ja weil das möchte ich vielleicht noch kurz ergänzen.
00:30:57: Weil fertig werden ist auch nur eine Form der vermeintlichen Kontrolle also dass es auch so einen Kontrollentum die Illusion von Kontrolle ist.
00:31:08: wir haben was fertig ja super Aber wo führt das hin, wenn wir immer nur alles fertig machen?
00:31:14: Ohne mal vom Weg abzukommen ohne mal inne zu halten.
00:31:18: Ohne Mal zu stolpern dann werden wir zwar alles fertigmachen aber Dann haben wir alles fertig gemacht auf dem Weg in den Ruin weil wir uns gar nicht entwickeln.
00:31:26: und Das ist mir so wichtig daran.
00:31:29: warum es?
00:31:29: Weil viele werden jetzt vielleicht denken ja man muss Ja auch Dinge fertig machen ja Aber Man Muss Im gleichen Maße Auch Immer Wieder Irritationen Zulassen Und Sogar Fördern Weil wir sonst ganz viel fertig machen, was wir gar nicht brauchen.
00:31:43: Genau und heute auch ausprobieren und andere Wege gehen.
00:31:46: Wir brauchen ja viel dringender als Effizienzen.
00:31:50: Hast du dich denn schon immer als Autorin gesehen Karin oder gefühlt?
00:31:56: Du hast gesagt, du hast schon mal Artikel geschrieben.
00:32:01: das fällt dir leicht ist so dein Ding?
00:32:04: hast du dich als Autorian gesehen dass du sagst Ja natürlich!
00:32:06: Das ist eigentlich auch mein Ding.
00:32:10: Das kam sehr spät, also ich war nie die, die gern geschrieben hat.
00:32:15: Nie!
00:32:16: Als alle meine Freundin Tagebuch geschrieben haben habe ich das nicht gemacht.
00:32:21: Ich fand das irgendwie blöd und ich weiß gar nicht zu anstrengend, glaube ich, in der Schulzeit.
00:32:27: Ich hab auch nie gern in diese ganzen Freundschaftspücher geschrieben... ...und ich hab eigentlich nie gerne geschrieben bis ich Vor einigen Jahren, ich glaube es war vor acht Jahren oder so.
00:32:40: Also wirklich noch nicht lange her habe ich mir einen Projekt vorgenommen und meine eigene Website mal gebaut.
00:32:46: also ein cooles Projekt hat mich damit beschäftigt und dann hab' ich gedacht ach guck ma.
00:32:50: und wenn man so eine Website hat dann braucht man ja auch im Blog.
00:32:54: Und irgendwann habe ich angefangen meinen ersten Blog Artikel zu schreiben und dann so den zweiten und dem dritten.
00:32:59: und dann kam von Menschen Feedback von meinen KollegInnen damals noch Ich war noch im Unternehmen Mensch das ist echt cool.
00:33:07: Und auf irgendeiner Konferenz hab ich dann jemanden getroffen, der meinte hier schick mir doch mal einen deiner Artikel.
00:33:16: Der war von Haufe und der hat dann irgendwann diesen Blogartikel dem Christoph Pause, dem Chefredakteur von Haufen New Management gegeben und er hat den sofort veröffentlicht so wie er war und hat mir danach die Info gegeben.
00:33:30: hey du!
00:33:30: Ich bin Christoph und ich habe dein Artikel veröffentlich und so ging das eigentlich los.
00:33:35: Und dann habe ich einfach immer mal wieder aus Lust und Laune über Dinge geschrieben, die ich in meiner Arbeit erlebt hab.
00:33:41: Ich glaube, ich habe das Schreiben entdeckt, weil ich einen Anlass hatte.
00:33:45: Ich wusste, worüber ich schreiben soll.
00:33:46: Mir war vorher nie klar, woher ich schreiben solle.
00:33:50: Plötzlich hatte ich aber ein Thema.
00:33:53: Dann fing Social Media an.
00:33:54: Da habe ich Artikel geschrieben.
00:33:56: So habe ich gemerkt, wie viel Freude mir das schreiben macht ... Und ich muss tatsächlich sagen, die Erkenntnis, dass ich vielleicht im Herzen einer Autorin bin.
00:34:03: Die kam dann wirklich in meinem Leben wenn man so guckt relativ spät.
00:34:08: aber heute bin ich das mit Leib und Seele ja.
00:34:12: Welches Buch war schwerer für dich zu schreiben oder leichter für Dich zu schreiben?
00:34:17: Das erste oder das zweite?
00:34:21: Auf jeden Fall das Zweite!
00:34:22: Okay auf jeden Fall aus ganz unterschiedlichen Gründen.
00:34:28: also beide Schreibprozesse waren total schön Und trust me war gleichzeitig auch noch sehr, sehr hart.
00:34:36: Es war auch ein sehr harter Prozess weil jemand wie ich mit eben einem nicht so guten grundsätzlich nicht so guten Vertrauen in sich selbst auch da habe Ich schon gemerkt dass ich sehr mit mir konfrontiert worden bin Mit meinen Ängsten und immer wieder auch mit der frage interessiert die leute überhaupt was ich zu sagen hab und was habe ich überhaupt zu sagen?
00:34:57: also Darüber habe ich dann auch geschrieben.
00:35:00: Ich hab dann einfach gedacht, naja wenn ich mich da schon frage kann ich das ja auch im Buch beschreiben es ist ja vertrauen worum es geht und Habte auch so diesen Kampf mit mir selber thematisiert und ausgemacht.
00:35:10: und Das war da habe ich mich sehr Da habe ich sehr mit mir gekämpft Und dass habe ich auch daran gemerkt wie perfektionistisch ich in Teilen geworden bin in dem nochmal und nochmal und noch mal bearbeiten der Dinge.
00:35:25: Und das hat sicherlich auch vieles besser gemacht, an einigen Stellen war es aber auch einfach nur meine Bedürfnisbefriedigung von Kontrolle muss man ganz klar sagen.
00:35:35: Aber deswegen war's ein sehr schöner Prozess und gleichzeitig auch doch ein sehr harter Prozess.
00:35:40: Auch weil ich damals noch angestellt war, ich war selbstständig Ich hab zwei Kinder und dann noch das Buch – ich habe das auch nicht gut geplant!
00:35:46: Also muss man ehrlich sagen, ich bin da so reingestolpert.
00:35:51: Viel Selfie Brave ist aus einer ganz anderen Situation entstanden.
00:35:56: In der vollen Selbstständigkeit, das heißt A ich konnte mir meine Zeiten ganz anders planen und ich habe dieses Buch eben nicht in meiner Privatzeit geschrieben sondern in meiner Arbeitszeit.
00:36:04: Das ist ein großer Unterschied.
00:36:07: Und B Ja Ich wusste genau wie es geht.
00:36:13: Ich wuste genau wie's geht.
00:36:14: Es hat mir ganz viel Sicherheit gegeben.
00:36:15: Das hat mir beim ersten Mal gefehlt.
00:36:18: Ich kenne das von meinen Kindern.
00:36:20: Bei meiner Tochter, beim ersten Kind wusste ich auch nicht wie es geht.
00:36:22: Hab mich auch ganz nervös gemacht und das war ein Riesenunterschied zum zweiten Mal bei meinem Sohn da wusste sich wie's geht so ähnlich tatsächlich war's mit dem Buch.
00:36:33: Ich hab mich einfach von vornherein in so'n Flow begeben Und habe das als sehr befriedigenden schönen Prozess empfunden.
00:36:40: Das hört
00:36:41: sich gut an.
00:36:43: Wann hast du dir denn die Zeit zum Schreiben genommen?
00:36:45: Also war das z.B.
00:36:46: immer ein Vormittag oder Nachmittags, waren das viele Stunden am Tag oder waren es ein paar an bestimmten Tagen.
00:36:52: einfach dass man mal so eine Vorstellung bekommt was das wie viel das ist.
00:36:57: ja das schreibt's ja nicht so von jetzt auf gleich.
00:36:59: ne
00:37:00: Nee das stimmt das stimmt.
00:37:02: Das.
00:37:04: also hat ungefähr einen halbes Jahr gedauert das reine schreiben und ich habe mir diesmal wochenweise geblockt.
00:37:11: Also, es war auch nochmal glaube ich ein großer Unterschied.
00:37:14: Ich habe Trust Me immer Samstags geschrieben also wie gesagt in meiner privaten Zeit und irgendwann dann auch immer...also ich hab dann irgendwann auch immer nachts geschrieben oder immer zwischendurch wenn sich gerade Zeitfenster boten weil das eigentlich gar nicht zeitlich machbar war.
00:37:30: Und FeelSafeBeBrave habe ich mir wirklich auf die gesamte Sicht Fenster geblockt wochenweise geblocked Und hab das meiste in meinem Lieblingscafé geschrieben.
00:37:41: Ich glaub, auch das war ein großer Unterschied.
00:37:43: Ich habe mir eine Umgebung gesucht, in der ich mich fallen lassen konnte und ich mag es zu beobachten.
00:37:51: Während ich schreibe komme ich auf gute Gedanken besser als zu Hause am Schreibtisch vor meinem Monitor.
00:37:58: Ich trink total gern Kaffee.
00:37:59: Ich musste mir nichts machen und konnte mich nicht ablenken mit Brutschmieren oder so.
00:38:07: Und dann habe ich mir wochenweise geblockt.
00:38:10: Genau, also ich hatte dann mehrere Wochen, wo ich gar nicht dran gearbeitet hab.
00:38:14: aber da habe ich wieder Praxis gehabt und kam auf ganz viele Ideen und haben ja immer nur Tipps gemacht.
00:38:18: Immer wenn ich in irgendeiner Teamentwicklung irgendwas erlebt habe, habe ich das natürlich sofort aufgeschrieben.
00:38:23: und dann hatte ich wieder beispielsweise eine Woche, wo Ich dann ganz hier runter geschrieben habe.
00:38:26: Das war total schön.
00:38:28: Hört sich gut an!
00:38:30: Was ist härter?
00:38:31: Schreiben oder hinterher Promoten?
00:38:35: Auf jeden Fall Promoten.
00:38:38: Auf jeden fall ganz klare Antwort!
00:38:41: Das lustig, dass du fragst... Ich habe gerade in den letzten Tagen irgendwann nochmal gesagt, meine Erkenntnis aus diesem ganzen Prozess jetzt auch noch mal war das Schreiben ist total schön.
00:38:54: ich könnte es auch nur machen.
00:38:55: also wenn man nur vom Schreiben leben könnte ich würde nur schreiben und das Promoten empfinde ich wirklich als sehr anstrengenden Prozess, weil es eben ... Wir hatten das Thema ja kurz bevor wir offiziell auf Straf gedrückt haben.
00:39:13: Vielleicht passt das ganz gut!
00:39:14: Da haben wir euch auch darüber gesprochen dass sich im direkten Austausch immer gar nicht so sage, oh ich bin aber... Ich habe aber auch ein Spiegelbesteller geschrieben oder ich bin ja Leadership-Expertin sondern ich bin eben Karin und dass mir schon manchmal gesagt wurde ich müsste mehr betonen was ich denn schon alles tolles für Titel ab und so.
00:39:35: Und dass das im Miteinander gar nicht mein Ding ist, ich glaube es ist genau der Kern, dass ich gar nicht
00:39:42: die
00:39:43: Marketing Sales-Ada hab sondern ich lasse meine Arbeit gerne für mich sprechen.
00:39:50: aber ich spreche nicht so gern über meiner Arbeit wenn man so will.
00:39:54: natürlich spreche ich über meine Arbeit auf Social Media immer sehr Themen fokussiert und ich mache nicht so gerne Produktwerbung.
00:40:01: Das muss man einfach sagen!
00:40:02: Das ist für mich anstrengend.
00:40:07: Ja, für andere kann man es dann auch noch besser machen als für sich selber.
00:40:13: Aber die Sichtbarkeit ist halt einfach der Erfolgspunkt oder
00:40:21: der
00:40:22: Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg eines Projektes.
00:40:26: Was hat sich denn nach deinem ersten Buch verändert?
00:40:30: Hat sich was verändert?
00:40:32: Und was und was war nach dem zweiten Buch?
00:40:34: Hat sich da auch noch mal etwas verändert für dich, für dein Leben, für deinen Business.
00:40:38: Hast du da was mitgemerkt?
00:40:41: also ich glaube das wichtigste Für mich und mein leben was sich verändert hat nach beiden büchern gleichermaßen Was ich wirklich sehr spüre ist meine persönliche weiterentwicklung.
00:40:53: Also beide Bücher waren wie so ein booster in meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklungen.
00:40:58: und es kommt weil ich beim schreiben Also, ich habe sehr viele ... Ich hab in der Tendenz eher introvertierte Anteile.
00:41:06: Das heißt, ich gehe total gerne in meine Gedankenwelt und hole mir da die Energie.
00:41:10: Und ich bin gern mit meinen Gedanken und komme dann auf neue Ideen, wenn ich mit mir allein in mein Gedanken
00:41:15: bin.".
00:41:17: Dann gibt es ja eher so extrovertiertere Menschen, die kommen auf Ideen werden sie sich mit anderen unterhalten mehr und ziehen da die Energie.
00:41:24: Bei mir ist das ... Ich glaube deswegen schreibe ich auch so gern Weil das ist für mich so meine Welt, in der ich abtauchen kann und mit meinen Gedanken bin.
00:41:32: Und das heißt, ich habe einfach unfassbar viele Erkenntnisse selber nochmal gewonnen durch das Tiefe-Durchdringen meiner eigenen Gedanken.
00:41:39: Das ist total schön!
00:41:42: Und dadurch hab' ich mich wahnsinnig selbst entwickelt... ...und geschäftlich hat sich verändert, dass mit dem ersten Buch einfach eine noch mal ganz andere und viel mehr Anfragen kamen.
00:42:00: Bis heute beschreiben mich Menschen an oder fragen mich an, weil sie sagen ich habe Trust me gelesen und ich möchte mit dir arbeiten.
00:42:09: Und das ist total schön auch zu sehen wie langlebig diese Bücher aus sind und dass es einfach wertvoll und wertvoll ist und dass das bleibt.
00:42:20: Das war jetzt mit viel Selfie Brave ist es ganz ähnlich.
00:42:23: also Menschen kommen auf mich zu und sagen, ich habe dein Buch gelesen.
00:42:29: Und ich möchte mit dir arbeiten oder sagen mir auch einfach nur bei beiden Büchern Danke!
00:42:35: Danke dass du dieses Buch geschrieben hast weil Du hast mehr aus den Herzen gesprochen und das empfinde ich als sehr sehr.
00:42:44: also da bin ich ganz demütig weil ich das als sehr großes Privileg empfande dass Menschen meine Gedanken lesen und die ihnen helfen und sie sich dafür bei mir bedanken.
00:42:54: Das empfinde ich als großes Glück.
00:42:56: Das ist sehr schön, wenn man das Feedback bekommt.
00:43:01: Welchen Erfolg muss so ein Buch haben damit es sich lohnt deiner Meinung nach oder damit ein positiver Effekt eintritt?
00:43:15: Boah, das ist eine schwere Frage!
00:43:17: Weil Erfolg ist ja ganz individuell.
00:43:19: also die Frage ist was will man mit dem Buch erreichen?
00:43:23: würde ich sagen Wenn du einfach ein Buch schreiben möchtest, weil du dich einem Thema tiefer widmen möchtst und du möchtes das auch andere davon profitieren.
00:43:32: Dann ist... wenn du das geschafft hast, ist das dein Erfolg!
00:43:36: Und dann bist du auch unabhängig davon ob dass viele Menschen lesen oder wenig Menschen lesEN.
00:43:43: Wenn du einen Buch haben möchterst als ... und das höre ich jetzt sehr viel in letzter Zeit als Marketing-Esset kannst du dir überall drauftapizieren, dass du das Buch hast und dann hast du auch das geschafft.
00:43:59: Und dann ist das auch ein Erfolg wenn es denn für dein Geschäft hilfreich ist.
00:44:08: Deswegen ist es... Wenn du Spiegel des Zellers werden willst, dann ist der rote Aufgeleber der Erfolg.
00:44:13: Das heißt genau ich finde die wichtigste Frage ist gar nicht wie erfolgreich muss das Buch sein sondern was ist denn das?
00:44:22: Was du mit dem Buch überhaupt erreichen möchtest.
00:44:26: Ich glaube, die Frage sich zu stellen ist super wichtig weil und das muss man mal ganz klar sagen es ist unglaublich viel Arbeit Es ist sehr viel Zeit Und Das muss man sich gut überlegen ob man das machen möchte und da braucht man guten Grund.
00:44:42: ich glaube wenn man einen guten Grund hat dann kann man das ganz gut machen aber Den Grund dem braucht man also.
00:44:48: da sind wir auch wieder bei Purpose.
00:44:49: was?
00:44:50: Was is denn das was du damit warum?
00:44:58: Und ich glaube, was auch wichtig ist, ist dann während des gesamten Prozesses sich nicht verführen zu lassen, sich von anderen Dingen abhängig zu machen.
00:45:07: Also das wollte ich noch sagen!
00:45:11: Weil ja die meisten Bücher nun mal einfach wenn man auf Erfolgskriterien guckt leider gar nicht so oft gelesen werden wie sie sollten weil Bücher verdienen es gelesen zu werden und Das passiert leider oft, dass man ein Buch auch veröffentlicht.
00:45:28: Ich habe letztens irgendwann gelesen, ein erfolgreiches Buch im Durchschnitt wird fünfhundert mal verkauft.
00:45:32: Fünfhundert
00:45:34: Mal!
00:45:35: Es ist wahnsinnig viel Arbeit für... Es ist von der Download sozusagen?
00:45:39: Ja es ist so viel Arbeit und deswegen glaube ich, das ist unglaublich wichtig, dass Man vorher sehr klar ist was will man erreichen und was ist man bereit dafür zu tun Und dass man dann genau es schafft, möglichst sich nicht abhängig zu machen.
00:45:55: Ich habe in meinen beiden Buchphasen erlebt, und das ist sicherlich auch so ein Thema in unserer Gesellschaft.
00:46:05: Dass ein hoher Druck entstanden ist durch mein Umfeld weil nach dem Erfolg beispielsweise des ersten Buches alle gesagt haben ja jetzt klappt es auf jeden Fall mit dem roten Aufkleber!
00:46:17: Und ich hab dann viele Nachrichten gekriegt wo's immer darum ging und weißt du schon was?
00:46:23: Es hat mich unfassbar gestresst Und da habe ich auch noch mal für mich so gemerkt, wie selbstverständlich das für uns ist.
00:46:36: Dass ein Buch sowas erreichen muss und gleichzeitig gibt es so viele tolle Bücher die aus ganz unterschiedlichen Gründen nie auf so einer Liste erscheinen egal wie gut sie sind.
00:46:44: Das muss man ja auch mal sagen.
00:46:46: Es hat mich sehr unter Druck gesetzt und da ist mir nochmal bewusst geworden, wie wichtig das ist dass wir uns möglichst soweit es eben geht unabhängig machen von solchen Dynamiken Und gleichzeitig sind wir alle auch nicht frei davon.
00:47:00: Aber ja, das ist noch mal so ein Thema und deswegen ist Erfolg sehr individuell zu bemessen.
00:47:06: Erfolg könnte auch sein... Ich habe das Buch für mich geschrieben und ich hab' mich nicht verführen lassen, irgendeinem Ziel nachzuhächeln ne?
00:47:15: Also Erfolg!
00:47:16: Ja, ich glaube wenn du am Ende sagen kannst dass du ein tolles Buch geschrieben hast und dass du richtig zufrieden bist mit dem was da drin steht wirklich aus vollstem Herzen über meine beiden Bücher sagen kann, dass ich die wirklich liebe und sehr stolz auf dieses Ergebnis bin.
00:47:32: Und das ist für mich nicht so typisch, dass Ich sowas sage, dann ist das eigentlich der wichtigste Erfolg.
00:47:39: Ja schön!
00:47:39: Das kannst du auch wirklich sein.
00:47:40: also da bin ich sehr stolzt mit dir, dass Du diese beiden Büchern auch sehr stolze auf Dich, dass du diese beiden Bucher geschrieben hast.
00:47:50: Also wirklich eine großartige Leistung Vielen Dank.
00:47:55: Kommen wir dann doch mal zur psychologischen Sicherheit zurück und lassen den Buchprozess ein bisschen hinter uns.
00:48:03: Du hast jetzt diese beiden Bücher geschrieben, wie siehst du psychologische Sicherheit heute in Unternehmen?
00:48:10: Ist das weiterhin offen... Ich meine, wir reden darüber aber ist das umgesetzt oder ist es auf einem guten Weg oder ist das auf dem Rückzug?
00:48:18: Wo stehen wir heute mit psychologischer Sicherheit in Unternehmen?
00:48:25: Also die ungeschönte Wahrheit ist, dass es nicht so gut aussieht gerade.
00:48:29: Und das ist jetzt wie gesagt auch auf Meta-Ebene erstmal so ein pauschaler Blick weil es gibt ganz tolle Unternehmen, die da ganz toll unterwegs sind und es gibt eben Unternehmen wo's nicht so ist.
00:48:38: Wenn ich jetzt in der Sonne gucke dann muss man sagen im Moment ist es schwierig.
00:48:43: Das liegt an unterschiedlichen Dingen.
00:48:45: zum einen weil wir aus schon beschriebenen Gründen und tradierten Bildern von Arbeit, Führung usw.
00:48:55: also lange nichts dafür getan haben in Unternehmen.
00:48:59: Das liegt aber auch daran gerade jetzt daran dass wir sehr viel wirtschaftliche Unsicherheit erleben und viele Unternehmen Restrukturierung und Personalabbau erleben.
00:49:08: Und Restrukturierungen und Personalabbau sind neben einer ausgeprägten Hierarchikkultur die Dinge die psychologische Sicherheit mit am schwersten machen.
00:49:16: Also kann man sich vielleicht vorstellen es ist schwer als Mitarbeitende in einem Unternehmen meiner Chefin zu sagen, dass ich gerade ein Thema mit ihrem Verhalten habe.
00:49:27: Wenn ich weiß das gleichzeitig grade Gespräche laufen welche Mitarbeiterinnen abgebaut werden müssen weil ich dann denke sie sagt bestimmt meinen Namen war.
00:49:37: jetzt hab ich mich bei ihr unbeliebt gemacht.
00:49:38: also um das mal ganz plakativ zu machen Das bedeutet?
00:49:42: Dass wir sehr viel Angst haben gerade existenzielle Angst und viel Unsicherheit.
00:49:49: Und das ist das Paradoxe.
00:49:50: Gerade jetzt brauchen wir ganz viel psychologische Sicherheit, weil die vor allem in der Krise und in unsicheren Zeiten so essentiell sind.
00:49:57: Und gerade dann geht sie uns schnell verloren... ...und grade dann tun wir auch viel zu wenig dafür!
00:50:06: Weil wir schnell in so ein Krisenmodus gehen und vor allem dann auch in der Führung schnell in Command & Control Autoritäre Führung, also die Tendenzen gehen ja gerade jetzt wieder in eher autoritärere Führungen rein um die Krise zu kontrollieren.
00:50:21: Es ist auch wieder so ein ganz typischer Mechanismus aber wir werden sie nicht kontrollieren.
00:50:26: Wir müssten eigentlich jetzt im psychologische Sicherheit investieren Also ganz menschlich rangehen und ganz viel tun für Mut und Offenheit im Team Um gut durch die Kriese zu kommen.
00:50:38: Deswegen jetzt grade Ist es ein sehr großes Feld indem wir da ganz viel tonen müssen.
00:50:47: Ja, wie könnte dennoch Vertrauen verankert werden?
00:50:51: oder ist das einfach schwierig?
00:50:52: Ist gerade ein paradoxes Feld.
00:50:55: Wie es eigentlich bräuchten.
00:50:56: aber irgendwie ist es doch auch schwierig.
00:50:58: oder denkst du ne?
00:50:59: also Den Weg gibt es eigentlich immer
00:51:04: In dem weg gibt es immer wir können immer etwas tun.
00:51:06: Das finde ich ganz wichtig und wichtig ist dass wir etwas in unserem eigenen Einflussbereich tun.
00:51:14: Wichtig in der Führung ist, dass wir uns frei machen von all den Dingen die wir nicht beeinflussen können.
00:51:19: Von dem was das Management entschieden hat vom Abbauprozess und von der Krise von der Marktsituation.
00:51:25: Das müssen wir alles bei Seite tun weil wir können es nicht ändern.
00:51:29: Nicht was März entscheidet nicht worüber er spricht nicht weiß ich nicht welche politischen Auseinandersetzung weltpolitische auseinandersetzungen gerade wie sich auswirken.
00:51:40: Wir können diese Dinge nicht ändern.
00:51:42: Wir können aber jeden Tag in unserem eigenen Team dafür Sorge tragen, wie wir miteinander reden.
00:51:49: Ob wir uns Zeit für unsere Leute nehmen und ob wir einen offenen Umgang fördern und vor allem selbst in Vorleistung gehen, uns verletzlich zeigen eigene verrückte Ideen teilen selber Dinge infrage stellen und den Status quo hinterfragen um Hilfe bitten.
00:52:07: ich kann das sofort machen dass Schöne ist und so ist auch das Buch geschrieben.
00:52:11: Es sind alles mini kleine Mikroentscheidungen am Tag.
00:52:14: Ich brauche also keinen großen Change-Prozess und keine teure Beratungstoolkits, um psychologische Sicherheit zu fördern sondern ich kann das jeden Tag mit diesen kleinen zwischenmenschlichen Mikromomenten tun in denen ich maximal psychologischen Sicherheit fördere.
00:52:30: wenn ich beispielsweise zu jemandem sage bitte sag mir was du darüber denkst!
00:52:36: Mir ist eine ehrliche Meinung wirklich... Und das immer wieder Tour und dazu Einlade.
00:52:41: Und danach auch sagen, wenn jemand was Unterquemes sagt oder vielleicht sagt ja weißt du ich glaube nicht dass dieser Prozess im entferntesten Sinne noch irgendwie Sinn macht tatsächlich?
00:52:50: Und dann zu sagen Auch wenn es mein Prozess war und ich habe den ins Lufen und es ist mein Baby gewesen zu sagen hey was Dankeschön.
00:52:59: Dann lass uns gucken was wir jetzt damit machen wie wir damit umgehen.
00:53:02: Was mache ich jetzt?
00:53:03: also ich lade dazu ein zur offenen Austausch.
00:53:07: Dann höre ich mir das an So unterkoppelt erst mal zurück, was ich jetzt darüber denke.
00:53:14: Sondern ich lass einfach sein, was da ist und ich lasse vor allem auch die Gleichzeit leicht unterschiedlichen zu weil das hat nichts mit mir zu tun sondern mit dem Thema.
00:53:25: Und dann bedanke ich mich dafür und zeige dass mir es wirklich wichtig ist Weil das ein positiver Verstärker ist damit die Person es beim nächsten Mal möglichst wieder tut.
00:53:33: und Dann zeige ich ihr auch noch dass Ich bereit bin jetzt gemeinsam zu gucken Was denn eine bessere Alternative wäre.
00:53:38: so Einfach geht im Kern Die Förderung von Psychologischer Sicherheit.
00:53:42: Es ist echt kein Hexenwerk, das Problem ist dass die leichtesten Dinge in der Theorie in der Praxis oft die schwersten sind.
00:53:50: Stimmt ja auch menschlich sein
00:53:53: oder
00:53:53: wertschätzend sein kann einfach es könnte so einfach sein und ist oft einfach sehr schwer umzusetzen weil wir im Default-Modus im Autobiloten sind und es nicht anders gelernt haben.
00:54:06: Definitär genau!
00:54:08: Als Führungskraft will ich fertig machen Und wenn dann jemand drei Minuten vor Ende des Termins, wenn ich doch jetzt die Entscheidung will sagt Ich glaube das ist eigentlich gar nicht sinnvoll.
00:54:17: Ich glaub wir müssen da nochmal drüber nachdenken und ich hab den Druck weil das Management mir sagt ich muss aber heute fertig sein Dann habe ich ein Problem und dass es so unbequem.
00:54:26: Deswegen ist es un bequem mutige Mitarbeitende zu haben und deswegen sagen wir habt euch bitte jetzt alle wieder lieb und sagt Ja zu meiner Entscheidung.
00:54:37: Aber wir kommen damit eben nicht weit und deswegen, glaube ich, brauchen wir eine gewisse Liebe für das Unbequeme in der Führung.
00:54:45: Da kommen wir vielleicht zu einem Paradox – das Un bequeme, was irgendwie länger dauert.
00:54:53: wie sind sehr prozessorientiert zur Effizienz getrieben?
00:54:59: Wie verbindet sich?
00:55:00: oder wie kommt vertrauenpsychologische Sicherheit und eine Leistungsorientierung zusammen?
00:55:09: Weil oft wird das ja so getan, als würde sich das ausschließen an der Kuschelkurs.
00:55:14: Da werden dann die Füße hochgelegt.
00:55:17: Wie kommt das zusammen?
00:55:19: Also was würdest du denn bedenktenträgern sagen?
00:55:25: Ja ich würde sagen dass ist das größte Missverständnis, wir haben viele Missverständnisse wenn es um Vertrauen und psychologische Sicherheit geht und das ist glaube ich mit das Größte In einer Umgebung, in der wir psychologisch sicher sind und uns vertrauen, dass wir da uns so wohlfühlen.
00:55:41: Dass wir deswegen uns nur noch zurücklehnen und die Beine hochlegen.
00:55:46: Wir sehen ja das Gegenteil also die emotionale Bindung auf wenn man jetzt nach den Zahlen von Gallup geht Die ist ja auch einem historischen niedrig Wert.
00:55:58: Die ist zwar wieder leicht gestiegen aber immer noch historisch niedrig.
00:56:01: Und es bedeutet, siebenundsiebzig Prozent der Menschen in Deutschland machen einfach Dienst nach Vorschrift.
00:56:05: Ich nehme jetzt mal nur diese Zahl.
00:56:07: und was heißt das genau?
00:56:09: Die emotionale Bindung ist die wahrgenommene Führungskwalität also je nachdem wie gut wir Führungen wahrnehmen, die Führungsqualität dass du höher emotional gebunden sind wir.
00:56:20: Siebenundsebzig prozent sind zwar physisch noch da aber eigentlich die machen auch nur noch das was man jetzt von ihnen will und kein deutlich mehr.
00:56:28: Wir sprechen also nichts an Geben keine verrückten Ideen rein, geben nicht die extra Meile und so weiter.
00:56:33: Warum machen sie das nicht?
00:56:36: Weil Sie das Gefühl haben, dass es eh keinen interessiert oder dass Sie eben nichts sagen können!
00:56:43: Das äußert sich in fehlender Produktivität weil wenn wir nicht emotional gebunden sind dann sind wir nicht mehr engaged und engagiert und dann sind wer nicht produktiv Und das kostet uns jedes Jahr über hundert Milliarden Euro nur in der deutschen Wirtschaft.
00:56:58: Deswegen harter Wirtschaftsfaktor.
00:57:00: Vertrauen im psychologischen Sicherheit sind eben keine weichen Faktoren, sondern die härtesten Wirtschaftsfactoren, die wir haben – Sie sind nur nicht so messbar wie andere KPIs und deswegen suggerieren sie einem immer, sie wären weich.
00:57:17: Dabei sind sie viel, viel härter und die Voraussetzung für all.
00:57:29: für die Verkaufszahlen und alles, was wir messen sind das die Voraussetzung.
00:57:34: Also Vertrauen vor allem psychologische Sicherheit sind die Veraussetzungen für Leistung.
00:57:41: Das heißt Leistungsfähigkeit entsteht da wo wir das Gefühl haben dass wir alles sagen können ohne dass es für uns persönlich gefährlich wird.
00:57:51: wenn wir Angst haben können wir nicht leisten dann machen wir nur was man von uns will damit wir die Gefahr meiden.
00:57:58: Unser Potenzial entfalten können wir erst da, wo wir uns sicher fühlen.
00:58:02: Stimmt!
00:58:03: Dann noch eine Frage zu diesem Paradox oder diesen wahrgenommenen Paradox ist Vertrauen in individuelle Beziehungsgeschichte?
00:58:18: Also findet das individuell statt oder kann man das skalieren also durch das ganze Unternehmen, durch alle Länder?
00:58:29: Wie siehst du das?
00:58:29: Ist es eine individuelle Sache von Führungskraft zu einer Person oder ist das... wie kann man das so spreaden?
00:58:41: Beides.
00:58:42: Es ist beides, es ist sowohl etwas was zwischen zwei Menschen ganz wichtig ist und entsteht und individuelles und gleichzeitig deswegen auch in der Organisationspsychologie ganz wichtig auf Übergeordneter eben als das, was die Organisation ist extrem wichtig.
00:59:07: Wenn du so willst, ist ja jede Organisation auch ein lebender Organismus – das vergleiche ich immer ganz gern.
00:59:14: und ein soziales System wie eine Familie ist auch ein sozialer System und es gibt einen übergeordnetes Vertrauen in dem wir uns bewegen.
00:59:25: Und das ist auch noch mal etwas anderes als die psychologische Sicherheit.
00:59:27: Ist ganz wichtig!
00:59:30: So dieses interpersonelle Vertrauen zwischen zwei Menschen.
00:59:37: Und beides existiert und beides kann ich auf unterschiedlichen Wege fördern und beeinflussen, und alles also auf beiden Ebenen richtet es sich maximal auch nach diesen vor allem drei Kriterien die wir vorhin besprochen haben.
00:59:55: Also nach dem Thema Integrität Transparenz und Offenheit und Verletzlichkeit, also in Vorleistung gehen ist diese Bereitschaft da.
01:00:04: Das kann ich kulturell verankern und das kann ich auch in Gesprächen verankeren.
01:00:08: Wichtig ist dass es nicht darum geht jemanden besonders gut zu kennen.
01:00:14: Also das ist glaube ich auch der zweitgrößte Irrtum den wir in Sachen Vertrauen haben, dass Menschen immer denken vertrauen muss man sich verdienen aufbauen gewinnen und dann wächstes mit der Zeit.
01:00:30: Das ist nicht richtig, sondern das ist Vertrauteid.
01:00:35: Vertraudeid baut sich auf, wächst mit der Zeit und gibt uns ein Gefühl von Sicherheit.
01:00:42: Und es bedeutet wie gut kenne ich dich?
01:00:44: Wie gut kann ich dich einschätzen?
01:00:46: Deine Einschätzbarkeit, deine ... Ich könnte auch sagen Berechenbarkeit!
01:00:55: Die führt natürlich dazu dass ich am Zweifel zu einer Vertrauensentscheidung komme.
01:01:00: Also vertraue ich dir oder nicht?
01:01:01: Aber beides sind erst mal unterschiedliche Dinge.
01:01:03: Weil Vertrauen kann ich von jetzt auf gleich, ich muss dich nicht kennen um dir zu vertrauen und zu entscheiden dass ich dir vertraube.
01:01:09: sonst würde ich ja auch nichts zu der Pilotin ins Flugzeug steigen Oder zum Busfahrer in den Bus oder mich vom Arzt operieren lassen oder von der Rechtsanwältin vertreten lassen.
01:01:18: Ich kenne die ja auch nicht aber ich habe mich irgendwie dazu entschieden Und das meinte ich vorhin mit.
01:01:23: Das sind zwei unterschiedliche Prozesse und das heißt wir müssen in Organisationen Fördern, dass Menschen bereit sind Risiken einzugehen.
01:01:36: Das ist Vertrauen!
01:01:37: Wenn ich bereit bin ein Risiko einzugehn und mich damit in Gefahr zu begeben verletzlich zu zeigen dann ist das Vertrauen und das liegt sehr nah an Mut.
01:01:47: Vertrauen ist mutig Und die psychologische Sicherheit, die wir haben Die fördert Mut, das ist die Ressource für Mut weil In einem Umfeld, indem ich mich sicher fühle, indem Ich das Gefühl habe Hier werde ich persönlich nicht abgewertet, diskriminiert ausgegrenzt.
01:02:06: Macht es mir leichter mutig zu sein und Vertrauensentscheidungen zu treffen?
01:02:13: Meine Stimme zu erheben, Aufgaben loszulassen und sie anderen zu überlassen oder große Aufgaben zu übernehmen in mich selbst zu vertrauen.
01:02:21: Ich kann mich entfalten weil ich Vertrauen dann... ich entscheide mich für Vertrauen wenn ich mich sicher fühle.
01:02:30: Total schön!
01:02:32: Als letzte Frage, Karin an dich.
01:02:34: Was treibt dich an?
01:02:37: Was lässt dich jeden Morgen aufstehen?
01:02:41: Welche Message ist dir wichtig?
01:02:46: Ja das ist auch eine sehr schöne Frage und ich glaube dass es im Kern... Ich habe immer mal wieder einen ja vielleicht ist es auch so ein gewisser Zweck des Lebens wenn ich jetzt auf Big Five gucke so diesen Claim im Kopf.
01:03:09: nichts ist, so zukunftsfähig wie Menschlichkeit.
01:03:12: Und ich glaube das was mich antreibt in meiner Arbeit is dass Ich ein ganz hohes bedürfnis habe menschlichkeit In die arbeitswelt zu bringen weil sie uns dort so sehr fehlt und weil ich selber lange jahre in konzernen gearbeitet hab wo ich Ja wo ich das einfach sehr vermisst habe so diese menschlichkeit.
01:03:38: Ich glaube, das ist ein großes Bedürfnis von mir, dass zu verändern und dass meine Kinder irgendwann in einer Arbeitswelt sich bewegen, in der diese Dinge gar nicht mehr thematisiert werden müssen.
01:03:50: Weil es total selbstverständlich ist im besten Fall, dass wir uns vertrauen und dass sie sich sicher fühlen und dass Sie sich entfalten können weil ich große Herausforderungen sehe die wir bewältigen müssen und das nur aus meiner Sicht auf diese Art und Weise gelingen kann.
01:04:06: Super schön.
01:04:07: Vielen lieben Dank, Karin!
01:04:09: Für deine Antworten für die Zeit und für die Einblicke, die du uns gegeben hast – danke schön!
01:04:15: Danke für das tolle Gespräch!
01:04:24: Ich bin Simona Deckers und das ist der The Paths of Purpose
01:04:29: Podcast.
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